Spruch des Tages

„Eunuchen legen für gewöhnlich einen gewissen Fatalismus an den Tag.“

Michael Moorcock

Hochmut kommt für gewöhnlich auch noch vor dem Fall. Also müsste nach dieser Logik dem Sündenfall doch noch etwas anderes vorausgegangen sein… Darüber sollten wir wirklich noch mal nachdenken. Das ist eine interessante Feststellung – wo auch immer die hergekommen ist.

Wir lieben uns doch alle

Ein Deutscher sitzt gerade beim Frühstück, mit Kaffee, Brötchen, Butter und Marmelade, als sich ein Kaugummi kauender Türke neben ihn setzt. Ohne aufgefordert zu werden, beginnt dieser eine Konversation: „Esst ihr Deutschen eigentlich das ganze Brot..?“

Der Deutsche lässt sich nur widerwillig von seinem Frühstück ablenken und erwidert: „Ja, natürlich.“

Der Türke macht eine Riesenblase mit seinem Kaugummi und meint: „Wir
nicht. Bei uns in der Türkei essen wir nur das Innere des Brotes. Die
Brotrinden werden in Containern gesammelt, aufbereitet, in Brote
geformt und nach Deutschland verkauft. (Das müsste natürlich „zu Broten“ heißen, aber um der Authentizität willen lassen wir das so. Die diversen marginalen Tippfehler haben wir uns zu korrigieren erlaubt. Anm. d. Red.)

Der Deutsche hört nur schweigend zu. Der Türke lächelt verschmitzt und fragt: „Esst Ihr auch Marmelade zum Brot..?“

Der Deutsche erwidert leicht genervt: „Ja, natürlich.“

Während der Türke seinen Kaugummi zwischen den Zähnen zerkaut, meint er: „Wir nicht. Bei uns in der Türkei essen wir nur frisches Obst zum
Frühstück. Die Schalen, Samen und Überreste werden in Containern
gesammelt, aufbereitet, zu Marmelade verarbeitet und nach Deutschland
verkauft.“

Nun ist es an dem Deutschen, eine Frage zu stellen: „Habt Ihr
eigentlich auch Sex in der Türkei?“

Der Türke lacht und sagt: „Ja, natürlich haben wir Sex.“

Der Deutsche lehnt sich über den Tisch und fragt: „Und was macht Ihr mit den Kondomen, wenn Ihr sie gebraucht habt?“#

„Die werfen wir weg!“, meint der Türke.

Jetzt fängt der Deutsche an zu lachen: „Wir nicht. In Deutschland werden alle Kondome in Containern gesammelt, aufbereitet, geschmolzen, zu Kaugummi verarbeitet und in die Türkei verkauft!!!“

Und nein, die Deutschen halten die Türken überhaupt nicht für blöd…

Wir haben ja unsere eigenen Idioten.

Nach der Pause fragt der Lehrer: „Na Fritz, was hast Du denn in der Pause
gemacht?“

Fritz: „Ich habe im Sandkasten gespielt.“

Lehrer: „Wenn Du ‚Sand‘ richtig an die Tafel schreiben kannst, darfst Du heute 2 Stunden früher nach hause.“

Fritz geht an die Tafel und schreibt fehlerfrei ‚Sand‘ an.

Lehrer: „Das hast Du toll gemacht. Zur Belohnung darfst Du 2
Stunden früher nach Hause gehen.“

Jetzt fragt der Lehrer Hans: „Na Hans, was hast Du denn in der Pause gemacht?“

Hans: „Ich habe zusammen mit Fritz im Sandkasten gespielt.“

Lehrer: „Wenn Du ‚Kasten‘ richtig an die Tafel schreiben kannst, darfst Du heute auch 2 Stunden früher nach Hause.“

Hans geht an die Tafel und schreibt fehlerfrei ‚Kasten‘ an.

Jetzt fragt der Lehrer Erkan: „Na Erkan, was hast Du denn in der Pause
gemacht?“

Erkan: „Ey, isch wolle schpiele mit die beide andere in Kiste
von Sand, aber die nix mich habe gelasse.“

Lehrer: „Oh, das ist ja eine rassistische Diskriminierung einer ethnischen Minderheit. Wenn Du „rassistische Diskriminierung einer ethnischen Minderheit“ richtig an die Tafel schreiben kannst, darfst Du heute auch 2 Stunden früher nach Hause.“

Hat irgendjemand irgendwelche Zweifel an der ursprünglichen Grundaussage? Für nicht ganz so Helle: Die finden Sie in der Überschrift… Und es ist doch immer wieder schön, so unterschiedliche Grundaussagen vollkommen unreflektiert und kommentarlos in einer Massenmail geschickt zu bekommen. Was uns der – offenbar deutsche – Dichter damit wohl sagen will? Aber die schimpfen ja lieber auf die Jugend heutzutage und den Untergang der abendländischen Kultur…(Jaaaaa, wo, wie, was, hab ich irgendwas verpasst? Sollten wir schon mal das Freudenfeuer anzünden?)

Sehr geehrtes Finanzamt

Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen …

… nein, falsch, das geht nicht, das war der falsche Textbaustein, den benutzen die immer. Wir müssen uns was anderes einfallen lassen. Leider ignoriere nur ich die zivilisierte Welt, die geht mir dagegen mal wieder tierisch auf die Nerven.

Die haben mir eine Mahnung geschickt. KFZ-Steuer. Ich hab mich ja damit abgefunden, dass ich die zahlen muss, obwohl ich mich bei dem Zustand der Straßen in meiner näheren und weiteren Umbegung schon frage, wofür die die Gelder ausgeben – für Straßen offensichtlich nicht. Aber das ist ja sowieso nur eine rein rhetorische Frage – wofür die Steuern ausgegeben werden, erfährt man ja, sowie man den Fernseher einschaltet. Was ich deshalb tunlichst vermeide. Lassen wir sie doch in dem Glauben, dass das eh keiner merkt.

Man macht sich eben lächerlich, so gut man kann. Und die deutsche Journaille gleich noch mit dazu. Und das auch noch in der ersten Reihe, dafür werden unsere Rundfunk- und Fernsehgebühren verplempert – mit denen wir uns ja auch abfinden müssen, obwohl man sich schon fragt, wofür die … Lassen wir das. Das ist doch eine wirklich reife Leistung von allen Beteiligten, echt jetzt mal. Also, so derb hab ich mich meines Wissens noch nie öffentlich zum Löffel gemacht. Vermutlich muss man dafür ja Bundeskanzlerin sein.

Aber zurück zu der Mahnung. Man will von mir 3.50 Teuro Mahngebühr. Dummerweise hab ich gar keine Zahlungsaufforderung gekriegt. Und dummerweise ist das mal ganz ausnahmsweise keine faule Ausrede, die kriegt nämlich meine ehemalige Insolvenzverwalterin. Das ist so, wenn man insolvent ist. Zuerst kriegt der Verwalter das, und der schickt das dann an den Schuldner. Was man damit bezweckt, ist ein wenig unklar, denn verbummeln, ignorieren oder einfach absichtlich nicht zahlen kann man das ja auch so. Und der Verwalter hat vollkommen unnütze Arbeit – und diese armen, armen Menschen sind ja soooo überlastet. Wirklich.

Deshalb hat mir meine Insolvenztante als letzte Amtshandlung verboten, sie weiter zu belästigen. Rufen Sie mich ja nicht an. Sehen Sie gefälligst zu, wer Ihnen Fragen beantwortet (niemand, du kannst dir als Schuldner ja einen Anwalt nehmen, das ist ja ein Klacks für unsereins), dafür bin ich nicht zuständig und ich gedenke auch nicht, das zu tun. Leider finde ich den Wisch mal wieder nicht… Aber das stand da wirklich so drin. Und das hab ich auch erlebt, mehrfach, ich habe keinerlei Zweifel, dass die das ernst meint. Ihr stereotyper Leitspruch war, ist und wird es wohl auch immer bleiben: „Ich mache hier keine Rechtsberatung.“ Das ist die Antwort auf so ziemlich jede Frage, die mir jemals zu meiner Insolvenz eingefallen ist.

Und nun hat sie, da sie für mich ja nicht mehr zuständig ist, die Zahlungsaufforderung des Finanzamtes über meine KFZ-Steuer vermutlich verbummelt. Oder in Ablage P gebunkert. Oder was auch immer sie mit solchen lästigen Schreiben macht. Vermutlich dasselbe wie jeder halbwegs intelligente Mensch, der ein kleines Problem mit der ewig heiligen Ordnung der lästigen und überflüssigen Dinge hat. Egal, wohin, Hauptsache weg. Geh mir aus den Augen…

Was ich aber nun eine ziemliche Sauererei finde ist, dass ich jetzt dafür bezahlen soll, dass diese stattlich (auch der ist ja wieder zu treffend, um korrigiert zu werden, aber natürlich ist sie auch noch staatlich bestellt, aber das natürlich nur nebenbei…) bestellte Insolvenzverwalterin, die mein nicht existentes Vermögen treuhänderisch verwaltet hat, selbiges jetzt rückwirkend veruntreut. Oder wie darf ich den Sachverhalt sonst verstehen?

Zumal das nicht das erste Mal ist. Das hat sie fast jedes Jahr so gemacht – sie hat sich so lange ausgeschlafen, dass ich Säumnisgebühren zahlen durfte. Gleich im erten Jahr war das am allerbesten, da hab ich das, nachdem ich den Wisch von ihr geschickt bekommen hab, sofort bezahlt – es war ja schon überfällig. Und ein Jahr später, als dann das Finanzamt endlich auch ausgeschlafen hatte, durfte ich dann Säumniszuschlag für das ganze Jahr bezahlen. Hab das ja zu spät beglichen. Und versuch mal, das Finanzamt zu einer Rückzahlung zu bewegen… Das haben schon ganz andere versucht und sind damit gescheitert. Als nichtsnutziger Schuldner brauchst du an so etwas nicht einmal  zu denken.

Dasselbe gilt natürlich für sogenannte Insolvenzverwalter.

Es sind nur 3,50 €. Aber es geht ums Prinzip. Und lustig finde ich das nicht. Und die  angeblich 7 Millionen anderen Schuldner, die es in der Bundesrepublik gibt, sicher auch nicht – aber vermutlich ist das wieder maßlos untertrieben. Insolvenz bedeutet nicht nur, dass man mit Geld am Existenzminimum auskommen muss (was unter Umständen durchaus mehr sein kann, als andere Leute heutzutage verdienen, nicht, dass wir uns jetzt falsch verstehen, es gibt eine Menge Leute, die haben noch weniger). Nein, man muss auch noch hübsch die Schnauze halten, wenn die sowas mit dir machen. Rufen Sie mich ja nicht an…

Ich rufe aber Montag mal das Finanzamt an. Vielleicht gehe ich die auch mal besuchen. Mir ist gerade ein wenig kämpferisch zumute, ich hab die Restschuldbefreiung ja schriftlich, das befreit tatsächlich ungemein.

Von Aalglatt bis Zwergkarnickel

Da die (zivilisierte) Welt und ich beschlossen haben, uns gegenseitig mehr oder weniger völlig zu ignorieren, ist doch tatsächlich ziemliche Ruhe eingekehrt. Klappt scheinbar immer, diese Strategie. Ich bereite mich heute schon in aller Seelenruhe darauf vor, morgen reiten zu gehen – ich will Frühling, sagte ich das eigentlich schon? -, warte… okay, ungeduldig 😉 auf das Balanceboard von Amazon und bastele weiter an diversen Konzepten.

Eine gewisse Firma mit A wie Apfel oder Angeber oder Anscheißer will einfach zu viel von den Leuten wissen, deshalb muss ich mir jetzt etwas anderes einfallen lassen. Ich muss irgendwie dringend an meinem Timing arbeiten, ich bin immer ganz entschieden zu schnell. Die hab ich auch wieder abgehängt, die kommen einfach alle nicht mit. Was kann denn ich dafür, dass ich deren Bedingungen erst morgen erfüllen werde, aber die Software heute schon brauche, damit ich morgen die Bedingungen erfüllen kann… Sowas Blödes aber auch. Warum beißen sich Katzen eigentlich immer in den eigenen Schwanz? Das ist doch irgendwie ein bisschen verrückt, oder? Und Hunde machen das auch. Firmen mit A wie… haben offenbar das gleiche Problem. Scheinbar denken die, der rennt sonst weg. Die haben einfach kein Vertrauen zu ihrem eigenen Schwanz. Und was uns der Dichter damit jetzt wieder sagen will…

Okay: Bildungs- und lernbereites Team mit Ausbilderschein und Studienanmeldung braucht rabattiertes Softwarepaket. Ist das so schwer zu begreifen? Und warum muss das Team einen Offenbarungseid leisten, um den Rabatt dann auch zu bekommen? Ich meine, ich hab das ja nun schon mal wirklich gemacht, mehr wollten die auch nicht wissen. Eher weniger, private Informationen interessierten die nicht, denen hat die Kohle gereicht. Aber Firmen mit A wollen bald auch noch wissen, mit wem man ins Bett steigt. Man schadet sich eben selbst, so gut man kann.

Wir haben nicht nur ein Gedächtnis wie ein Elefant, wir sind auch ziemlich erfinderisch, wenn es darum geht, Leuten, die sich bei uns unbeliebt gemacht haben, eins auszuwischen. Und Firmen erst… Und zu allem Überfluss sind wir auch noch viele. 🙂

Bitte korrigieren Sie ihren Kurs…

Kurs-Korrektur

Korrigieren Sie Ihren Kurs

Und ein Narr, wer Böses dabei denkt:

Wir glauben euch nicht

Aber das ist ja auch Focus, das Boulevardblatt… Das Spieglein ist da ja viel glaubwürdgier … ähm… würg. Zumindest hat das längere Artikel. Was für eine Verschwendung von Zeit und Papier…

What the… 7

http://infoblogmedia.wordpress.com/2010/02/15/spiegel-online-wtc-7-wegen-branden-eingesturzt/

Ist doch immer wieder schön, das Märchen… Spieglein online, na sowas. Mit jeder Menge Weichspüler… Sag ich doch. 🙂

http://brieselangerpirat.wordpress.com/2010/02/17/kohler-hat-das-gesetz-zur-netzperre-unterzeichnet/

Der ist auch hübsch. Wer heute noch Massenmedien braucht/glaubt/kauft, ist selber schuld. Und wer heute noch Politiker braucht, ihnen glaubt und sie nicht kurzerhand kauft, der auch. Wohl als Kind mal zu heiß gebadet worden, was? Ist das eigentlich ansteckend?

Todsünden und andere Kleinigkeiten

Heute war ich mal wieder Spiegel lesen – ich kann mir ja keine Abos leisten, also muss ich den immer woanders lesen. Es gab da einen sehr interessanten Artikel über die sieben Todsünden. Ich hab herzlich gelacht, da kann man natürlich noch viel schöner drüber ablästern als über die Gebote, das gibt viel mehr her. Da geht es ja nun richtig zur Sache, das ist nicht so ein läppisches Wischiwaschi. Nein, da tobt dann richtig der Bär – wobei der im Spiegel natürlich zahm ist, keine Sorge. Die wilden haben keine Spiegel, die fischen lieber im reißenden Fluss. Und der spiegelt nun mal nicht. Der schäumt nur manchmal ein bisschen.

Ansonsten geht auch da (im Spiegel, nicht im Fluss) mehr oder weniger die Welt unter, allerdings gepflegt, duftend und weichgespült. Die eher dreckigen Wahrheiten will ja eh keiner wissen. Ich soll mich auch schon wieder überall rechtfertigen, an allen Ecken und Enden, und da ich eh schon wütend genug bin, werde ich hier mal lieber eine Weile die Klappe halten – ich red mich sonst noch um Kopf und Kragen. Oder schreibe mich um selbige. Was aber relativ egal ist, auch auf das geschriebene Wort kann man heute nichts mehr geben. Selbst das dreht dir ein geschickter Winkeladvokat in der Feder rum. No Problem.

Also bis demnächst mal.

Über den Wolken
muss die Freiheit… ich hasse den Kerl, warum fällt mir denn grad dieser Scheiß ein?

Und meine Identität behalte ich heute mal lieber für mich. Vielleicht sollte ich die auch mal überschlafen, morgen sieht die schon wieder ganz anders aus.

Frontbericht

Die Ruhe vor dem Sturm oder Das Schweigen im Walde?

Damit niemand denkt, ich hätte vergessen, worum es hier eigentlich geht: Dem ist nicht so. Ich kaufe immer noch ein Kleid. Ich hatte die Tage aber ein wenig anderweitig zu tun.

La Madeleine ignoriert mich nach wie vor. Warum das so ist, ist mir eigentlich ziemlich egal, so wichtig sind die nun auch wieder nicht, dass ich mir darüber ernsthafte Gedanken mache. Sie können mir

1. gar nichts am Zeug flicken.

Was auch immer ich gesagt habe, das ist bestenfalls grober Unfug. Vielleicht hab ich auch noch eine kleine Beleidigung mit reingemogelt, aber das war es auch schon. Sollten sie mich dafür verklagen, dürfte ihnen aber auch klar sein, dass ich ihnen ein paar Dinge aufs Butterbrot schmiere, die sie sicher nicht so gern hören möchten. Schon gar nicht öffentlich, und diese Verhandlung, wenn es denn eine geben sollte, wird wohl kaum unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Mit welcher Begründung denn? Und sollte ihnen das immer noch nicht klar sein, dann werde ich sie schon daran erinnern.

2. gar keinen anderen Ärger machen.

Glaubt ihr ernsthaft, ich ärgere mich noch darüber? Als ob ich keine anderen Sorgen hätte… Nö, das ist bloß ein kleines Gesellschaftsspiel am Rande, das ich spiele, wenn mir mal langweilig ist. Das hat Zeit, und ich hab gar kein Interesse, da mit aller Gewalt eine Menge Kraft und Nerven zu investieren. Warum denn? Das rennt doch nicht weg. Das erledigt sich im Zuge meiner anderen Aktivitäten ganz von allein. Ich hab doch noch das ganze Jahr Zeit, um meine Prophezeiung wahr zu machen. Das pressiert überhaupt nicht.

3. mal dankbar sein, dass ich ihnen eine kurze Verschnaufpause lasse. Frau i.A. wird noch früh genug ihren persönlichen Albtraum wieder im Mailkasten haben. Momentan denke ich über eine kurze Abwesenheit nach, also wäre das kein so gutes Timing, jetzt dort Stress zu machen, wenn ich ohnehin zwischenzeitlich nicht erreichbar bin.

Was da bei denen intern los ist, ist so spannend nun wirklich nicht. Entweder ist M. online wirklich nur eine Garage mit zwei Schreibtischen, wo irgendwelche Pauschalkräfte stundenweise auf Bananenkartons hocken und versuchen, E-Mails zu beantworten – das, was die da zusammenkopieren, könnte man sicher auch automatisieren, dafür braucht man heute niemanden mehr. Das hätte dann sogar den Vorteil, halbwegs fehlerfrei zu sein.

Oder Frau i.A. hat das wirklich weitergeleitet und man will jetzt ein Exempel statuieren. Frei nach der Devise: wo kommen wir denn da hin, wenn wir uns von solch dreckigen Rothäuten, ähm, Verzeihung, Terroristen, ähm, nein, Insolventen, ähm, wie jetzt, was jetzt, ich glaub, ich bin grad ein wenig verwirrt… Also, ja, jedenfalls lassen wir uns doch von denen hier nicht die Spielregeln diktieren. Wo kommen wir denn da hin?

Und mir ist das doch total egal, was die glauben, wo die hinkommen. Ich weiß doch, wo ich die hinhaben will. Und zwar ins Rampenlicht. Jaja. Ich will, dass alle die sehen, und dass alle ganz genau erkennen können, was die so machen. Das will ich. Da mache ich auch gar kein Hehl draus. Im Gegensatz zu denen hab ich nämlich gar nichts zu verbergen. Ich glaube nämlich nicht, dass ich irgendwelchen Dreck am Stecken hab – und ich finde ja diese Sprüche immer so… ihgitt. Ich frag mich, wer sich das eigentlich ausgedacht hat. Ich jedenfalls nicht. Ich finde im Gegenteil, dass die immer ganz tief blicken lassen. Das sind Aussagen von geradezu Freudschen Ausmaßen.

Das Spieglein an der Wand interessiert sich für Freudsche Aussagen offenbar auch nicht. Auch gut. Das nehme ich doch huldvoll lächelnd zur Kenntnis. Momentan haben wir ja, wie gesagt, wirklich dringenderes zu tun, als uns hier um solche Nebensächlichkeiten zu kümmern. Alles zu seiner Zeit.

Vermutlich haben die hier mal reingeguckt und festgestellt, dass das alles viel zu krass für ihre Leser ist. Und wenn man das so etwa 10-15 Mal durch den Flauschig-Weichspüler zieht, ist ja nun nicht mehr so viel davon übrig. Und es kapiert auch niemand mehr, worum es eigentlich geht. Also hat der Spiegel natürlich kein Interesse an der Story. Kann er ja gar nicht, muss sich ja auch nach der Decke strecken. Ist ja schließlich nicht blöd, der Spiegel.

Und sollte der Spiegel doch noch mal durchs Schlüsselloch gelinst haben, wird er vermutlich festgestellt haben, dass sich das hier alles zunehmend verzettelt. Ziemlich wirres Zeug, das alles hier. Da sieht ja nun keiner mehr durch. Die hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank – man weiß ja noch nicht mal, wie viele das hier eigentlich sind. Alles so ziemlich ohne Sinn und Verstand.

Tja, und auch das ist mir so ziemlich egal. Ob anderen das nun klar ist oder nicht, ich bin mir sehr wohl im Klaren darüber, was ich tue, und es gibt sogar einen Plan. Den ich natürlich nicht jedem auf die Nase binde, ich bin ja noch zu retten. Zur Abwechslung arbeitet die Zeit mal für mich, und ich finde das ausgesprochen beruhigend. Und kommt Zeit, kommt Rat. Wobei mir ein bisschen Knete ja lieber wäre, gute Ratschläge sind zwar auch willkommen, aber ich glaub, ich blicke ganz gut durch.

Man hat mir schon vieles vorgeworfen, nur das nicht: bisher ist noch niemand auf die Idee gekommen, mir einen Mangel an Verstand oder sinnloses Gelaber zu unterstellen. Nicht ernsthaft. Größenwahn, Überheblichkeit und Arroganz waren da häufiger im Spiel. Allerdings hab ich die dann meist in die Schublade „Kleingeister“ eingetütet.

Chumana

Gerupfte Hühner

Neulich ist doch tatsächlich einer über den Tag Paranoide Wahnvorstellungen hier gelandet. Ob der danach gesucht hat? Sollte uns das zu denken geben? Machen wir was falsch? Na, eigentlich ist uns das ziemlich egal, wir machen sowieso, was wir wollen. 😉

Auch neulich hat meine Vermieterin angerufen. Und am Ende waren wir uns wieder mal einig, dass die Welt zwar nicht gleich untergeht, aber dass es momentan ziemlich schlecht aussieht. Und dass uns eigentlich gar nicht so viel passieren kann – ich wohne nämlich in einem Bauernhaus. Ich war für Kaninchen. Meine Vermieterin fand das keine gute Idee, die muss man nämlich schlachten. Und dabei durfte sie als Kind nie zugucken.

Ich schon, allerdings hatten wir keine Kaninchen, sondern Hühner. Das ist praktischer, die legen auch noch Eier. Und ich fand das als Kind immer voll spannend, wie die Hühner ohne Kopf noch laufen können. Die sehen doch gar nicht mehr, wo sie hinlaufen. Ich finde das auch immer voll spannend, wie Leute auf sowas reagieren. Die meisten fangen an, ganz fürchterlich zu zetern. Wie kann man denn den armen Kindern sowas zumuten?

Also, ich fand das damals gar nicht unzumutbar, im Gegenteil, das sind die wenigen Dinge aus meiner Kindheit, an die ich mich ganz gern erinnere. Das war eigentlich recht spaßig. Der Rest eher nicht so. Und ich verstehe immer nicht so ganz, wie Leute mit wachsender Begeisterung Fleisch essen können, aber jedesmal, wenn es ans Schlachten geht, schon in der Theorie die Totalkrise proben.

Ich will ja nicht behaupten, dass ich jetzt mal eben schnell ganz locker flockig ein Huhn köpfen würde. Nö, glaub ich jetzt auch eher nicht so. Aber wenn ich einen Fisch fange, dann kann ich den töten, ich kann den schuppen und ausnehmen, und ich denke mal, ein Huhn rupfen krieg ich auch noch hin, wenn mir jemand sagt, wie. Und eigentlich ist es total albern, dann zu behaupten, ich könnte kein Huhn töten. Warum nicht? Was ist an einem Huhn so anders als an einem Fisch?

Ich finde auch die Aussage immer sehr lustig, dass die Leute heute angeblich niemals nicht töten könnten. Nein, nein, nein.

Ach, wirklich? Ist ja interessant. Ich frag mich immer, zu welcher Spezies die eigentlich gehören, Mensch kann das ja nun nicht sein. Der Mensch ist schon seit deutlich mehr als drei Millionen Jahren physisch dazu ausgestattet, andere Lebewesen zu töten, und genauso lange tut er das auch. Er hat auch nie damit aufgehört, bis heute nicht. Im Gegenteil, das Töten hat heute ganz andere Dimensionen angenommen.

Aber wenn es um Hühner geht, dann machen sich plötzlich alle ins Hemd. Ich versteh das gar nicht. Aber ich frühstücke jetzt erstmal, vielleicht ist das ja mit vollem Magen einfacher zu kapieren. Bei Lidl – jaja, die Schleichwerbung – gibt es übrigens einen total leckeren Ziegenkäse. Kann ich wärmstens empfehlen.

Chumana

Lagebericht – nicht verwechseln ;)

Da ich nach wie vor nicht so sehr gern Selbstgespräche führe, werde ich mal wieder eine … ‚wohlverdiente? Häh? Ja, verstanden.‘ … Okay, sehr wohlverdiente Pause einlegen. Andere Blogs sind nicht ganz so gesprächig. Und ich hab ja nun wahrlich noch mehr zu tun, als meine geneigten Leser zu unterhalten. Auch wenn das langsam aber sicher immer mehr werden – stay tuned, es lohnt sich! Hinter den Kulissen passiert ja auch noch was.

So langsam kristallisieren sich Sachen heraus… Sachen… Sachen, sag ich euch. Dinge, davon träumt ihr. Wie schon von Anfang an prophezeit, brauch ich nur noch Knete. Alles andere steht mittlerweile. Und wie das steht, mein lieber Herr Gesangsverein. 🙂

Nein, ein Narr, wer Böses dabei denkt. Wir sind ganz artig und lieb. Meistens.

Ähm ja… wie denn nun?

Okay: H. Oder so.

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