Liebe Magdalena

ich bastele grad weiter an dem Buch, das ist ja eine Sauarbeit, die ganzen Sachen zu kopieren – außerdem lese ich andauernd. Das ist so spannend, das heute mit Abstand zu betrachten.

Das hab ich gerade gefunden, das muss ich mal kommentieren*:

Und jetzt muss ich wirklich mal meinen Tamás verteidigen. Du hast ja vollkommen recht mit deinen Worten, aber Tamás hat wirklich, wirklich absolut gar nichts mit Warrington zu tun. Das war eine Wendung in der Geschichte, die er selbst nicht vorhergesehen hat. Er ist am nächsten Tag wirklich wieder in das Gefängnis spaziert und ich glaube, da ist ihm ganz schön die Kinnlade heruntergefallen. An Warrington ist er nicht schuld. Er will Eiran schließlich selbst zerstören, da braucht er niemand anderen zu. Eiran ist der Erste seit langer Zeit, an dem Tamás sich die Finger schmutzig machen möchte. Sonst schickt er immer seine Helfer vor, das stimmt schon, aber um Eiran will er sich selbst kümmern. Und so ein Kaliber wie Warrington ist er wirklich nicht. Und diese Menschen benutzt er auch nicht für seine Ziele, ganz so tief ist mein Lieber nicht gesunken.

Tja, das denkst du. Und deshalb schreibst du es auch so. Aber ich denke ganz was anderes, bei mir würde das auch durchschimmern, selbst wenn ich Tamás genau dasselbe machen lassen würde.

Tamás hat sogar sehr viel mit dem Auftauchen von Warrington zu tun. Tamás hat Kraft – Lebenskraft, es ist völlig Banane, dass er tot ist, dass Vampire tot sind, ist eine Lüge, das ist nur Tarnung. Und Lebenskraft ist auch magische Kraft, und das bedeutet, die haben die alle drei. Aber bei dir ist sich dessen keiner so richtig bewusst, nur Tamás ein bisschen – er ist sehr viel mehr Katze, als dir bewusst ist. Er denkt nicht darüber nach, was er ist und was er tut – er tut es einfach. Aber ein Vampir, der nicht weiß, dass er magische Fähigkeiten hat? Was ist das denn?

Und er startet deshalb so sehr auf Eiran ab, weil der noch mehr Kraft hat als er selbst. Wenn Eiran wüsste, was er tut, dann hätte Tamás gar keine Chance. Und Warrington hat nur gestohlene Kraft, wie Tamás ja auch. Der ernährt sich von der Furcht und dem Schmerz anderer. Daraus bezieht er seine Energie. Tamás macht das direkter, wie alle Vampire, der saugt gleich das Leben aus. Letzten Endes ist das aber dasselbe, Tamás‘ Art ist nur perfider – zuerst gibt er Eiran ja Kraft, scheinbar zumindest. Aber das ist nur eine Illusion – was er ihm gibt, das ist Bewusstsein, durch den unerwarteten Biss und den Schmerz macht er ihn wacher, als er es jemals war. Er lässt ihn seine eigene Kraft spüren – das ist überhaupt nicht Tamás‘ Kraft, Tamás hat keine Kraft, nicht mal einen Körper, das ist nur Illusion, der besteht in Wahrheit nur noch aus Bewusstsein. Nur Lebende haben einen Körper, das kannst du mir getrost glauben. Wer was anderes behauptet, lügt.

Auch wenn das alles noch gar nicht so richtig raus ist bei deiner Story, ich weiß jetzt schon, dass er kein Stück besser ist als Warrington, er ist der perfekte Spiegel für ihn. Er ist die Kehrseite der Medaille. Und wenn Warrington 400 Jahre Langeweile hätte, dann würde der irgendwann auch mal sowas wie Geschmack entwickeln. Aber in Wahrheit ist Tamás genauso ein eitler Fatzke wie Warrington, das ist alles nur ein bisschen ausgefeilter. Warrington benimmt sich wie ein Tamás in Windeln. Nein, er ist Tamás – als Kleinkind. Und Mutti ist ziemlich geschmacklos…

Und ich weiß, dass dir das gar nicht gefällt, du magst ihn ja irgendwie. Aber wenn du das tust, musst du auch Warrington akzeptieren, das ist die reale Seite von Tamás. Wenn Eiran das tun soll, was du ihm zugedacht hast – nämlich im vollen Bewusstsein dessen, was Tamás ist, ihm folgen – dann aber auch richtig. Das ist das, was er verbirgt, das, was er nicht zeigt – das Monster, das du immer nicht sehen willst. Alle drei – auch Fionnlagh gehört ja dazu – sind Seiten von Eiran selbst, er könnte all das sein. Fionnlagh ist er schon fast, er muss nur noch wachsen, klüger, reifer werden. Und Tamás ist der Teufel, der ihn versucht, der Verführer, der ihn auf die dunkle Seite ziehen will. Aber sein wahres Gesicht, das, was er in der Realität ist, das ist nun mal Warrington. Aber von allen vieren ist Eiran trotzdem der Stärkste, er ist das Zentrum, um das sich alles dreht. Er ist der Einzige, der lebt, der Einzige, der keine Illusion ist. Fionnlagh ist nämlich ein Besucher aus der Zukunft… 😉

So sieht das (Kräfte)verhältnis bei mir aus. Und deshalb ist es so, dass das als Nächstes geschieht, was derjenige von den Beteiligten will, der den stärksten – und fokussiertesten – Willen hat. Dem am meisten bewusst ist, was er will. Das ist anfangs ganz klar Tamás. Dummerweise weiß er aber gar nicht, was er will. Er will Eiran selbst zerstören? Unsinn, in Wahrheit liebt er Eiran, er bewundert ihn, er beneidet ihn, er will ihn um gar keinen Preis zerstören, damit zerstört er sich selbst, jedwede Hoffnung – es ist Hoffnung, die dem ganzen Vampirprinzip zugrunde liegt, die wollen eigentlich Leben. Aber da Vampirismus am Ende immer auf Selbstzerstörung hinausläuft – die wollen ja immer auch sterben, das ist alles völlig widernatürlich, die sind des toten Lebens auf Kosten anderer sowas von überdrüssig, die wollen sterben, und das übertragen sie dann auf andere -, will Tamás, dass Eiran zerstört wird.

Da es aber gelogen ist, dass er das selbst tun will, muss jemand anderes das tun: Warrington. Der tut mit Eiran ganz real das, was Tamás mit ihm irreal tut: er vergewaltigt ihn, um ihm Angst zu machen, um ihm Schmerzen zuzufügen – um ihn zu schwächen, damit er sich nicht befreien kann. Ein lebendes Kaltes Buffet. Warrington ist ganz genau wie Tamás, das ist seine andere Seite, die reale Seite von Tamás. So sieht er in dieser Welt aus – gar nicht gut. Faszinierend und reizvoll ist das nur so lange, wie man nicht sieht, was er tut. Oder besser, sehen kann man das, das tust du ja auch. Aber du fühlst es nicht wirklich, du verschließt dich vor dem Schmerz. Ich nicht. Und Eiran auch nicht. Der erträgt den stellvertretend für dich. Jaja, meine Liebe, hab ich dich wieder ertappt…

Es gibt ja nun jede Menge Vampire, die in der Realität ihr Unwesen treiben, nur dass die niemand als solche erkennt und niemand sieht, was sie tun. Aber meine Physiotherapeutin, die weiß das auch. Die hat mir da Beispiele erzählt von Leuten, die Energie saugen. Und sie sagt, die Schlimmsten sind die, die nicht wissen, was sie tun, denen das gar nicht bewusst ist. Von einer alten Omi hat sie erzählt, eine kleine, schmächtige Person. Nach der Behandlung war sie – die Therapeutin natürlich, und die hat eine Menge Kraft – total platt. Ich meinte bloß: klar, Vampir. Und sie hat überhaupt nicht gezuckt und rumgewundert – natürlich ist ihr auch klar, dass das Vampire sind.

Die übelste, die ich kenne, ist die Oberpsychologin meiner alten Firma. Als ich das erste Mal bei der war, war ich da drin die ganze Zeit ganz verspannt und irgendwie hart – und innerlich, emotional total zu. Die hat mir dann zwei Stunden irgendwas über meine Azubis erzählt. Als ich die Tür hinter mir zugemacht hab, war das erste, was mir durch den Kopf schoss: Scheiße, ein Vampir. Und damals hab ich überhaupt noch nicht in diesen Begriffen gedacht, nicht in der Realität. Aber ich war völlig erschöpft nach dem Gespräch. Und das ging mir jedesmal so, die saugt wirklich Energie ab, jedesmal, wenn die mit jemandem spricht. Und die macht jeden fertig, der ihr da den dicken Daumen zeigt – mein schizophrener Azubi zum Beispiel. Den hat sie zwangseingewiesen. Damit konnte sie mir auch gleich noch einen reinwürgen, die wusste genau, dass mich das zutiefst treffen würde, wenn die den ein halbes Jahr vor der Prüfung wegsperrt. Tja, eine ganz nette Frau. Und die wird von ganz vielen wirklich aufrichtig gehasst, sowohl von Azubis als auch Ausbildern – was ihr aber Spaß zu machen scheint. Andererseits ist sie aber auch andauernd krank, vermutlich gibt es zu viele, die ihr Paroli bieten – und dann wird sie krank, wenn sie nicht saugen kann.

Ja, und so tief ist dein Tamás wirklich nicht gesunken, der weiß auch nicht, was er tut. Diese andere Untote aber schon, die weiß das ganz genau, davon bin ich überzeugt. Das ist eine von den ganz üblen – und die suchen sich natürlich mit Vorliebe den Psychologenberuf aus, das passt perfekt. Und niemand kann ihnen was, schlimmstenfalls müssen die selbst in Therapie – das machen die mit links, die saugen den Therapeuten einfach aus und spielen fröhlich mit ihm Katz und Maus. Genau wie Tamás. Die, die wissen, was sie tun, sind in dem Job vollkommen unangreifbar.

So, zwischendurch hatte ich schon längst weitergelesen…

Au weia, ich bin so egoistisch. Das ist nicht mehr schön. Was mir immer wieder auffällt ist, dass mich die meiste Zeit die Realität so gar nicht interessiert. Nur meine Innenwelten. Andauernd ignoriere ich, wenn du mir irgendwas aus der Realität erzählst. Besonders wenn es aus deiner ist. Es tut mir leid…
Entschuldigend kann ich da nur sagen, dass ich natürlich immer wieder große Schwierigkeiten damit hab. Und dass mich die Realitäten von anderen manchmal zutiefst ängstigen, die sind so scheiße. Das hat mit dir nichts zu tun, da übertrage ich das bloß, mit deinem Universum kann ich sehr gut leben, das ist bei mir gleich um die Ecke.

Im Grunde stecke ich die ganze Zeit schon in der Krise. Ich habe dich gebraucht, und du bist im Forum aufgetaucht, so einfach ist das. Und ich habe dich natürlich die ganze Zeit missbraucht, als Therapeutin. Ich hab dir das ja schon ein paarmal gesagt, und natürlich hab ich da ein total schlechtes Gewissen, weil ich dich nicht gefragt hab – ich hab das einfach gemacht. Und natürlich weiß ich, dass du meinen Verführungskünsten nichts entgegenzusetzen hast – genausowenig wie Eiran Tamás, kein Wunder, dass du immer diese Assoziation hast.

Aber ich hab ja am Anfang auch so vieles noch gar nicht gewusst. Ich bin beim Lesen gerade da, wo ich dem Oberteufel auf die Schliche gekommen bin – und es ist total witzig, wie das alles funktioniert. Ich schreibe da Sachen, die schon ganz klar sagen, was los ist. Aber wirklich klar war mir das zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht, ich konnte das emotional noch gar nicht an mich ranlassen. Das kam erst viel, viel später, jetzt erst. Und es kommt immer häppchenweise, immer so viel, wie ich gerade so verkraften kann. Und jedesmal denke ich – und bin davon felsenfest überzeugt – das ist jetzt alles, mehr kann unmöglich noch kommen…

Und mir geht gerade durch den Kopf, wie obererbärmlich ich das finde, was die holde Psychologie dazu vom Stapel lässt. Das ist sowas von minderbemittelt und krank und verlogen, das spottet aus meiner Sicht wirklich jeder Beschreibung. Aber wenn man mal in Betracht zieht, dass die Chefpsychologin des größten Berufsbildungswerkes der Bundesrepublik – eine kirchliche Einrichtung, wohlbemerkt – ein waschechter Vampir ist, und dass der Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses Köln, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie keinen schlechten Warrington abgibt, nur dass er sein Gesicht hinter einer Komödiantenmaske verbirgt…
„Willkommen bei der Alexianer Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH“ – ach, nix von wegen Krankenhaus, DAS ist also das wahre Gesicht, eine Verwaltungsgesellschaft. Sowas aber auch.

„Die Alexianer Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH vereint Angebote und Dienstleitungen im Gesundheitswesen an den Standorten  Aachen, Hörstel, Kraiburg, Krefeld, Köln, Münster und im Landkreis Diepholz.“ – Ja, ein ganzer Großkonzern. Und das ist garantiert überall dasselbe Spiel, so wie bei meinem alten Arbeitgeber, das ist genau dasselbe, nur evangelisch. Auch ein Riesengebilde aus irgendwelchen gemeinnützigen Tochtergesellschaften. Gemeinnützig zockt ja dann schön staatliche Förderungen ab.

„Das Rückgrat des Handelns bildet die Alexianer-Brüdergemeinschaft, ein traditionsreicher katholischer Krankenpflegeorden.“ Ach so, Brüder sind das. Ganz warmherzige, vermute ich mal. Und natürlich eine eingeschworene Gemeinschaft, das sind die immer, die halten zusammen, was das Zeug hält.

Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte. Die Katholen sind die Scheinheiligen, die Evangelen werden von Vampiren beherrscht. Und ich finde das irgendwie sehr einleuchtend – wenn ich mal so den Blick schweifen lasse, könnte das durchaus immer, zumindest sehr oft, zutreffen. Und wenn die Kirche nicht der größte Verbrecher(geheim)bund aller Zeiten ist, dann weiß ich gar nichts. Und die haben Krankenhäuser unter ihrer Fuchtel, Schulen, Ausbildungsstätten, Altenpflege – alles, wo man wunderbar Menschen abzocken, manipulieren und missbrauchen kann. Menschen, die in Not sind, die Halt suchen, die Hilfe brauchen und die dort in der Opferrolle ausgebildet werden, damit dann später andere von der Sorte es leichter haben, sie weiterhin zu manipulieren und zu versklaven – ein Fest für üble Kreaturen. Und Kirchens sind die ersten, die sofort schreien: was, (sexueller) Missbrauch? Aber bei uns doch nicht – O-Ton mein alter Arbeitgeber. Dass die Internatserzieher ohne anzuklopfen bis in die Dusche gelatscht kommen, um eine(m) Transvestiten bei der Körperpflege zuzugucken, ist natürlich vollkommen harmlos. Und das ist keineswegs ein Einzelfall.

Überhaupt ist Missbrauch ein völliges Tabuthema in den kirchlichen Einrichtungen… Und dann bekommst du als Mitarbeiter scheinheiligerweise Informationsbroschüren ausgehändigt, wo drinsteht, dass es in solchen Einrichtungen, besonders denen, wo es eine Vollzeitunterbringung gibt, in ich glaub über 40% der Fälle sexuellen Missbrauch gibt. Nachgewiesenermaßen, das war erschreckend. Und die Dunkelziffer ist grantiert noch viel höher – unsere Einrichtung war da zum Beispiel nicht dabei. Aber bei Kirchens werden die Mitarbeiter ja dermaßen verheizt, um nicht zu sagen missbraucht, dass sie unter einem solchen Arbeits- und psychischen Druck stehen, dass man entweder solche Broschüren gar nicht liest oder nur kurz überfliegt und beiseitelegt – man hat ja gar keine Zeit dafür. Und selbst wenn man sich die nimmt – man hat selbst dort mit so viel Scheiße zu kämpfen, dass man gar nicht mehr die Kraft hat, sich auch noch mit der Scheiße von anderen auseinanderzusetzen. Zumal jeder, der den Mund aufmacht und das ausspricht, sofort von allen plattgemacht wird – die Kollegen wollen das auch nicht hören.

Nein, es gibt ja da einen in der Abteilung, der auch alles angrapscht, was das Opfer-Etikett auf der Stirn hat, inclusive meiner Person. Oh, was würde das für böses Blut in der Abteilung geben… Und man würde anfangen, jedem auf die Finger zu gucken – und das will natürlich keiner. Weil ja alle weggeschaut haben. Weil viele indirekt beteiligt sind. Niemand wollte das sehen, und die eine Azubine, die sich beschwert hat, wurde als Lügnerin abgestempelt. Natürlich nicht offen – ihr wurde nur nicht geglaubt, das ist ja ganz einfach, das hab ich genauso erlebt. Und zwar, als ich in einer Versammlung das böse Wort gesagt hab: Mobbing. Hach, was war das für ein Aufschrei. Zwei hielten sich raus, der Rest krakeelte. Und am lautesten natürlich die, die sich zu Recht getroffen fühlten. Und niemand wollte mir auch nur ein Wort glauben – was für ein Zufall. So einfach schickt man Leute in die Isolation…

Die Azubine wurde zuerst in ihrer Gruppe gemobbt – sie war Jüdin, und da gab es zwei Nazis, allerdings war das nicht so offensichtlich. Als sie massiv wurde (das war bezeichnenderweise kurz nachdem ich die Klasse übernommen hatte, als niemand mehr da war, der ihr – passiv, versteht sich – den Mund verboten hat), ging man den Weg des geringsten Widerstandes – sie wollte weg von den Typen, in eine andere Gruppe, und sie kam weg, von heut auf morgen. Ich sollte dann das „Gruppenproblem“ klären – ich war völlig überfordert, ich war noch ganz neu, ich konnte das noch gar nicht beurteilen. Außerdem: wozu, zum Teufel, gibt es da einen psychologischen Dienst? Aber die Obervampirin hat natürlich besseres zu tun als ihre Arbeit.

Und die andere Ausbilderin stöhnte lautstark, dass meine Gruppe ja so klein und ihre so groß war. Klar, meine schrumpfte zusammen, weil ich da plötzlich frischen Wind reinbrachte – damit kamen die so gar nicht klar, denen fiel plötzlich ein, dass das nicht der Job war, den sie machen wollten – bei mir mussten die was tun und wurden nicht bloß beschäftigungstherapiert.

Der Lehrer, bei dem die meisten Angriffe stattgefunden hatten, wurde überhaupt nicht befragt – Schule ist nicht Ausbildung, die ruhen sich da fröhlich aus, das dürfen die Ausbilder ausbaden. Ich konnte die Version des Mädchens nicht bestätigen, andere wollten das nicht, bei den Azubis war sie nicht sehr beliebt, der Lehrer hätte auch nichts gesagt – der hat das ja geduldet… Ich konnte im Nachhinein auch nichts mehr bezeugen – klar waren das Nazis, aber ich war nie Zeuge von Angriffen, das Mädchen war ja weg.

Und dann kam das mit der Angrapscherei. Aber das hat ihr dann erst recht keiner geglaubt, die macht sich ja sowieso nur wichtig… Und danach wurde darüber kein Wort mehr verloren. Und ich bin sicher, sowas ist dort schon unzählige Male passiert – es redet nur keiner darüber, das wird von allen kollektiv vertuscht.

Das ist dasselbe wie mit der Schwesternschülerin bei Lütz: Niemand sagt was dagegen, obwohl sicher viele dachten, ist der eigentlich von allen guten Geistern verlassen? Eine Schülerin, hat der sie noch alle? Ich weiß sehr wohl, dass bei der geschilderten Manikerin unter normalen Umständen die Gefahr, dass da was passiert, nicht so sehr groß ist, die war ja nun eine von der lustigen Sorte. Bei Lütz gibt es nur Irre von der lustigen Sorte, die weniger lustige Kehrseite der Medaille verschweigt er ja tunlichst, die verharmlost er – fröhlich und systematisch. Aber… die Dame hatte da gerade eine ganze Kompanie aufgemischt, und die war aufgepowert ohne Ende. Und die ganze Kompanie hatte Schiss vor der. Und Verrückte sind ungemein suggestiv, da besteht immer die Gefahr, dass die Stimmung von einer Sekunde auf die andere umschlägt. 500 bis an die Zähne bewaffnete harte Jungs von der Bundeswehr gegen eine etwas zu lustige Frau – stell dir mal vor, wie die austickt, wenn der das bewusst wird.

Und dann schickt der eine kleine zarte Schwesternschülerin. Die muss sehr hart gesotten gewesen sein – oder sie hatte schlicht unglaubliches Glück. Denn eine Verrückte folgt dir nur dann treu und brav, wenn sie eigentlich gerade sehr viel Spaß hat, wenn du ihr zeigst, dass du 1. ihr nichts tun willst, dass du 2. überhaupt keine Angst vor ihr hast – und 3. eindeutig den stärkeren Willen. Das alles musst du ihr klarmachen, und zwar mit Hilfe von Körpersprache – was du laberst, glauben die keine Sekunde.

1. ist schwierig, denn es hätte ja sein können, dass die Rückverbringung in die Klinik so gar nicht in ihr Konzept eines vergnüglichen Tages passte. 2. ist auch nicht so einfach, wenn die Dame einen entscheidenden Gewichtsvorteil hat. Bleibt nur noch 3., und diese Schülerin muss eindeutig sehr viel mehr Mumm gehabt haben als ihr Chef.

Und das alles mutet dieser Wahnsinnige einer Schülerin zu. Das ist definitiv mindestens grobfahrlässig – ich finde es menschenverachtend. Das ist Machtmissbrauch vom Allerschlimmsten. Und von seinem – kirchlichen, was für ein Zufall – Arbeitgeber werden solche Machenschaften natürlich geduldet. Die sind so krank, die denken sich nicht mal was dabei, die lassen zu, dass dieser Irre sich damit auch noch in einem Buch brüstet.

Ich hab ja noch eine ganz andere Version von der Geschichte: Was, wenn der gute Herr Dr. Chefarzt Lütz ein ganz mieser Warrington ist? Wenn er da ein ganz oberübles Spielchen gespielt hat? Er selbst schreibt, dass die ganze Situation… nein, natürlich nicht sein Fehler, seiner Darstellung zufolge waren das alle, sie alle haben sich nichts dabei gedacht – nö, er hat das Denken ja nun wahrlich nicht erfunden. Und das macht er dauernd, er versteckt sich immer hinter allen, hinter Hinz und Kunz. Aber es ist doch sehr wahrscheinlich, dass die Entscheidung, die dieser Manikerin diese Flucht überhaupt erst ermöglicht hat, auf seinem höchsteigenen Mist gewachsen ist. Zumindest hat er als Chef das Ganze in jedem Falle zu verantworten. Und weil er wie alle diese Typen so abgrundtief feige ist, schickt er dann die Kleinste und Schwächste, die, die sich ja nun ganz sicher nicht traut, ihm, dem großen Herrn Chefarzt, zu widersprechen – um die Scheiße auszulöffeln, die er allen eingebrockt hat. Und dass die anderen Anwesenden dazu was sagen? Die Gefahr ist gering, die macht er ja alle zu Mitwissern. Mitschuldigen. Das ist doch ein sehr cleverer und sehr perfider Plan. Und dann weihen wir auch noch die ganze Bundesrepublik mit ein, ist das nicht lustig? Wer soll ihn da noch zur Verantwortung ziehen? Wir sind ja plötzlich alle Mitwisser, machen uns alle der kollektiven Blindheit – nein, Feigheit mitschuldig. Wirklich, toller Plan.

Woher kenne ich das bloß? Wir hatten auch eine Chefin, die jahrelang die ganze Abteilung drangsaliert und tyrannisiert hat, alle haben vor der gezittert. „Ich bitte Sie und weise an“, die war das… Aber das war so krass – und die Signale, die die Geschäftsführung sendet, sind so klar und deutlich, dass niemand was tut. Weil alle wissen: es hat keinen Sinn, du wirst auf das Härteste bestraft, die haben Mittel und Wege, und am Ende wirst du sowieso mundtot gemacht. Alle wussten das. Es ist etliche Male passiert, da wurden Leute zwangsversetzt und -degradiert und in den Ruhestand gemobbt. Und wer sich nur ein bisschen gewehrt hat, der wurde dann bei Problemen eben nur total hängengelassen – und Probleme gibt es jede Menge in so einer Einrichtung, die verursachen durch ihre grenzenlose Bosheit und Borniertheit ja andauernd welche. Die steckten mir mit Vorliebe Azubis zusammen in eine Gruppe, von der sowohl die, die die Gruppen zusammengestellt hat – das war übrigens die, die mich am schärfsten gemobbt hat -, als auch die Obervampirin wussten, dass die total polarisieren werden. Eine Schizophrene im akuten Schub – schon das allein ist völlig verantwortungslos, und Mrs. Vampir hat mir die als Essstörung mit familiären Problemen verkauft…

Und als ich dann bei Frau Chefpsychologin war – die für meine Gruppe auch noch zuständig war – weil die Situation natürlich nach wenigen Monaten völlig eskaliert ist? Ganz klar unterlassene Hilfeleistung, die hat mir jede Hilfe verweigert. Ob ich nicht in der Lage wäre, mit dem Mädchen zu reden? Mit drohendem Unterton, die weiß genau, wie man mich kriegt. Eine Drohung versteckt hinter etwas, das mich beim Ehrgeiz packt – und das andere sicher so verstehen, dass sie ihre Arbeit nicht anständig machen -, das kenne ich nur zu gut von früher. Und im Hinterkopf das Wissen, dass man gegen den Riesenscheißhaufen sowieso nicht anstinken kann. Ich hab mich über sie bei der Tyrannin beschwert – was dabei rausgekommen ist, hab ich nie erfahren, das versandete hinter den Cheftüren.

Am Ende bin ich zweimal zwangsversetzt worden, und zwar dahin, wo ich so gar nicht klarkomme, in den „Kindergarten“. Was bei einigen Kollegen als unter ihrer Würde betrachtet wird – und was bei mir definitiv über meine Kräfte geht, ich kann Leuten nicht die Nase putzen, für die an ihre diversen Pillen denken, ihnen allen Ernstes zeigen, wie man ein Blatt Papier in der Mitte durchschneidet – Azubis, nur zur Erinnerung… -, ständig aufpassen, dass die sich mit dem Cuttermesser nicht die Pulsadern aufschneiden, denen nach Anfällen trockene Schlüpfer be- und die vollgepissten entsorgen – sowas ist nun echt nicht mein Job. Ist es da aber, es gibt niemanden, der dafür zuständig ist.

Als ich dann mit den Nerven ganz am Ende war, wurde mir dann von der lieben Kollegin, die mich loswerden wollte, ein Jobangebot unter die Nase gerieben. Gekündigt wird da keiner, die haben andere Methoden. Und das fängt ganz oben an und zieht sich bis ganz unten durch. In der Abteilung war rein zufällig ein Ausbilder zuviel, und rein zufällig war ich fachlich am besten qualifiziert. Und rein zufällig waren die drei anderen Ausbilder für die Fachrichtung diejenigen, die gemobbt haben – und der Chef machte rein zufällig die Augen zu, weil wir uns ja alle so lieb haben. Und ein Narr, wer Böses dabei denkt.

Und der Herr Chefarzt Dr. Lück? Typen wie der haben das Recht und die heilige Pflicht – dass diese pöhsen Normalen das so wollen, das prangert er ja selbst in seinem „Enthüllungsroman“ an – Typen wie mich hinter den Gittern der Geschlossenen verschwinden zu lassen. Und ja, ich fühle mich verdammt bedroht, wenn ich sowas lese. Ich weiß leider nur zu genau, wie das abläuft – mein Ex-Azubi hat mir das erzählt. Und noch viele andere, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe. Drei Tage wird man mehr oder weniger ins Wachkoma gespritzt — man kriegt zwar noch mit, dass man entmündigt wird, was im Klartext heißt, dass man diese Menschen vollständig ihrer Bürgerrechte beraubt -, ist aber nicht mehr in der Lage, auch nur einen Satz geradeaus zu sprechen. Und empfindet das natürlich als hochgradig demütigend. Und ist auch dementsprechend wütend – was dann mit Fixierung bestraft wird, wenn man auch nur abwehrend einen Finger rührt. Damit alle Beteiligten gleich von Anfang an wissen, wie hier der Hase läuft.

So läuft das nun mal gerne, wo so viel Macht auf einem Haufen ist. Und gerade die Psychologen wissen doch, wie man sowas macht, die haben das ja schließlich gelernt. Und die allermeisten trauen sich niemals, sich mit denen anzulegen, weil sie von „sowas“ ja keine Ahnung haben, weil ihnen das alles unheimlich ist. Klar, ist ja auch Schwarze Magie, das war schon immer allen unheimlich, die nichts davon verstehen. Und warum Kirchens damals die Hexen verbrannt haben, ist schon klar – die wollten keine – erleuchtete – Konkurrenz bei ihren finsteren Machenschaften.

Natürlich kann man das böse Wort auch ganz weglassen, dann ist das alles eben nur ganz triviale Psychologie. Aber was glauben diese Muggel denn, was Magie ist? Nicht viel mehr als Psychologie. Allerdings von der fortgeschrittenen Sorte, ich kann ja nun eindeutig besser analysieren als die…

Und noch ein prima Link zum Thema Missbrauch, Kirche und Politik: Runder Tisch aus der Frankfurter Rundschau

* Dieser Kommentar bezieht sich auf die Kurzgeschichte „Ewigkeit“, die, wenn sie irgendwann mal fertig ist, über diesen Blog käuflich zu erwerben sein wird. Tamás ist, wie unschwer zu erraten sein dürfte, ein Vampir.

Und nein, Magdalena schwimmt nicht auf der Kommerzwelle – die weiß, was sie tut.

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Von Aalglatt bis Zwergkarnickel

Da die (zivilisierte) Welt und ich beschlossen haben, uns gegenseitig mehr oder weniger völlig zu ignorieren, ist doch tatsächlich ziemliche Ruhe eingekehrt. Klappt scheinbar immer, diese Strategie. Ich bereite mich heute schon in aller Seelenruhe darauf vor, morgen reiten zu gehen – ich will Frühling, sagte ich das eigentlich schon? -, warte… okay, ungeduldig 😉 auf das Balanceboard von Amazon und bastele weiter an diversen Konzepten.

Eine gewisse Firma mit A wie Apfel oder Angeber oder Anscheißer will einfach zu viel von den Leuten wissen, deshalb muss ich mir jetzt etwas anderes einfallen lassen. Ich muss irgendwie dringend an meinem Timing arbeiten, ich bin immer ganz entschieden zu schnell. Die hab ich auch wieder abgehängt, die kommen einfach alle nicht mit. Was kann denn ich dafür, dass ich deren Bedingungen erst morgen erfüllen werde, aber die Software heute schon brauche, damit ich morgen die Bedingungen erfüllen kann… Sowas Blödes aber auch. Warum beißen sich Katzen eigentlich immer in den eigenen Schwanz? Das ist doch irgendwie ein bisschen verrückt, oder? Und Hunde machen das auch. Firmen mit A wie… haben offenbar das gleiche Problem. Scheinbar denken die, der rennt sonst weg. Die haben einfach kein Vertrauen zu ihrem eigenen Schwanz. Und was uns der Dichter damit jetzt wieder sagen will…

Okay: Bildungs- und lernbereites Team mit Ausbilderschein und Studienanmeldung braucht rabattiertes Softwarepaket. Ist das so schwer zu begreifen? Und warum muss das Team einen Offenbarungseid leisten, um den Rabatt dann auch zu bekommen? Ich meine, ich hab das ja nun schon mal wirklich gemacht, mehr wollten die auch nicht wissen. Eher weniger, private Informationen interessierten die nicht, denen hat die Kohle gereicht. Aber Firmen mit A wollen bald auch noch wissen, mit wem man ins Bett steigt. Man schadet sich eben selbst, so gut man kann.

Wir haben nicht nur ein Gedächtnis wie ein Elefant, wir sind auch ziemlich erfinderisch, wenn es darum geht, Leuten, die sich bei uns unbeliebt gemacht haben, eins auszuwischen. Und Firmen erst… Und zu allem Überfluss sind wir auch noch viele. 🙂

Lagebericht – nicht verwechseln ;)

Da ich nach wie vor nicht so sehr gern Selbstgespräche führe, werde ich mal wieder eine … ‚wohlverdiente? Häh? Ja, verstanden.‘ … Okay, sehr wohlverdiente Pause einlegen. Andere Blogs sind nicht ganz so gesprächig. Und ich hab ja nun wahrlich noch mehr zu tun, als meine geneigten Leser zu unterhalten. Auch wenn das langsam aber sicher immer mehr werden – stay tuned, es lohnt sich! Hinter den Kulissen passiert ja auch noch was.

So langsam kristallisieren sich Sachen heraus… Sachen… Sachen, sag ich euch. Dinge, davon träumt ihr. Wie schon von Anfang an prophezeit, brauch ich nur noch Knete. Alles andere steht mittlerweile. Und wie das steht, mein lieber Herr Gesangsverein. 🙂

Nein, ein Narr, wer Böses dabei denkt. Wir sind ganz artig und lieb. Meistens.

Ähm ja… wie denn nun?

Okay: H. Oder so.

Society

Liebe Magdalena,

Da ich immer über alles noch mal eine Nacht schlafen sollte und ich sowieso noch ein paar Sachen ins Konzept einfügen will, die ich dir geschickt hatte – es wird dauern, das in dem Berg Zeugs auch nur zu finden 😉 -, folgt das noch. Aber ich glaub, wir haben jetzt das Ende der Ahnenstange (was für ein schöner Verschreiber, den lass ich) erreicht, das ergibt nämlich jetzt am meisten Sinn – mehr fällt mir dazu, glaub ich, nicht ein. 🙂

Wir gründen keinen Verlag, wir gründen einen Stamm. Das wollte ich schon immer tun, schon als kleines Kind. Naja, okay, da wollte ich den nicht gründen, da wollte ich Häuptling sein. 🙂 Später, nachdem ich mich von dem Ärger erholt hab, dass ich als Mädchen kein Häuptling sein kann, war es die Schamanin. Und da wir mittlerweile, denke ich, all das im Angebot haben – wozu ist man schließlich multipel, das muss auch Vorteile haben, sonst hätte die Natur sich das ja nicht ausgedacht – sollten wir das auch nutzen. Ich hab auch Kerle im Angebot, also kann ich doch Häuptling sein. Ist das nicht toll? 🙂 🙂 🙂

Und da es bei den Indianern ja auch nicht bloß einen Häuptling gibt und nicht nur einen Schamanen, suche ich da noch ein paar. Als Kriegshäuptling stelle ich mich freiwillig zur Verfügung, ich glaub, das kann ich ganz gut. 8) Aber da wir es hier ja nicht mit Alaska oder dem Regenwald, sondern mit dem gefährlichen Dschungel der Zivilisation zu tun haben, brauchen wir dringend noch einen Häuptling für Verträge und Finanzen und Steuern und all das Zeugs. Für Finanzen hätte ich einen, den hab ich zwar auch total verschreckt, als ich ihm das angeboten hab, und ich glaub, so ganz glaubt er mir das nicht, aber ich glaube trotzdem, wenn es das Geld zulässt, hab ich nen studierten FinanzirgendwaskeineAhnungichmerkmirsowasnie an der Hand. Und der ist sehr nett. Kenn ich zwar auch nur aus dem Internet, aber das stört mich ja nun nicht wirklich.

Ich hab viel mehr Probleme mit meinem realen Umfeld, das mal wieder mit meiner Veränderung nicht klarkommt. Solange ich lieb und nett und artig und halbwegs angepasst bin, ist ja alles okay, aber wehe, wenn sie losgelassen… Sie ist mal wieder entschieden zu krass unterwegs und erschreckt scheinbar alles, was sich im Umkreis von 50 km befindet. Sind irgendwie alle auf Tauchkurs gegangen.

Aber zurück zum Stamm: vor 10 Jahren wollte ich das schon, ich hatte auch schon ein paar Ideen. Dummerweise ist das aber damals an genau demselben Problem gescheitert: an meinem Umfeld. Das auf Tauchstation gegangen ist. Einige sind ja auch gleich ganz ersoffen. Und da die einzigen, die das leider nicht machen, meine lieben Hauptmanipulierer, sprich meine Erzeuger – manche nennen das auch Familie – sind, nahm das, wie du ja weißt, kein so gutes Ende. Natürlich weiß ich, dass ich selbst daran nicht unschuldig bin. Das ist mir sonnenklar. Aber diesmal wird das Muster sehr viel klarer – und es sieht nicht gut aus.

Dass ich während meiner Selbstständigkeit alle Freundschaften vernachlässigt hab, das ist meine Schuld, das werfe ich nun wahrlich niemandem vor. Und es gibt auch Leute, die habe ich wirklich auf Abstand gehalten, weil ich mir nicht sicher war, in welcher Beziehung die zu mir stehen wollten – oder weil ich mir sicher war, dass das nicht die Art Beziehung war, die mir so vorschwebte. Oder weil ich mal wieder… was weiß ich. Lieber ein Ende mit Schrecken oder so.

Da gibt es einen, wenn ich dessen besten Freund alle paar Jahre mal zufällig treffe, sagt der heute noch, ich soll mich doch mal wieder melden, Stefan würde sich freuen. Ist mir aber wohl zu peinlich, ich hab da ein schlechtes Gewissen, das ist wirklich ein ganz lieber, und wir waren auch mal gut befreundet… Vielleicht sollte ich es jetzt endlich mal tun, aber ich hab so viele Altlasten, ich weiß gar nicht, was ich zuerst machen soll.

In den letzten Jahren hab ich mich von buchstäblich Null wieder aufgerappelt, nur Christiane ist übrig von damals. Aber Christiane ist 25 Jahre älter als ich, hat mit ihren Reisen und ihrer Familie und ihrem Lebensgefährten genug zu tun – und somit genügend Abstand, um nicht auch die Flucht zu ergreifen wie alle anderen. Zudem ist sie eh nie da. Und egal, wie ich es auch drehe und wende, es gibt wirklich verdammt wenig Leute, die keine Angst vor mir hatten. Und wenn ich es mal ganz genau nehme… Naja, du weißt ja, wie ich darüber denke. Ist nicht gerade üppig, oder? Und irgendwie bezeichnend, dass die zwei Leute, die nicht den Schwanz eingeklemmt haben, mich gerade mal ein paar Tage kannten, bis sie sich auf mich eingelassen und mir vertraut haben. Mit dir war das ja genauso, und überleg mal, wie schnell das alles gegangen ist. Und wie es scheint, ist das übers Netz tatsächlich einfacher.

Im RL sieht das viel, viel schwieriger aus. Da sind die Hemmschwellen – und Vorurteile – offensichtlich größer. Und es werden mich mal wieder alle ganz furchtbar ungerecht finden. Okay, das haben sie für umsonst. Ich verstehe unter Freundschaft aber nicht, dass man sich umdreht und sich verpisst, wenn es wirklich ernst wird. Ich verlange ja nun nicht, dass man mir 24 Stunden am Tag Händchen hält. Eigentlich erwarte ich nur, dass man mir ab und zu mal signalisiert, dass es noch Leben in diesem Teil der Galaxis gibt. Aber das scheint bei einigen wirklich zuviel verlangt zu sein. Kommunikation ist irgendwie nicht gerade eine Stärke des zivilisierten Teils der Menschheit.

Es ist wirklich lustig, ich denke tatsächlich, der Stamm hat schon vier Angehörige, die wissen bloß noch nichts von ihrem Glück. Aber die leben zur Zeit alle noch im Internet, und ich hab keine Ahnung, wie das mit denen aus dem RL aussieht, die ich gern dabeihaben würde. Das, was ich weiß, sieht ziemlich kompliziert aus. Aber bei den Leuten aus dem Netz bin ich soweit, dass ich denke, wir müssen nur noch Informationsgleichstand herstellen. Da bin ich gerade am Erlaubnis einholen – ich schick ja nun nicht einfach so private Mails durch die Gegend, ohne zu fragen. Du kennst die beiden auch, und ich denke, wenn sie das hier lesen, wissen sie auch, dass sie gemeint sind. Und eine ahnt schon, was ich meine mit dem Stamm. Du bestimmt auch.

Dass das Ganze nonhierarchisch werden soll, das sagte ich ja schon – das ist ein Stamm. Und entgegen den landläufigen Vorstellungen, dass ein Häuptling sowas wie ein König ist, ist er das natürlich nicht. Ein Häuptling ist ein Chef, der heißt ja auch eigentlich Chief. Und dem geht es nur so lange gut, wie es dem Stamm gut geht. Trifft bei Firmen ja genauso zu, nur dass die heutigen Chiefs dafür sorgen, dass es erstmal allen anderen schlecht geht, so lange wie nur irgend möglich, schlecht und immer schlechter, so schlecht, dass sie irgendwann zusammenbrechen.

Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab. – Dakota

Indianer machen das aber gar nicht so, die machen das ganz anders, und dann funktioniert das auch. Wollen wir das nicht auch so machen? Also, ich hätte da schon Lust dazu. Ich suche noch ganz viele kleine Häuptlinge, die ein bisschen Verlag spielen wollen. Und je mehr Verantwortung und Anteil jeder Häuptling übernehmen will, umso mehr Macht und Einfluss wird er auch haben, weil er dann nämlich mehr Achtung genießt – das ist in Stämmen nun mal so. Ishmael hat das so formuliert: Give support – get support. Das Konzept ist simpel und viel älter als Asbach, aber immer noch sehr wirkungsvoll. Ist alles nur eine Frage des Vertrauens.

Und wenn wir genug kleine und große Häuptlinge zusammen haben, dann bauen wir eine Maschine: eine Buchmaschine. Wir produzieren gemeinsam Bücher am laufenden Band. Am Fließband sozusagen. Und ich bin sicher, da wir ja nicht gierig werden, werden wir die auch los. So ungefähr dachte ich mir das. 😉

Also, ich find das Konzept cool. Du auch? Und das allercoolste ist, dass wir das alles erstmal mehr oder weniger nebenbei machen können. Das vereinfacht die Dinge ungemein, finde ich. Und das reduziert den Finanzbedarf auch erheblich. Ich brauche eigentlich nur noch einen anständigen Rechner und Software, und dann könnte ich schon mal anfangen, ein paar Bücher zu machen. Zumindest können wir schon mal ausprobieren, wie wir die machen, du kennst ja meine Idee. Das müssen wir testen, ob das so geht, wie ich mir das vorstelle. Aber ich denke schon, dass das klappt – ich hab davon ja nun ein bisschen Ahnung. 😉

Ich bin so überzeugt davon, dass das geht, dass ich nicht mal ein Problem damit hab, wenn mir jemand die Idee klaut. Na und? Ich bin dafür, ganz viele kleine Stämme zu gründen, ich hab damit so gar kein Problem.

Society, crazy indeed,
hope you’re not lonely without…

us?

Chumana 😉

Ideen von Menschen und Ewigen

Liebe Magdalena,

dein Kommentar von gestern geht mir heute noch im Kopf rum, der war ja mal wieder so ein Stichwort, zu dem mir soooo viel einfällt. Und ich meine das ernst – ich meine ja immer alles ernst -, das mit der Ideenlehre in den Comics.

Das ist doch der Sandman, das ist überhaupt nichts anderes. Nein, doch, natürlich ist das was anderes, was ganz anderes sogar: das ist gelebte Ideenlehre. Die alten Griechen sind leider tot. Das waren sie auch schon immer, deshalb verschmäht Gaiman sie ja. Nicht nur, dass ihre Götter zu menschlich sind – bei Gaiman sind ja sogar die Mensch gewordenen Götter göttlicher als der griechische Olymp, das ist echt ein Witz, was sich da abspielt – ihre ganzen Lehren sind tot, die haben mit der gelebten Realität nicht das Geringste zu tun. Alles Lüge, wie mein Freund Rio zu sagen pflegte. ;)

Da fing das doch alles an, dass die Götter immer mehr von den Menschen auf einen Thron gehoben wurden, der heute verdammt nach einem Wolken-Kuckucksheim aussieht. Die Griechen haben sie vermensch(weich)licht, die Römer haben ihnen den Krieg erklärt, und dann… naja, das kennt ja nun jedes Kind, die Juden haben ihn getötet. Oder waren es die Römer? Nein, das ist auch eine Lüge, das war eine politische Entscheidung, und die haben die Juden getroffen, nicht die Römer. Die Juden haben das verlangt. Kannst du nachlesen, “The Master and Margaritha” von Bulgakov. Gibt es auch auf Deutsch, zur Abwechslung mal nicht mit kastriertem Titel, aber ich lese sowas lieber auf Englisch, das wird dem Russischen dann doch noch eher gerecht. Die deutsche Sprache ist so tot. Hart, kalt und tot. Aber jeder kriegt, was er verdient, nicht wahr?

Und du bist, was du isst, und wenn ich mir ansehe, was der Gemeine Deutsche in seinem Spatzenhirn hat, dann fällt mir nur noch eins dazu ein: ich verstehe, warum die Muslime den Genuss von Schweinefleisch verboten haben. Du nicht? Na klar, du auch, du isst ja gleich gar kein Fleisch mehr. Aber ich finde nach wie vor, dass mich ein bisschen Lachs oder Wild nicht gleich umbringt. Im Gegenteil, was uns nicht umbringt, macht uns stärker. Kraftnahrung nennen Indianer sowas. Gibt es heute übrigens zum Mittag, Lachs und Chicorree, halbiert, blanchiert und mit ein wenig Balsamico in Olivenöl gebraten, lecker, sag ich dir. ;)

Die armen Schweine können natürlich wie immer nichts dafür, die sind ja überhaupt nicht dreckig, das ist auch bloß wieder Über(t)ragung, wie der Gemeine Psychologe sagen würde – ich nenne das Schwanzneid. Es sind die Menschen – und ganz besonders die Menschen, die sich für was ganz Besonderes halten -, die dreckig sind. Die, die von den dreckigen Rothäuten reden – die dreckigen Rothäute allerdings finden, dass die Weißen 10 km gegen den Wind stinken, weil sie nie baden. Was Indianer sehr häufig tun, auch in eiskaltem Wasser, die sind ja nicht so verpimpelt.

Womit ich ja nun wieder prima die Kurve zu gestern gekriegt hab, damit fing das ja an. Into the Wild… Und die Deutschen.

„‚In die Wildnis‘ ist Penns bisher stärkster Film. Er hat in allen Rollen die richtigen Darsteller […]. Allerdings: Wer die Musik Eddie Vedders, einst Pearl Jam, nicht mag, muss weghören. Ein bisschen Stille hätte dem Film nicht geschadet.“

– Verena Lueken: FAZ (Quelle: Wiki.de)

Ach ja, die Musik Eddie Vedders… Den die gute Verena mal eben schnell für tot erklärt. Ähm, nein, natürlich nicht, aber Pearl Jam erklärt sie für tot, denn ohne Eddie gibt es Pearl Jam nicht. Nichts gegen die Jungs, aber die wissen das auch. Und Pearl Jam sind, ob es Verena nun passt oder nicht, immer noch „still alive“. Die sind einfach nicht totzukriegen. 😉

Und sie scheint auch ein wenig verwirrt zu sein: wie steht es denn mit ihr, mag sie ihn nun oder mag sie ihn nicht? Ist er ihr etwa zu laut? Das kann ja nun nicht sein, denn gerade Into the Wild ist sein bisher ruhigstes Album, und das mit Abstand, besonders zu empfehlen: the hidden track – der Film fängt damit an. Ohne Worte, die braucht er auch nicht mehr – hat er nie gebraucht, schon auf Ten nicht, und auch dort war’s, wenn ich mich recht erinnere, der hidden track. Und nix angry young man, die Zeiten sind ja nun ganz offensichtlich vorbei. Und das ist schon ganz lange so, seine Solo-Sachen waren schon immer sehr ruhig. Krach macht er nur mit Pearl Jam. Die können allerdings selbst akustisch richtig Radau machen, das ist schon wahr. Aber dass er bei Pearl Jam oft ein Schreihals ist, hat nun nichts mit der Filmmusik zu tun.

Klein Eddie ist wirklich erwachsen geworden, und das wird nie so deutlich wie in dem Film. Okay, sie hat nicht so ganz unrecht, die Stille unterstreicht den Film besonders gut. Deshalb ist das Album ja auch akustisch – und über weite Strecken ist der Film still, da gibt es viel mehr als nur das „bisschen“ Stille, das sie fordert. Aber scheinbar ist ihr diese Art Stille entschieden zu laut. Also sollte doch die Musik für sie eher eine Erleichterung sein. Ist sie nicht? Nein? Echt nicht? Warum nur?

Das Geheimnis des Films liegt in dem Kontrast, und der macht sehr deutlich, was da geschieht. Aber was besonders die Deutschen eindeutig an Eddie Vedder nicht mögen, das ist nicht die Lautstärke, damit kommt der Deutsche ganz gut klar, siehe Rammstein und Konsorten. Nein, das ist es ganz gewiss nicht. Das Problem ist, für die Deutschen ist Eddie kein richtiger Kerl. Sowas tut Mann nicht. Das ist viel zu intim.

Tja, aber für mich sind die Langen Kerls auch nichts weiter als Warmduscher.

„Überhaupt kann man einige Regieeinfälle nur für gründlich misslungen halten, insbesondere wenn sich zur rebellischen Grußkarten-Weisheit die entsprechende Bildsprache gesellt. Vielleicht fühlte sich Penn vom energischen Idealismus seines Helden einfach zu sehr angezogen, um dessen Wegen nicht auch dann noch mit Hingabe zu folgen, wenn sie in die Irre führen. Auf diese Weise hält er den inspirierenden Funken der Romantik immerhin eine Weile am Leben. Das ist nicht wenig, aber es ist nicht genug.“

– Michael Kohler: Filmdienst (Quelle: Wiki.de)

Der ist ja nun noch viel, viel besser. Dazu fällt mir nichts mehr ein außer: Danke, sehr gut, setzen, sechs. Ich versetze Sie in den Kinderwagen, da gehören Sie hin. Besser hätte ich es jetzt auch nicht formulieren können. Und für meinereiner spricht das ja nun Bände. Ganze Enzyklopädien… der Selbstherrlichkeit. Friss doch deine Katze, du Arsch.

w.z.b.w.

Chumana

PS: Wie findest du das? Ich finde das auch ziemlich verblüffend. Cumaná

Into the Wild

Sag ich was, sag ich nichts, sag ich was, sag ich nichts, sag ich was… Waaaas?

Warmduscherwarnung

Unsere Empfehlung für alle teebeutelschwingenden Esoterikmessenbesucher: duschen Sie sofort mindestens eine Stunde lang eiskalt. Grillen Sie zum Abendessen Ihre Katze und machen Sie sich aus dem Fell eine Kuscheldecke. Und dann gucken Sie morgen den Film. Er wird Ihnen nicht gefallen. Garantiert. Vielleicht erinnern Sie sich ja sogar noch an meine Worte…. Dann wird das noch böser.

Also, ich finde das wirklich total unverschämt. Da kippen die lastzugweise Chaos in mein Wohnzimmer, und dann drehen die sich um und gehen einfach weg. Was soll ich denn jetzt mit dem ganzen Krempel machen? In kleine Kistchen verpacken und in der nichtvorhandenen Schrankwand verstauen? Einfach aus dem Fenster schippen? Und wie lange, bitteschön, soll das dauern? Ich hab doch nicht das ganze Jahr Zeit. Ich dachte immer, die sind nett. Tja, Irrtum vom Amt.

Ihr habt echt nicht alle Latten am Zaun.

Ist ja schön, dass ihr nen Grand Canyon vor der Nase habt zum Abreagieren von ein paar überschüssigen Gefühlen. Wie schön für euch. Ich hab sowas aber nicht, und ich muss ganz alleine sehen, wie ich jetzt mit deren Wahnsinn klarkomme. Und das ist gar nicht nett. Und so ganz klar ist mir das mit dem Überleben noch nicht, aber Danke für den Tipp. Wie zum Henker macht der das bloß?

Guckt sie euch an, das sind die Übeltäter. Mr Cool und Mr ich-hab-ja-nun-ein-volles-Ding-an-der-Klatsche. Und Mr Cool sitzt ganz offensichtlich links. Penn macht ganz den Eindruck, als hätte er ein schlechtes Gewissen. Und als wäre ihm auch irgendwas peinlich. Ich hab den noch nie so verklemmt gesehen. Ja, mein Junge, das ist wohl doch was anderes als Dead Man Walking, oder? Da sieht auch Mystic River aus wie ein Spielzeug für Kinder. Und wie man so blöd sein kann, nach der Nummer unmaskiert aufzutreten… Das muss ja bestraft werden. Klein Eddie ist da mittlerweile um Einiges cleverer. Der ist so cool, der braucht nicht mal mehr ne Sonnenbrille zum Verstecken. Der kann das ab. Penn ganz offensichtlich nicht. Aber ein bisschen schlechtes Gewissen ist wohl das Mindeste.

Die haben sich da ja nun so richtig die Kante gegeben, alle beide. Und nein, die sind gar nicht schmerzpervers, überhaupt nicht. Jungs, ihr seid hoffnungslos irre. Wie kann man sich so etwas nur antun? Ich werd zwar noch Tage brauchen, um die ganze Symbolik zu entheddern, aber ich werde niemals so verrückt sein, mir diese ganze Breitseite anzutun. Nicht auf die Art. Ich bin ja noch zu retten.

Kleine Kinder töten, stundenlang, tagelang, wochenlang. Monate, Jahre. Sie in der Eiseskälte bei lebendigem Leibe verhungern und an Liebesentzug sterben lassen. Ihr hab sie doch nicht mehr alle. Oder denkt ihr, das merkt sowieso keiner? Denkt ihr echt, mir macht das gar nichts aus, diese ersten paar Sekunden, die Steine sprengen sollen? Habt ihr auch nur die leiseste Ahnung, wohin mich das katapultiert? Außerdem grenzt das an vorsätzliche schwere Körperverletzung. Es soll Leute geben, die sind nicht ganz richtig im Kopf, bei denen kann das schwere psychische Störungen hervorrufen. Einen Schock, von dem die sich so schnell nicht wieder erholen. Ein Glück, dass ich nicht so bin. Bei mir ist am nächsten Morgen alles wieder halbwegs gut. Zumindest im grünen Bereich. Aber für die Nacht hätte ich schon gern ne Entschädigung. Die war echt übel.

Aber ich bin ja selbst Schuld. Warum gucke ich mir sowas auch an? Ich hätte ja wissen müssen, was das wird. Die einzigen Unbekannten waren ja nun Hirsch und Penn, von dem kenn ich bloß ein paar Filme. Die sind zwar toll – aber nichts, was mich umhaut. Aber ein Soundtrack von Mr Ed hätte mir doch zu denken geben sollen. Und die Story kenne ich schon ganz lange. Und die Kombination, das konnte ja nur böses Aua werden. Hirsch ist da nur das Tüpfelchen auf dem i. Was dann aber noch einen draufsetzt – die sind irre, sagte ich das schon? Kinder, Kinder, nee… Von den Bildern mal ganz zu schweigen…

Ich kann also schlecht behaupten, ich wusste nicht, was auf mich zukommt. Und nachdem die Bild- und sonstigen Sprachen ja gleich zu Anfang geklärt sind – auf Worte hättet ihr von mir aus gern verzichten können, die sind mir gleich zu Anfang ziemlich gründlich abhanden gekommen, mir fehlt ein guter Teil der Dialoge – hätte ich mir denken können, wie das endet. Hab ich aber nicht, warum auch immer. Ich hab das alles gewaltig unterschätzt. Aber das ging ja nicht nur mir so, das ist ja nun mehr als offensichtlich.

Mir war nicht wirklich klar, dass ich das Ende wirklich nicht gebacken krieg. Und dass ich natürlich so gebannt bin, dass ich wie hypnotisiert vor der Glotze gesessen hab und gar nicht wusste, wie ich das aushalten soll. Ich meine, wie tot muss man sein, wenn einen das kalt lässt? Der Junge weiß, dass er stirbt, und der will nicht sterben, so ganz und gar und überhaupt nicht. Und dem ist sonnenklar, dass alles, was er gemacht hat, alles, was er gelernt hat, völlig für die Katz war. Alles umsonst. Und was der alles gelernt hat, das ist der Hammer für ein kleines Kind.

23? Der ist nie im Leben 23. 5. Höchstens 7. Dann haben die ihn totgespielt, der ist ein Zombie. Aber was für einer, ich hab noch nie einen so lebendigen Zombie gesehen. Und diese Kommentare… „Ich hab noch sehr deutliche Erinnerungen an das Alter…“ Ja, schon klar. Müssen wir immer so maßlos untertreiben?

„Leben ist die stärkste Rache.“ Eddie Vedder

„Chris starb lebendig.“ Sean Penn

Und der auch noch:

„Darf ich euch bekanntmachen mit meinem Freund, dem Schmerz?“ Jim Morrison

Aber ansonsten geht es uns gut, wir haben viel Spaß, alle leben noch und die Geschichte geht auch immer weiter.

Society, you’re a crazy breed
I hope you’re not lonely without me.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Treffer und versenkt.

Jungs, aufwachen. Es ist 12 Uhr mittags. High Chapparal oder so…

PS:

Wer braucht denn Fernsehen? DVD reicht doch völlig, um mal kurz into the wild abzutauchen…. Zwecks Risiken und Nebenwirkungen… Fragt doch, wen ihr wollt. Versucht es mal mit Eddie, der scheint das ganz gut gebacken zu kriegen. Ich find das immer wieder faszinierend, wie der das macht. Wahnsinn. Oder auch nicht… Ich glaub ja eher, der ist eigentlich ganz vernünftig. So blöd, wie er aussieht, ist er gar nicht. 😉 Alles nur Tarnung.

PS

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This article is about somebody who sells your blogs. I don’t find this okay, and I wanted to tell them. I found out there is no way to reach them – this must have been a temporary problem – they want to sell something, there must be a way to reach them.
Then I wanted to tell Google about this – it was an Google-Ad where I found this company. The rest you can fid in the Blog article. It is not possible to reach Google.
So I tried to reach you, because it is you, who’s image is in danger. If somebody sells you, without your knowing, I think this IS something you should know.

Cheers
Aminte

Das ging gerade an WordPress. Ich denke, die werden sich darum kümmern. Und ich finde das fair, ihnen das zu sagen. Es ist unfair, wenn andere die einfach so verscherbeln.

Google

eigenes Blog – 1,99 € mtl
http://webtagebuch.org/?gclid=CI2S99yS3Z8CFYGDzAodrjA2Hg

Das kann ja jetzt wohl alles nicht wahr sein, oder wie darf ich das verstehen? Google ist per eMail absolut nicht erreichbar? So gar nicht? Das ist ja wohl ein schlechter Witz.
Ich wollte Ihnen eigentlich nur mitteilen, dass ich über eine Abzockerfirma gestolpert bin, die bei Ihnen wirbt. Das dürfte zwar legal sein, ich finde es aber trotzdem ziemlich dreist. Denn bei WordPress hab ich auch nen Blog, und der ist kostenlos. Und das wollte ich denen mitteilen, und dabei fiel mir auf, dass die per eMail nicht erreichbar sind. Und das IST illegal.
Und dann wollte ich Ihnen das mitteilen, dass die nicht per eMail erreichbar sind und dass das illegal ist – und was stelle ich fest? Tja, SIE sind AUCH NICHT per eMail erreichbar. Na, das ist aber eine Überraschung. Sowas aber auch.
Das meinen Sie jetzt aber nicht wirklich ernst, oder?

MFG
H. R.

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Please complete and submit the form below to request a Google speaker for your upcoming event. Due to scheduling constraints, we typically will not be able to accommodate requests for Google speakers less than 1 month or more than 6 months in advance of an event. Please note that while Googlers are always excited at the chance to speak to our users, customers, and partners at events, we receive such a high volume of requests that it’s impossible for us to send a Googler to every worthwhile event. Thanks so much for your interest.

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Please enter the session type
Please enter if there will be a Q&A session
Please enter the content area of the speech
Please enter if a slide presentation is required
Please enter if press are invited
Please enter if the event is being recorded

Da ich weder willens noch bereit war, diese Informationen preiszugeben, und mich auch nicht in der Lage fühle, sämtliche toten Links unter Kontakt bei Google zu verfolgen, muss ich leider sagen, dass Google wirklich nicht per eMail erreichbar ist. Und das, wo ich doch Google Mail mal ganz gut fand. Aber ich hab ja auch gehört, dass die ihre Kunden ausspionieren und Adressen verticken. Dazu kann ich nichts sagen, aber ich finde, das mit der Erreichbarkeit spricht Bände.

Meine ehemals eher gute Meinung über Google habe ich heute revidiert. Wer kann mir einen Anbieter empfehlen? Leider hab ich eine Menge Mails, die transferiert werden müssen…

Sex haben und nicht mal erstaunt darüber sein

Fundstücke

Robots lernen in Rudeln zu jagen

Ein Beitrag ganz nach meinem Geschmack. Manche Leute merken eben gar nichts. Also muss man mit dem großen, großen Hammer immer auf den Kopp kloppen.

Danke vielmals für diesen unterhaltsamen Beitrag.

Abmahnindustrie in Schwierigkeiten

Wie soll ich das denn jetzt verstehen? Heißt das, wir kriegen Probleme mit unserem Finanzierungskonzept? 🙂 🙂 🙂

Wie schade, dass ich jetzt weg muss. Ich würde so gern weiterlesen.

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