Frontbericht

Die Ruhe vor dem Sturm oder Das Schweigen im Walde?

Damit niemand denkt, ich hätte vergessen, worum es hier eigentlich geht: Dem ist nicht so. Ich kaufe immer noch ein Kleid. Ich hatte die Tage aber ein wenig anderweitig zu tun.

La Madeleine ignoriert mich nach wie vor. Warum das so ist, ist mir eigentlich ziemlich egal, so wichtig sind die nun auch wieder nicht, dass ich mir darüber ernsthafte Gedanken mache. Sie können mir

1. gar nichts am Zeug flicken.

Was auch immer ich gesagt habe, das ist bestenfalls grober Unfug. Vielleicht hab ich auch noch eine kleine Beleidigung mit reingemogelt, aber das war es auch schon. Sollten sie mich dafür verklagen, dürfte ihnen aber auch klar sein, dass ich ihnen ein paar Dinge aufs Butterbrot schmiere, die sie sicher nicht so gern hören möchten. Schon gar nicht öffentlich, und diese Verhandlung, wenn es denn eine geben sollte, wird wohl kaum unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Mit welcher Begründung denn? Und sollte ihnen das immer noch nicht klar sein, dann werde ich sie schon daran erinnern.

2. gar keinen anderen Ärger machen.

Glaubt ihr ernsthaft, ich ärgere mich noch darüber? Als ob ich keine anderen Sorgen hätte… Nö, das ist bloß ein kleines Gesellschaftsspiel am Rande, das ich spiele, wenn mir mal langweilig ist. Das hat Zeit, und ich hab gar kein Interesse, da mit aller Gewalt eine Menge Kraft und Nerven zu investieren. Warum denn? Das rennt doch nicht weg. Das erledigt sich im Zuge meiner anderen Aktivitäten ganz von allein. Ich hab doch noch das ganze Jahr Zeit, um meine Prophezeiung wahr zu machen. Das pressiert überhaupt nicht.

3. mal dankbar sein, dass ich ihnen eine kurze Verschnaufpause lasse. Frau i.A. wird noch früh genug ihren persönlichen Albtraum wieder im Mailkasten haben. Momentan denke ich über eine kurze Abwesenheit nach, also wäre das kein so gutes Timing, jetzt dort Stress zu machen, wenn ich ohnehin zwischenzeitlich nicht erreichbar bin.

Was da bei denen intern los ist, ist so spannend nun wirklich nicht. Entweder ist M. online wirklich nur eine Garage mit zwei Schreibtischen, wo irgendwelche Pauschalkräfte stundenweise auf Bananenkartons hocken und versuchen, E-Mails zu beantworten – das, was die da zusammenkopieren, könnte man sicher auch automatisieren, dafür braucht man heute niemanden mehr. Das hätte dann sogar den Vorteil, halbwegs fehlerfrei zu sein.

Oder Frau i.A. hat das wirklich weitergeleitet und man will jetzt ein Exempel statuieren. Frei nach der Devise: wo kommen wir denn da hin, wenn wir uns von solch dreckigen Rothäuten, ähm, Verzeihung, Terroristen, ähm, nein, Insolventen, ähm, wie jetzt, was jetzt, ich glaub, ich bin grad ein wenig verwirrt… Also, ja, jedenfalls lassen wir uns doch von denen hier nicht die Spielregeln diktieren. Wo kommen wir denn da hin?

Und mir ist das doch total egal, was die glauben, wo die hinkommen. Ich weiß doch, wo ich die hinhaben will. Und zwar ins Rampenlicht. Jaja. Ich will, dass alle die sehen, und dass alle ganz genau erkennen können, was die so machen. Das will ich. Da mache ich auch gar kein Hehl draus. Im Gegensatz zu denen hab ich nämlich gar nichts zu verbergen. Ich glaube nämlich nicht, dass ich irgendwelchen Dreck am Stecken hab – und ich finde ja diese Sprüche immer so… ihgitt. Ich frag mich, wer sich das eigentlich ausgedacht hat. Ich jedenfalls nicht. Ich finde im Gegenteil, dass die immer ganz tief blicken lassen. Das sind Aussagen von geradezu Freudschen Ausmaßen.

Das Spieglein an der Wand interessiert sich für Freudsche Aussagen offenbar auch nicht. Auch gut. Das nehme ich doch huldvoll lächelnd zur Kenntnis. Momentan haben wir ja, wie gesagt, wirklich dringenderes zu tun, als uns hier um solche Nebensächlichkeiten zu kümmern. Alles zu seiner Zeit.

Vermutlich haben die hier mal reingeguckt und festgestellt, dass das alles viel zu krass für ihre Leser ist. Und wenn man das so etwa 10-15 Mal durch den Flauschig-Weichspüler zieht, ist ja nun nicht mehr so viel davon übrig. Und es kapiert auch niemand mehr, worum es eigentlich geht. Also hat der Spiegel natürlich kein Interesse an der Story. Kann er ja gar nicht, muss sich ja auch nach der Decke strecken. Ist ja schließlich nicht blöd, der Spiegel.

Und sollte der Spiegel doch noch mal durchs Schlüsselloch gelinst haben, wird er vermutlich festgestellt haben, dass sich das hier alles zunehmend verzettelt. Ziemlich wirres Zeug, das alles hier. Da sieht ja nun keiner mehr durch. Die hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank – man weiß ja noch nicht mal, wie viele das hier eigentlich sind. Alles so ziemlich ohne Sinn und Verstand.

Tja, und auch das ist mir so ziemlich egal. Ob anderen das nun klar ist oder nicht, ich bin mir sehr wohl im Klaren darüber, was ich tue, und es gibt sogar einen Plan. Den ich natürlich nicht jedem auf die Nase binde, ich bin ja noch zu retten. Zur Abwechslung arbeitet die Zeit mal für mich, und ich finde das ausgesprochen beruhigend. Und kommt Zeit, kommt Rat. Wobei mir ein bisschen Knete ja lieber wäre, gute Ratschläge sind zwar auch willkommen, aber ich glaub, ich blicke ganz gut durch.

Man hat mir schon vieles vorgeworfen, nur das nicht: bisher ist noch niemand auf die Idee gekommen, mir einen Mangel an Verstand oder sinnloses Gelaber zu unterstellen. Nicht ernsthaft. Größenwahn, Überheblichkeit und Arroganz waren da häufiger im Spiel. Allerdings hab ich die dann meist in die Schublade „Kleingeister“ eingetütet.

Chumana

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