Interessante Aussichten

Das, was hier vor meinem Fenster passiert, wird immer spannender. Die letzte halbe Stunde hab ich damit verbracht, ein Reh zu beobachten – so kann man auch den Tag rumbringen. Okay, die Fasane waren auch wieder da, aber da die sich hier ständig rumtreiben und manchmal auch unbedingt Kühlerfigur spielen wollen – irgendwann muss mir wohl mal jemand erklären, wie man Fasan zubereitet -, finde ich die nicht mehr ganz so spektakulär.

Die Rehe waren aber im Winter bisher immer unsichtbar. Im Frühjahr haben die allerdings die Wiese hinter meinem „Parkplatz“ zu ihrem Revier auserkoren, morgens grasen die da oft, wenn ich zur Arbeit will. Die bleiben auch meist stehen, bis ich die Tür zuschlage. Das erschreckt sie. Aber jetzt scheinen sie wohl nichts zu fressen zu finden, die Ricke hat die ganze Zeit an den Bäumen rumgeknabbert. Sonderlich verhungert sah sie aber nicht aus, die war ganz wohlgenährt. Und hat sich durch mich gar nicht stören lassen, hat mal kurz zu mir hochgeguckt, als ich an die Balkontür getreten bin, aber so interessant bin ich dann wohl doch nicht. Klar, Rehe machen sich nun mal nicht zum Affen.

Ich fand das aber noch spannender als die Hunde gestern, das hat was ungemein Beruhigendes. Wenn man Wildtiere beobachten will, dann darf man nun mal nicht rumzappeln, sonst sind die sofort weg. Und das zwingt einen eben, ganz ruhig zu sein und stillzustehen, besonders wenn sie einen entdeckt haben. Die sind ja nicht blöd, die beobachten einen schon, so aus dem Augenwinkel. Und wenn man nicht will, dass die weglaufen, dann darf man sich eben nur ganz langsam bewegen. Genau wie die Ricke auch, die ist hier ganz langsam, gemächlich und in aller Seelenruhe von einem Baum zum nächsten gestiefelt, hat mal hier ein bisschen genascht, mal dort ein wenig geknabbert. Ich fand das sehr hübsch.

Und jetzt fällt mir auch ein, warum die so dick war: sie ist schwanger. Klar, das Frühjahr ist ja nicht mehr weit, dann kriegen die wieder Junge. Die sind ja nun so richtig süß, ich freu mich schon, wenn die kleinen Bambies hier wieder rumstaksen.

Der Tag heute ist auch richtig schön, der Himmel ist blau, hoffentlich bleibt das so. Allerdings ist es mal wieder arschkalt, es reicht jetzt langsam mit dem Winter.

Haltet den Dieb!

Wir fahren eine schwarze A-Klasse, haben plötzlich aus dem Nichts eine Gartenschere in der Hand, klauen ein paar Brombeer-Ranken und stecken die Beute in eine Nanu-Nana-Tüte. Ansonsten manchen wir den Eindruck, als ob wir gleich lang hinschlagen, mit dem Laufen klappt das irgendwie noch nicht so gut. Okay, es liegt Schnee, es ist glatt, da ist das echt ne gefährliche Sache, so mit dem Laufen. Mann findet sich ja wahrscheinlich schon echt mutig, weil Mann das Haus heute überhaupt verlassen hat. Boah, Mann, ey, was für ein Held… Mann macht sich eben lächerlich, so gut Mann kann, nicht wahr? Ich bin echt beeindruckt. Was man den ganzen Tag so für einen Film gucken kann… Man muss nur mal aus dem Fenster sehen. Echt cool, was Frau da so zu sehen bekommt.

Hoffentlich gibt es bald mal bessere Aussichten. 🙂 Wie wäre es mal zur Abwechslung mit was Vierbeinigem? Ein Pferd, ein Pferd, ein Königreich für ein Pferd… Das sieht jedenfalls bedeutend besser aus.

Scheiße, Autofahren kann der auch nicht. Dreht voll durch, das Teil. Tja, nur weil das Auto schwarz ist, sollte Mann sich noch lange nicht neben meinen Jeep stellen. DER kommt da wieder raus. Ne A-Klasse aber eher nicht, das sieht ganz, ganz schlecht aus. Und ich denke gar nicht daran, den da rauszuziehen, wenn er sich einbuddelt. Soll doch selbst sehen, wie er klarkommt. Idiot. Das sind zwar nicht meine Brombeeren, aber wenn der meint, er kann die klauen, dann sollte er auch mit dem Fluchtfahrzeug zurechtkommen. Was ja nun ganz offensichtlich nicht der Fall ist. Er hat es jetzt zwar endlich geschafft, da rauszukommen, macht aber immer noch den Maxen – hat mich ja am Fenster gesehen. Fährt hier schon ein paarmal völlig sinnlos mit immer noch durchdrehenden Reifen vor- und rückwärts. Ist das ein Affe… Keine Haare auf dem Kopp, aber hier den Gorilla mimen, oder was? Mann, Mann, was für ein Theater.

Wir wissen schließlich, wie so ein Silberrücken aussieht, nicht wahr, Magdalena? Und Sir Hopkins weiß das auch.

Und vermutlich hat der andere Affe jetzt ein paar Kratzer im Lack, eine Beule im Unterboden, eine Menge Sprit vergurkt und sich ganz fürchterliches Aua zugezogen, was er sich zu Hause von Mami dann erstmal ärztlich versorgen, desinfizieren und verbinden lassen muss. Weil ihm zu spät eingefallen ist, dass Brombeeren Dornen haben. Und das Ganze war vermutlich sowieso für den Arsch, weil man jetzt gar keine Triebe schneidet, so mitten im Winter.

Das sind die Helden der Großstadt. Beeindruckende Vorstellung.

Außerdem hatte ich gestern noch eine Begegnung der Dritten Art. Wieder mal ein Anruf.

Diesmal keine Hardcore-Schwuchtel… ähm, ich glaub, das war jetzt der falsche Film. Das war Mad Max. Ich wusste doch, ich sollte nicht so viele schlechte Filme gucken… Nein, ich meinte natürlich den kleinen Arschlecker von neulich mit dem gebrochenen Deutsch.

Jedenfalls hab ich es mal mit einer anderen Strategie versucht, jeden Tag beleidigt zu werden ist nicht so hübsch. Das wird auf Dauer langweilig. Jedenfalls musste Herr Brand von der Sachwert AG mir erstmal seinen und dann noch den Namen seines Brötchengebers buchstabieren, während ich jeden Rechtfertigungsversuch seinerseits bereits im Keim erstickt hab – Guter Mann, ich bin noch nicht fertig, ich schreibe grad mit, warten sie, bis ich damit fertig bin. Das hat ihm offenbar genügend Zeit verschafft, um zu begreifen, was ich definitiv nicht will. „Ich will ihnen gar nichts verkaufen.“

Na prima, schlau kombiniert. Die Firma Sachwert AG scheint etwas mehr Wert auf die Kompetenz ihrer Mitarbeiter zu legen. Die wollte mir ja auch nichts verkaufen, die wollte mein Geld gleich für nichts und wieder nichts in den Rachen geschmissen haben. Anlageberater. Namens Sachwert. Der Name ist Programm. Oder auch eine faustdicke Lüge, wie man’s nimmt.

Aber dafür ist mein Wunsch von gestern in Erfüllung gegangen. Das Pferd lässt zwar noch auf sich warten, aber dafür durfte ich heute schon sechs Hunde beobachten. Was eindeutig spannender war als der kahle Affe von gestern.

H. 🙂

Im Westen immer noch nichts Neues

So zum Wochenende dämmert mir ja noch ein drittes Szenario. Was, wenn die arme Frau i.A. ein so geprügelter Gaul ist, dass sie mit dem Problem ganz allein dasteht? Wenn sie sich gar nicht mehr traut, das überhaupt noch irgendjemandem zu erzählen? Vor allem keinem Vorgesetzten? Weil sie das vielleicht schon versucht und eine Antwort gekriegt hat, die ungefähr so geht:

Ich bitte Sie und weise an, dass Sie Probleme (die ich selbst verursacht habe, Anm. d. Autors) nicht an mich zurückdelegieren (sehen Sie gefälligst zu, wie Sie damit klarkommen, und gehen Sie mir nicht mit solchem Schwachsinn auf die Nerven, Anm. d. Red.). Ich musste sowas wirklich mal unterschreiben, damit ich auch ja nicht behaupten konnte, iA, iA, iA…, ähm, dass ich von alldem nichts gewusst hab.

Nun ja, sie tut mir wirklich leid, aber weinen tu ich trotzdem später.

Und ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode… 😉

Noch ein Frontbericht

Tja, dann haben Sie wohl ein Problem.

Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende.

MFG
H. R.

PS: Man bleibt dabei: es ist nicht möglich, rauszufinden, wer ich bin. Und was ich will. Das ist ja nun mal Pech. Und sehr, sehr bedauerlich.

Stuff and Nonsense

Ist mir gerade eingefallen, und irgendwie hat das mal wieder prima gepasst…

Man sieht sich. Oder auch nicht. 🙂 🙂 🙂

Nur für Erwachsene …

So, es ist Freitag um eins, die Mail ist weg.

Und vorhin ist hier jemand aufgetaucht. Natürlich nur in meinem Kopf, nicht leibhaftig, und damit das auch ja so bleibt, muss ich wohl mal wieder was klarstellen.

Ich hab in meinem Leben so einige Borderliner kennengelernt. Offenbar ziehe ich die an wie das Licht die Motten – dabei hab ich doch ein Riesenproblem mit Motten. Zumindest hatte ich das mal, ich glaub, das ist jetzt auch vorbei. Egal, jedenfalls habe ich schon einige Erfahrungen mit denen machen dürfen, aus nächster Nähe. Naja, sagen wir aus zweitnächster. So ganz nahe lasse ich die dann doch nicht an mich ran, ich bin ja noch zu retten.

Therapeuten tun sich sowas nicht an, die haben oft ernsthafte Probleme, einen Therapieplatz zu finden – falls sie überhaupt bereit sind, sich therapieren zu lassen. Aber das ist den meisten Profis scheinbar zu fett, die sind zu aggressiv, zu manipulativ, und zu schlau sind die meistens auch noch. Die tricksen jeden Therapeuten aus, wenn der nicht ganz doll aufpasst. Und es ist verdammt schwer, sich von denen nicht aus der Reserve locken zu lassen. Zur Not bringen die sich ja auch um. Zumindest tun die so. Und das tun die sehr, sehr überzeugend, die schneiden sich auch mal eben die Pulsadern durch. Und wenn ich „durch“ sage, dann meine ich auch „durch“. Sieht sicherlich nicht lecker aus. Ich hab das zum Glück nie gesehen. Ich geh vorher weg und lass die sterben, ähm, einfach im Regen stehen. Das hilft ungemein. Das ist sogar das Einzige, was hilft, um es mal ganz deutlich zu sagen. Alles andere macht es nur noch schlimmer. Die hören nämlich niemals auf zu stänkern.

Es macht den Umgang mit ihnen nicht gerade leichter, wenn man sowas nicht studiert hat, wenn man keine Ahnung hat, wer und was die sind – und wer und was man selbst ist. Ich hab schon viele Kurzbeschreibungen vom Problem Borderline gehört: das hier ist meine.

Die Kerle von der Fraktion, die ich getroffen hab, betteln um Dresche. Weil sie einmal zu oft verprügelt worden sind. Sie betteln darum, zusammengebrüllt zu werden. Sie betteln darum, ausgelacht zu werden – weil sie sich mal wieder völlig lächerlich machen. Besonders einer, der hatte da ein Riesenproblem. Man musste nur ganz entfernt den Anschein erwecken, dass man eventuell vielleicht ein ganz klein bisschen über ihn lacht. Au weia. Entweder man sah zu, dass man ganz schnell Land gewann, oder man machte sich auf was gefasst. Und das war kein Kinderkram, das war bitterer Ernst. Was dahintersteckte war eine Demütigung. Aber der Typ weiß gar nicht, was Demütigung bedeutet. Das ist wirklich, ganz wirklich, total lächerlich. Werdet doch mal erwachsen, Jungs.

Was bei den Mädels dahintersteckt, DAS ist Demütigung. DAS ist Schmerz. DAS ist ganz oft noch sehr viel mehr als nur Schmerz und Demütigung, das sind oft sogar mehr oder weniger versteckte Mordversuche – was ihnen natürlich keiner glaubt. DAS ist kein Kinderkram mehr, das ist bitterer Ernst. Viel, viel ernster als diese dummen Spielchen, mit denen ihr Jungs ganze Firmen zerstört. Oder waren das Welten? Ich war zwei Jahre mit einer befreundet, die hat das alles am eigenen Leib erlebt. Schmerz, übelste Demütigungen und Mordversuche, immer wieder. Und niemand hat es ihr geglaubt, obwohl es doch so offensichtlich war – es war nur zu krass. Es wollte niemand glauben. Das war die mit der durchgeschnittenen Pulsader. Aber das ist etwas, das muss ich nicht haben, und als die anfing abzudrehen, bin ich weggegangen. Ohne mich noch einmal umzudrehen. Ich hab meine Lektion gelernt. Schon beim ersten Mal. Ich lasse mich nicht mehr manipulieren. Auch nicht von Freunden. Nicht auf diese Tour.

Ich hab 10 Jahre gebraucht, um zu lernen, wie man mit sowas umgeht. Ich meine, mir hat ja keiner gesagt, wie man das macht. Mir hat auch keiner gesagt, dass das ein Borderline-Syndrom ist. Dass es wirklich eins war, das hab ich erst Jahre später ganz sicher gewusst. Als ich dann welche kennengelernt hab, die nun wirklich amtlich eins hatten. Und die waren in mancher Beziehung arme Waisenknaben gegen das, was ich da erlebt hab.

Was ich erlebt hab war ein Typ, der genug Macht hatte, um eine ganze Firma einzuschüchtern. Der genug Macht hatte, um diese Firma kontinuierlich wachsen zu lassen – auf meine Kosten. Na okay, ne Lebensabschnittsgefährtin hatte er auch noch. Deren Part war es… ich würde sagen, die hat sich willig aussaugen lassen. Sein Part war es, alle Leute zu manipulieren. Mein Part war die Drecksarbeit. Man könnte es natürlich auch andersherum betrachten, die Drecksarbeit, die der da gemacht hat, die wollte ich nie machen, ich wollte da nie tauschen. Ich hab da lieber die Produktion geschmissen. Zur Not auch allein. Viel zu oft auch allein, geizig war das Arschloch ja auch noch. Und beschissen, betrogen und beklaut hat er mich auch. Und nicht zu knapp.

Und ich wusste das auch noch, so irre bin ich, dass ich das gewusst hab – und ich hab es mir gefallen lassen. Warum? Weil ich auch was davon hatte. Und nicht nur Geld. Ich hab da eine Menge gelernt. Ich hab da mehr gelernt, als ich mir jemals hätte träumen lassen. Einen großen Teil von dem, was ich hier gerade mache, hab ich da gelernt.

Und dauernd waren ihm die Leute nicht gut genug – nein, schon klar, wenn man die immer mit mir vergleicht. Ich war immer schneller und besser und ausgeschlafener als die Angestellten. Logisch, das sollte ja auch so sein. Der Chef sollte immer besser sein als seine Angestellten – zumindest bis er seinen Meister gefunden hat. Wie soll er ihnen denn sonst vormachen, wie es geht? Wie man die Arbeit macht? Häh? Wie denn? Gar nicht? Tja, ich finde nicht, dass das besonders gut funktioniert, wenn ich mich hier so umgucke…

Solange der Schuster bei seinen Leisten geblieben ist, hat das auch ganz gut funktioniert. Aber irgendwann war das kleine Arschloch der Meinung, dass ich zu wenig Verantwortung trage. Dass ich mich doch viel mehr um die Geschäfte kümmern müsste. Weil er gar nicht mehr genug Zeit hat, sich um seine Hirngespinste, ähm, die Planung zu kümmern. Die Visionen… außerdem war das die Zeit, wo er andauernd von einem Spielzimmer redete. Was nach meiner Erfahrung ein ganz schlechtes Zeichen ist. Das ist mir seitdem noch öfter begegnet, und das war immer der Anfang… vom Ende.

Da ich zu dem Zeitpunkt – wie eigentlich schon die ganze Zeit, von Anfang an – einen 16-Stunden-Tag und eine 7-Tage-Woche hatte und er zu diesem Zeitpunkt bereits dazu übergegangen war, sich ein wenig früher in seine Gemächer zurückzuziehen, fand ich das dann irgendwie nicht mehr so wirklich recht und billig. Tatsächlich war alles, was er noch tat, lässig und völlig über den Wolken, ähm, Dingen schwebend ein paar Zahlen aufs Papier zu kritzeln – organisieren durften die andere. Der Rest waren wirklich nur mehr oder weniger realistische Hirnfürze – manche nennen das auch Visionen. Aber wie ja schon die Farm der Tiere gezeigt hat, sind manche Leute eben tatsächlich der Meinung, dass man einen toten Gaul reiten kann. Man muss nur hart genug drauflosprügeln.

to be continued…

Don’t try this at home

Mir fällt ja gerade noch etwas ein – dabei ist es doch noch gar nicht eins. 🙂 Viele sind ja heutzutage der Meinung, dass Surfen während der Arbeitszeit sowas wie ein Kavaliersdelikt ist. Und können so gar nicht begreifen, dass viele Arbeitgeber das ganz anders sehen, weil die nämlich der Meinung sind, dass sie „ihre“ Sklaven, ähm, Angestellten nicht für’s Surfen gekauft, ähm, bezahlt haben.

Und ich an eurer Stelle würde mir sehr genau überlegen, was ich mir während der Arbeitszeit im Internet reinziehe und was nicht. Es gibt nämlich tatsächlich Leute, die würden das hier nicht für einen Sturm im Wasserglas halten. Die halten das tatsächlich für ganz was anderes. Die sind echt so irre. Was ich ja gar nicht verstehen kann.

Man sieht sich. 😉

PS

Natürlich bist du süß. Du bist eine Bärin, vermute ich, die sammeln doch Honig. Oder sollte man lieber sagen, die klauen den? Scheißen tun die den ja nun nicht.

Pass bloß auf, dass du kein Gewichtsproblem entwickelst, Bären sind noch deutlich schwerer als Gorillas, und die bringen locker 500 kg auf die Waage. Ist keine gute Idee, denen nachzueifern, was das angeht. Das schaffst du nicht. 🙂 🙂 🙂 Fang also gar nicht erst damit an.

You’re welcome :)

Ja, meine Liebe, unser Timing ist doch perfekt – uns trennen nur 7 Minuten. Eben hab ich in den Blog geschaut, und siehe da: Voilà. Dein erster Beitrag. Hat also geklappt. Und das macht doch gleich viel mehr Spaß.

Deine Träume sind aber leider nicht hier angekommen, das klappt noch immer nicht. Aber mich wundert das jetzt nicht so sehr, ich denke, du kannst dir vorstellen, warum ich nicht so sonderlich scharf darauf bin, das alles auch noch live und in Farbe zu erleben. In der ersten Reihe, okay, aber ich halte mir doch lieber noch die Augen zu. Es gibt da so einiges, das sieht nicht so toll aus. Finde ich. Aber du bist da ja anders, du bist wohl wirklich mutiger als ich. Bei den Dingen, auf die es ankommt.

Und die Matschbirnen? Lass mal sehen: das letzte Schreiben sieht nur oberflächlich wie eine automatische Antwort aus. Es sind wieder Textbausteine, aber diesmal wimmelt es von Fehlern – man hat sie offenbar nicht richtig zusammengesetzt. Der Ton ist auch wesentlich dringender als bei den letzten beiden Antworten. Und hinten dran hängen meine letzten beiden Mails, die haben sie also zusammen. Die erste fehlt, die sind wirklich total desorganisiert. Ich muss aber noch mal checken, ob ich vielleicht versehentlich den Kram selbst wieder zurückgeschickt hab, normalerweise lösche ich ja die alten Mails – ich mag solche Kettenbriefe nicht.

Ich hab an anderer Stelle schon prophezeit, dass die sich einen geholt haben, der ihnen sagen kann, was das alles soll. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Typen wie die das einfach so auf sich sitzen lassen – ich hab sie ja nun sehr böse herausgefordert. Noch mehr geht nicht, alles weitere wäre definitiv strafbar, das ginge dann schon in Richtung Bomben schmeißen. Und das liegt mir ja nun sowas von fern.

Sowas machen nur die pöhsen Terroristen. Und die Regierungen. Aber nur, wenn Krieg ist. Aber dazu haben sie ja schon vor langer Zeit aufgerufen, wenn ich mich recht erinnere. Seit 9/11 herrscht Krieg, weltweit, und man schmeißt auch wieder Bomben. Ganz legal. Und ein Narr, wer Böses dabei denkt.

Und ich denke, irgendwie so ist das dort auch angekommen – und eben nicht, dass es mir nur um das Kleid geht, die denken, es geht um sehr viel mehr. Und so paranoid, wie diese Typen immer sind, weil sie von sich auf andere schließen und an die Decke gehen, wenn ihnen jemand – scheinbar – mit Dingen droht, die in ihren Kreisen so beliebt sind, phantasieren die sich vermutlich wirklich noch viel mehr zusammen. Ich würde mich gar nicht wundern, wenn die tatsächlich schon Anzeige erstattet haben.

Oder auch nicht. Ich kann mir nämlich auch vorstellen, dass die Angst haben, sich lächerlich zu machen. Und dass die sich deshalb erstmal jemanden ranholen, von dem sie sich erhoffen, dass er ihnen sagt, was ich eigentlich von ihnen will. Und wozu ich fähig bin. Wenn sie schlau sind, holen sie sich einen richtigen Profiler. Aber sie sind ja nicht schlau, und deshalb mache ich mir da gar keine Sorgen. Sie sind dazu viel zu geizig, und sie unterschätzen mich. Typen wie die glauben ja nicht mal, dass es sowas wie Profiler wirklich gibt, das sind doch Hollywood-Hirngespinste. Tja, wenn sie meinen…

Sie werden sich niemals einen echten Profiler holen. Da bin ich mir völlig sicher. Der könnte ihnen nämlich genau das sagen, was sie nicht hören wollen: dass sie es sind, die paranoid sind. Dass ich nichts von alledem getan hab, was sie sich zusammenphantasieren. Dass hier auf der Anderen Seite kein wahnsinniger Psychopath sitzt, der zu allem fähig ist. Dass hier wirklich nur eine Frau sitzt, die ganz naiv nach Ablauf ihrer 6 Jahre Wohlverhaltensphase und Zustellung des Bescheides des Endes der Insolvenz ein Kleid kaufen wollte. Um sich nach 6 Jahren zum ersten Mal wieder etwas zu gönnen. Sich einen Wunsch zu erfüllen. Und der man diesen Wunsch verweigert hat.

Und ein Profiler würde sich vermutlich das Lachen sehr verkneifen müssen… Der würde nämlich ahnen, dass es das hier schon längst gibt. Dass diese Story schon längst irgendwo öffentlich ist. Und dass es eine ganze Weile dauern wird, bis die das finden. Und dass es bis dahin hier soviel Stoff  zum Nachdenken und lächerlich machen – und so viele Beweise dafür, dass das alles nur ein ziemlich makabrer Scherz ist – gibt, dass die, wenn sie das eines Tages finden, im Boden versinken werden. Falls die sowas wie ein Schamgefühl überhaupt noch kennen, was ich ja zu bezweifeln wage.

PS: Welches der vielen Systeme, die ich hier reingepackt hab, meinst du? 🙂 🙂 🙂

PPS: Und du glaubst nicht, wie glücklich ich bin, dass du es endlich hierher geschafft hast. Ich brauche dich doch, damit du ab und zu mal die Höhe checkst. Sonst hebe ich noch in Regionen ab, in die mir wieder keiner folgen kann. Du hast doch entschieden mehr Bodenhaftung als ich. 😉 Und das vereinfacht die Dinge ungemein.

PPPS: Was mich zur Zeit am meisten interessiert: was macht eigentlich das Spieglein an der Wand? Hört das nur seine eigene Schand, oder lacht sich da jemand gerade scheckig, fragen die sich immer noch, worauf das Ganze hinausläuft – oder haben die das an die Leserbriefredaktion weitergeleitet. Gemeldet haben die sich auch noch nicht. Die haben aber den Link. Und ich nehme stark an, dass die hier auch schon mal reingeschaut haben. Ich könnte mir vorstellen, das tun die täglich.

Hallo, Jungs. Man sieht sich. 😉

Ich zumindest habe hier sehr viel Spaß. Winke, winke.

Ode … oder so

Gute Nacht, meine Liebe! Die schönsten Träume mit Erinnerungsgarantie schicke ich dir heute, ehe ich mich jetzt todmüde endlich richtig ins Bett aufmache.
Morgen ist Freitag, der Tag deiner Mail. Ich warte sehnsüchtig auf eine Antwort von den Matschbirnen, wenn sie sich denn trauen. Aber sie können sich nicht für immer in ihrer Burg aus geborgtem Luxus und im-Auftrag-Arbeitern verschanzen. Irgendwann wird ihre Zugbrücke fallen und dann heißt es „Glück auf“ bei deiner Jagd.
Und der Winter wintert noch so sehr, bis es Sommer ist und warm genug, wirst du dein Kleid besitzen.
Ich mag Honig. Bin ich süß?
Kuss,
deine Magdalena, die endlich begriffen hat, wie dieses System funktioniert. Zumindest glaube ich das.
Und jetzt wirklich ins Bett.

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