Frontberichterstattung

Auch Frontberichte hat es hier lange nicht gegeben, also wird es mal wieder Zeit. La Madeleine liegt weiterhin auf Eis – es hat sich doch tatsächlich ein viel lohnenderes Ziel ergeben. Der heiligen Kirche, der nicht minder heiligen Psychologie und dem mittlerweile überhand nehmenden Schmierenkomödiantentum mit Doktortitel gleichzeitig ans Bein pinkeln zu können, das war einfach viel zu verlockend. Ich fürchte, mein Anwalt wird den Tag verfluchen, an dem er mich getroffen hat. Oder mich zwangseinweisen lassen, um mich vor mir selbst zu schützen. 🙂 Das hat schon irgendwie was selbstzerstörerisches. Wobei ich ja doch eher Größenwahn diagnostizieren würde.

Den Lang-lang-ist’s-her-Beitrag haben wir nicht nur an den Verlag geschickt, der das unsägliche Propagandamachwerk herausgegeben hat. Der Text ist sowohl an die Antipsychiatriebewegung, Stern, Focus, TAZ, FAZ, Titanic, Magazin, Eulenspiegel gegangen – man gönnt sich ja sonst nichts. Mal sehen, wer reagiert. Derselbe sowie Auszüge des folgenden sind außerdem an die Sklaven-Verwaltungsgesellschaft in Köln gegangen, die diesen hochwohlgeborenen Herrn in Lohn und Brot hat. Da ja über Ostern niemand von den Obrigkeiten im Hause sein dürfte – man muss ja den jüdischen Hexer zünftig hochleben lassen – hat das Pamphlet hoffentlich Zeit, sich fröhlich zu vervielfältigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der hochnäsige Herr nicht den einen oder anderen Untergebenen hat, der sich diebisch über diese Ohrfeigen freut.

Sehr geehrtes Finanzamt

Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen …

… nein, falsch, das geht nicht, das war der falsche Textbaustein, den benutzen die immer. Wir müssen uns was anderes einfallen lassen. Leider ignoriere nur ich die zivilisierte Welt, die geht mir dagegen mal wieder tierisch auf die Nerven.

Die haben mir eine Mahnung geschickt. KFZ-Steuer. Ich hab mich ja damit abgefunden, dass ich die zahlen muss, obwohl ich mich bei dem Zustand der Straßen in meiner näheren und weiteren Umbegung schon frage, wofür die die Gelder ausgeben – für Straßen offensichtlich nicht. Aber das ist ja sowieso nur eine rein rhetorische Frage – wofür die Steuern ausgegeben werden, erfährt man ja, sowie man den Fernseher einschaltet. Was ich deshalb tunlichst vermeide. Lassen wir sie doch in dem Glauben, dass das eh keiner merkt.

Man macht sich eben lächerlich, so gut man kann. Und die deutsche Journaille gleich noch mit dazu. Und das auch noch in der ersten Reihe, dafür werden unsere Rundfunk- und Fernsehgebühren verplempert – mit denen wir uns ja auch abfinden müssen, obwohl man sich schon fragt, wofür die … Lassen wir das. Das ist doch eine wirklich reife Leistung von allen Beteiligten, echt jetzt mal. Also, so derb hab ich mich meines Wissens noch nie öffentlich zum Löffel gemacht. Vermutlich muss man dafür ja Bundeskanzlerin sein.

Aber zurück zu der Mahnung. Man will von mir 3.50 Teuro Mahngebühr. Dummerweise hab ich gar keine Zahlungsaufforderung gekriegt. Und dummerweise ist das mal ganz ausnahmsweise keine faule Ausrede, die kriegt nämlich meine ehemalige Insolvenzverwalterin. Das ist so, wenn man insolvent ist. Zuerst kriegt der Verwalter das, und der schickt das dann an den Schuldner. Was man damit bezweckt, ist ein wenig unklar, denn verbummeln, ignorieren oder einfach absichtlich nicht zahlen kann man das ja auch so. Und der Verwalter hat vollkommen unnütze Arbeit – und diese armen, armen Menschen sind ja soooo überlastet. Wirklich.

Deshalb hat mir meine Insolvenztante als letzte Amtshandlung verboten, sie weiter zu belästigen. Rufen Sie mich ja nicht an. Sehen Sie gefälligst zu, wer Ihnen Fragen beantwortet (niemand, du kannst dir als Schuldner ja einen Anwalt nehmen, das ist ja ein Klacks für unsereins), dafür bin ich nicht zuständig und ich gedenke auch nicht, das zu tun. Leider finde ich den Wisch mal wieder nicht… Aber das stand da wirklich so drin. Und das hab ich auch erlebt, mehrfach, ich habe keinerlei Zweifel, dass die das ernst meint. Ihr stereotyper Leitspruch war, ist und wird es wohl auch immer bleiben: „Ich mache hier keine Rechtsberatung.“ Das ist die Antwort auf so ziemlich jede Frage, die mir jemals zu meiner Insolvenz eingefallen ist.

Und nun hat sie, da sie für mich ja nicht mehr zuständig ist, die Zahlungsaufforderung des Finanzamtes über meine KFZ-Steuer vermutlich verbummelt. Oder in Ablage P gebunkert. Oder was auch immer sie mit solchen lästigen Schreiben macht. Vermutlich dasselbe wie jeder halbwegs intelligente Mensch, der ein kleines Problem mit der ewig heiligen Ordnung der lästigen und überflüssigen Dinge hat. Egal, wohin, Hauptsache weg. Geh mir aus den Augen…

Was ich aber nun eine ziemliche Sauererei finde ist, dass ich jetzt dafür bezahlen soll, dass diese stattlich (auch der ist ja wieder zu treffend, um korrigiert zu werden, aber natürlich ist sie auch noch staatlich bestellt, aber das natürlich nur nebenbei…) bestellte Insolvenzverwalterin, die mein nicht existentes Vermögen treuhänderisch verwaltet hat, selbiges jetzt rückwirkend veruntreut. Oder wie darf ich den Sachverhalt sonst verstehen?

Zumal das nicht das erste Mal ist. Das hat sie fast jedes Jahr so gemacht – sie hat sich so lange ausgeschlafen, dass ich Säumnisgebühren zahlen durfte. Gleich im erten Jahr war das am allerbesten, da hab ich das, nachdem ich den Wisch von ihr geschickt bekommen hab, sofort bezahlt – es war ja schon überfällig. Und ein Jahr später, als dann das Finanzamt endlich auch ausgeschlafen hatte, durfte ich dann Säumniszuschlag für das ganze Jahr bezahlen. Hab das ja zu spät beglichen. Und versuch mal, das Finanzamt zu einer Rückzahlung zu bewegen… Das haben schon ganz andere versucht und sind damit gescheitert. Als nichtsnutziger Schuldner brauchst du an so etwas nicht einmal  zu denken.

Dasselbe gilt natürlich für sogenannte Insolvenzverwalter.

Es sind nur 3,50 €. Aber es geht ums Prinzip. Und lustig finde ich das nicht. Und die  angeblich 7 Millionen anderen Schuldner, die es in der Bundesrepublik gibt, sicher auch nicht – aber vermutlich ist das wieder maßlos untertrieben. Insolvenz bedeutet nicht nur, dass man mit Geld am Existenzminimum auskommen muss (was unter Umständen durchaus mehr sein kann, als andere Leute heutzutage verdienen, nicht, dass wir uns jetzt falsch verstehen, es gibt eine Menge Leute, die haben noch weniger). Nein, man muss auch noch hübsch die Schnauze halten, wenn die sowas mit dir machen. Rufen Sie mich ja nicht an…

Ich rufe aber Montag mal das Finanzamt an. Vielleicht gehe ich die auch mal besuchen. Mir ist gerade ein wenig kämpferisch zumute, ich hab die Restschuldbefreiung ja schriftlich, das befreit tatsächlich ungemein.

Frontbericht

Die Ruhe vor dem Sturm oder Das Schweigen im Walde?

Damit niemand denkt, ich hätte vergessen, worum es hier eigentlich geht: Dem ist nicht so. Ich kaufe immer noch ein Kleid. Ich hatte die Tage aber ein wenig anderweitig zu tun.

La Madeleine ignoriert mich nach wie vor. Warum das so ist, ist mir eigentlich ziemlich egal, so wichtig sind die nun auch wieder nicht, dass ich mir darüber ernsthafte Gedanken mache. Sie können mir

1. gar nichts am Zeug flicken.

Was auch immer ich gesagt habe, das ist bestenfalls grober Unfug. Vielleicht hab ich auch noch eine kleine Beleidigung mit reingemogelt, aber das war es auch schon. Sollten sie mich dafür verklagen, dürfte ihnen aber auch klar sein, dass ich ihnen ein paar Dinge aufs Butterbrot schmiere, die sie sicher nicht so gern hören möchten. Schon gar nicht öffentlich, und diese Verhandlung, wenn es denn eine geben sollte, wird wohl kaum unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Mit welcher Begründung denn? Und sollte ihnen das immer noch nicht klar sein, dann werde ich sie schon daran erinnern.

2. gar keinen anderen Ärger machen.

Glaubt ihr ernsthaft, ich ärgere mich noch darüber? Als ob ich keine anderen Sorgen hätte… Nö, das ist bloß ein kleines Gesellschaftsspiel am Rande, das ich spiele, wenn mir mal langweilig ist. Das hat Zeit, und ich hab gar kein Interesse, da mit aller Gewalt eine Menge Kraft und Nerven zu investieren. Warum denn? Das rennt doch nicht weg. Das erledigt sich im Zuge meiner anderen Aktivitäten ganz von allein. Ich hab doch noch das ganze Jahr Zeit, um meine Prophezeiung wahr zu machen. Das pressiert überhaupt nicht.

3. mal dankbar sein, dass ich ihnen eine kurze Verschnaufpause lasse. Frau i.A. wird noch früh genug ihren persönlichen Albtraum wieder im Mailkasten haben. Momentan denke ich über eine kurze Abwesenheit nach, also wäre das kein so gutes Timing, jetzt dort Stress zu machen, wenn ich ohnehin zwischenzeitlich nicht erreichbar bin.

Was da bei denen intern los ist, ist so spannend nun wirklich nicht. Entweder ist M. online wirklich nur eine Garage mit zwei Schreibtischen, wo irgendwelche Pauschalkräfte stundenweise auf Bananenkartons hocken und versuchen, E-Mails zu beantworten – das, was die da zusammenkopieren, könnte man sicher auch automatisieren, dafür braucht man heute niemanden mehr. Das hätte dann sogar den Vorteil, halbwegs fehlerfrei zu sein.

Oder Frau i.A. hat das wirklich weitergeleitet und man will jetzt ein Exempel statuieren. Frei nach der Devise: wo kommen wir denn da hin, wenn wir uns von solch dreckigen Rothäuten, ähm, Verzeihung, Terroristen, ähm, nein, Insolventen, ähm, wie jetzt, was jetzt, ich glaub, ich bin grad ein wenig verwirrt… Also, ja, jedenfalls lassen wir uns doch von denen hier nicht die Spielregeln diktieren. Wo kommen wir denn da hin?

Und mir ist das doch total egal, was die glauben, wo die hinkommen. Ich weiß doch, wo ich die hinhaben will. Und zwar ins Rampenlicht. Jaja. Ich will, dass alle die sehen, und dass alle ganz genau erkennen können, was die so machen. Das will ich. Da mache ich auch gar kein Hehl draus. Im Gegensatz zu denen hab ich nämlich gar nichts zu verbergen. Ich glaube nämlich nicht, dass ich irgendwelchen Dreck am Stecken hab – und ich finde ja diese Sprüche immer so… ihgitt. Ich frag mich, wer sich das eigentlich ausgedacht hat. Ich jedenfalls nicht. Ich finde im Gegenteil, dass die immer ganz tief blicken lassen. Das sind Aussagen von geradezu Freudschen Ausmaßen.

Das Spieglein an der Wand interessiert sich für Freudsche Aussagen offenbar auch nicht. Auch gut. Das nehme ich doch huldvoll lächelnd zur Kenntnis. Momentan haben wir ja, wie gesagt, wirklich dringenderes zu tun, als uns hier um solche Nebensächlichkeiten zu kümmern. Alles zu seiner Zeit.

Vermutlich haben die hier mal reingeguckt und festgestellt, dass das alles viel zu krass für ihre Leser ist. Und wenn man das so etwa 10-15 Mal durch den Flauschig-Weichspüler zieht, ist ja nun nicht mehr so viel davon übrig. Und es kapiert auch niemand mehr, worum es eigentlich geht. Also hat der Spiegel natürlich kein Interesse an der Story. Kann er ja gar nicht, muss sich ja auch nach der Decke strecken. Ist ja schließlich nicht blöd, der Spiegel.

Und sollte der Spiegel doch noch mal durchs Schlüsselloch gelinst haben, wird er vermutlich festgestellt haben, dass sich das hier alles zunehmend verzettelt. Ziemlich wirres Zeug, das alles hier. Da sieht ja nun keiner mehr durch. Die hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank – man weiß ja noch nicht mal, wie viele das hier eigentlich sind. Alles so ziemlich ohne Sinn und Verstand.

Tja, und auch das ist mir so ziemlich egal. Ob anderen das nun klar ist oder nicht, ich bin mir sehr wohl im Klaren darüber, was ich tue, und es gibt sogar einen Plan. Den ich natürlich nicht jedem auf die Nase binde, ich bin ja noch zu retten. Zur Abwechslung arbeitet die Zeit mal für mich, und ich finde das ausgesprochen beruhigend. Und kommt Zeit, kommt Rat. Wobei mir ein bisschen Knete ja lieber wäre, gute Ratschläge sind zwar auch willkommen, aber ich glaub, ich blicke ganz gut durch.

Man hat mir schon vieles vorgeworfen, nur das nicht: bisher ist noch niemand auf die Idee gekommen, mir einen Mangel an Verstand oder sinnloses Gelaber zu unterstellen. Nicht ernsthaft. Größenwahn, Überheblichkeit und Arroganz waren da häufiger im Spiel. Allerdings hab ich die dann meist in die Schublade „Kleingeister“ eingetütet.

Chumana

Frontbericht

Guten Tag,

unser Logistikzentrum hat die unten aufgefuehrten Artikel verschickt!

Unser Hinweis:
Sie koennen Ihr Kundenkonto jederzeit ueber „Mein Konto“
http://www.amazon.de/mein-konto einsehen und verwalten.
Ihre Bestellnummer xxx (eingegangen Februar 10, 2010)

—————————————
Bestellt  Titel                          Preis    Versandt      Zwischensumme
———————————————————————
Artikel vonAmazon.de (verkauft durch Amazon EU S.a.r.L.):
1   M Is for Magic     EUR 4,84           1 EUR 4,84
1   Neverwhere     EUR 5,90           1 EUR 5,90
1   The Story of B    EUR 12,55           1 EUR 12,55
1   Death: The Time of Your Life     EUR 9,30           1 EUR 9,30
1   Death: the high cost of li…    EUR 11,18           1 EUR 11,18
Versendet mit Deutsche Post DHL (Lieferung voraussichtlich: Februar 13,
2010).

Soviel zu: Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir mit Ihnen leider überhaupt nichts mehr zu tun haben wollen. Für Amazon scheint mein Geld nicht zu stinken – die verkaufen mir sogar ein Balance Board. Dauert bloß noch ein bisschen.

Jaaaa! Gaiman rulez. 😉

Nichts Neues an der Front

Abgesehen von allgemeiner Sprachlosigkeit hab ich wohl erstmal alle Vögel Strauß hoffnungslos verschreckt. Alle Köpfe stecken noch im Sand, und ein paar ziemlich blasse, knittrige und schlaffe Ärsche schweben in ziemlich großen Höhen. Auf jeden Fall ist der Anblick nicht gerade berauschend.

Und ich wollte mal wieder was kaufen: eine Wii. Ich muss dringend was für meine Fitness tun, und das Ding ist ja nun total genial. Freunde haben sich die gekauft, und ich war begeistert. Und wollte mir das bei eBay ersteigern, ich hab’s ja nun nicht so dicke.

Also wollte ich mich bei eBay anmelden, das muss ja nun mal sein. Für Leute mit ganz leichter Paranoia ist das natürlich schon ein bisschen zuviel, was die alles so wissen wollen, aber andererseits auch verständlich, es geht ja um Geld. Okay, ich also alles brav ausgefüllt. Und dann kam das letzte Formular: wir bitten um Verständnis… der Spruch macht mich nun schon mal gleich wieder misstrauisch. Und richtig: Schufa-Auskunft. eBay holt eine Schufa-Auskunft ein. Immerhin kann ich hoffen, dass meine „Vorstrafe“ in den nächsten Jahren dort mal gelöscht wird – aber jetzt steht das garantiert noch drin, das ist ja gerade mal ein Vierteljahr her.

Also kann ich das mit eBay auch gleich vergessen. Und ich werde irgendwie immer wütender. Ich hab das Gefühl, ich werde behandelt, als hätte ich das World-Trade-Center gesprengt. Ach nee, das waren ja Flugzeuge, ts, ts, ts…  Dabei hab ich nur irgendwann mal ne Bürgschaft unterschrieben. Und als die Firma krachen ging, da war ich schon zwei Jahre gar nicht mehr dabei, ich hatte mit diesem strunzdämlichen Konkurs überhaupt nichts zu tun.

Ich darf aber offensichtlich bei einigen Vertretern dieser tollen Gesellschaft dafür bis an mein Lebensende geradestehen. Oder soll ich vielleicht strammstehen? Und mich auch noch dafür bedanken, dass ich behandelt werde wie der letzte Terrorist? Okay, aber ich drehe den Spieß einfach um. Wie wohl Terrorist am Spieß schmecken mag? Oder waren das gar keine Terroristen? Ist mal wieder die Regierung an allem Schuld?

Tja, Fragen über Fragen. Aber ich guck mir lieber nochmal die Sandmalerei an, das ist netter.

H.

Jenseits von Eden

Sehr geehrte Frau i.A. F.

ich denke, wir hatten am Wochenende alle ein wenig Zeit zum Nachdenken. Und mir ist da so durch den Kopf gegangen, was wäre, wenn… Madeleine online nichts weiter als ein besseres Callcenter ist. Und Sie tatsächlich so gar keine Befugnisse und Kompetenzen haben. Und tatsächlich überhaupt nicht wissen, was sie mit mir anfangen sollen. Und wer und was ich bin. Was, wenn ich wirklich ein durchgeknallter Psychopath bin? Was, wenn Sie wirklich Angst haben, dass alles, was sie tun, falsch sein könnte? Was, wenn Sie mit der ganzen Situation hoffnungslos überfordert sind?
Wissen Sie was? Ich sage Ihnen, was ich an Ihrer Stelle tun würde. Ich würde mir irgendjemanden suchen, dem ich diesen ganzen Spaß aufs Auge drücken kann. Irgendjemanden, der nicht mit i.A. unterschreiben muss. Irgendjemand anderen, der dann irgendwann für die ganze Scheiße geradestehen muss, die sich aus dem Ganzen hier entwickeln wird. Und das wird sich zu einem riesengroßen Haufen Scheiße entwickeln, ich mache keine Witze. Da ist alles kein Spaß, das ist bitterer Ernst. Für mich zumindest. Ich finde es überhaupt nicht lustig, dass ich, weil ich vor vielen, vielen Jahren mal eine Bürgschaft unterschrieben habe, jetzt bis an mein Lebensende von selbsternannten Gesetzeshütern verfolgt werde. Die ja nicht mal Gesetze hüten, Selbstjustiz ist gesetzlich sogar verboten. Für mich sieht es verdammt danach aus, dass die Esel hüten. Ganze Herden davon.
Und tun Sie mir einen Gefallen: fühlen Sie sich nicht beleidigt. Wenn ich anfange, Tiernamen zu vergeben, meine ich das bestimmt nicht böse. Tiere sind nämlich die besseren Menschen. Und die anderen, Ihre Chefs zum Beispiel, das sind für mich nichts weiter als Kleine Arschlöcher. Ups, das darf ich nicht sagen, das könnte mir als Beleidigung ausgelegt werden, vergessen Sie’s. Nein, ich weiß einen besseren Namen: Abel. Das sind alles Abels. Dumme kleine Eselhirten.

MFG
Kain Witz
Das ist alles überhaupt nicht lustig. Ganz im Ernst.

Im Westen immer noch nichts Neues

So zum Wochenende dämmert mir ja noch ein drittes Szenario. Was, wenn die arme Frau i.A. ein so geprügelter Gaul ist, dass sie mit dem Problem ganz allein dasteht? Wenn sie sich gar nicht mehr traut, das überhaupt noch irgendjemandem zu erzählen? Vor allem keinem Vorgesetzten? Weil sie das vielleicht schon versucht und eine Antwort gekriegt hat, die ungefähr so geht:

Ich bitte Sie und weise an, dass Sie Probleme (die ich selbst verursacht habe, Anm. d. Autors) nicht an mich zurückdelegieren (sehen Sie gefälligst zu, wie Sie damit klarkommen, und gehen Sie mir nicht mit solchem Schwachsinn auf die Nerven, Anm. d. Red.). Ich musste sowas wirklich mal unterschreiben, damit ich auch ja nicht behaupten konnte, iA, iA, iA…, ähm, dass ich von alldem nichts gewusst hab.

Nun ja, sie tut mir wirklich leid, aber weinen tu ich trotzdem später.

Und ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode… 😉

Noch ein Frontbericht

Tja, dann haben Sie wohl ein Problem.

Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende.

MFG
H. R.

PS: Man bleibt dabei: es ist nicht möglich, rauszufinden, wer ich bin. Und was ich will. Das ist ja nun mal Pech. Und sehr, sehr bedauerlich.

You’re welcome :)

Ja, meine Liebe, unser Timing ist doch perfekt – uns trennen nur 7 Minuten. Eben hab ich in den Blog geschaut, und siehe da: Voilà. Dein erster Beitrag. Hat also geklappt. Und das macht doch gleich viel mehr Spaß.

Deine Träume sind aber leider nicht hier angekommen, das klappt noch immer nicht. Aber mich wundert das jetzt nicht so sehr, ich denke, du kannst dir vorstellen, warum ich nicht so sonderlich scharf darauf bin, das alles auch noch live und in Farbe zu erleben. In der ersten Reihe, okay, aber ich halte mir doch lieber noch die Augen zu. Es gibt da so einiges, das sieht nicht so toll aus. Finde ich. Aber du bist da ja anders, du bist wohl wirklich mutiger als ich. Bei den Dingen, auf die es ankommt.

Und die Matschbirnen? Lass mal sehen: das letzte Schreiben sieht nur oberflächlich wie eine automatische Antwort aus. Es sind wieder Textbausteine, aber diesmal wimmelt es von Fehlern – man hat sie offenbar nicht richtig zusammengesetzt. Der Ton ist auch wesentlich dringender als bei den letzten beiden Antworten. Und hinten dran hängen meine letzten beiden Mails, die haben sie also zusammen. Die erste fehlt, die sind wirklich total desorganisiert. Ich muss aber noch mal checken, ob ich vielleicht versehentlich den Kram selbst wieder zurückgeschickt hab, normalerweise lösche ich ja die alten Mails – ich mag solche Kettenbriefe nicht.

Ich hab an anderer Stelle schon prophezeit, dass die sich einen geholt haben, der ihnen sagen kann, was das alles soll. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Typen wie die das einfach so auf sich sitzen lassen – ich hab sie ja nun sehr böse herausgefordert. Noch mehr geht nicht, alles weitere wäre definitiv strafbar, das ginge dann schon in Richtung Bomben schmeißen. Und das liegt mir ja nun sowas von fern.

Sowas machen nur die pöhsen Terroristen. Und die Regierungen. Aber nur, wenn Krieg ist. Aber dazu haben sie ja schon vor langer Zeit aufgerufen, wenn ich mich recht erinnere. Seit 9/11 herrscht Krieg, weltweit, und man schmeißt auch wieder Bomben. Ganz legal. Und ein Narr, wer Böses dabei denkt.

Und ich denke, irgendwie so ist das dort auch angekommen – und eben nicht, dass es mir nur um das Kleid geht, die denken, es geht um sehr viel mehr. Und so paranoid, wie diese Typen immer sind, weil sie von sich auf andere schließen und an die Decke gehen, wenn ihnen jemand – scheinbar – mit Dingen droht, die in ihren Kreisen so beliebt sind, phantasieren die sich vermutlich wirklich noch viel mehr zusammen. Ich würde mich gar nicht wundern, wenn die tatsächlich schon Anzeige erstattet haben.

Oder auch nicht. Ich kann mir nämlich auch vorstellen, dass die Angst haben, sich lächerlich zu machen. Und dass die sich deshalb erstmal jemanden ranholen, von dem sie sich erhoffen, dass er ihnen sagt, was ich eigentlich von ihnen will. Und wozu ich fähig bin. Wenn sie schlau sind, holen sie sich einen richtigen Profiler. Aber sie sind ja nicht schlau, und deshalb mache ich mir da gar keine Sorgen. Sie sind dazu viel zu geizig, und sie unterschätzen mich. Typen wie die glauben ja nicht mal, dass es sowas wie Profiler wirklich gibt, das sind doch Hollywood-Hirngespinste. Tja, wenn sie meinen…

Sie werden sich niemals einen echten Profiler holen. Da bin ich mir völlig sicher. Der könnte ihnen nämlich genau das sagen, was sie nicht hören wollen: dass sie es sind, die paranoid sind. Dass ich nichts von alledem getan hab, was sie sich zusammenphantasieren. Dass hier auf der Anderen Seite kein wahnsinniger Psychopath sitzt, der zu allem fähig ist. Dass hier wirklich nur eine Frau sitzt, die ganz naiv nach Ablauf ihrer 6 Jahre Wohlverhaltensphase und Zustellung des Bescheides des Endes der Insolvenz ein Kleid kaufen wollte. Um sich nach 6 Jahren zum ersten Mal wieder etwas zu gönnen. Sich einen Wunsch zu erfüllen. Und der man diesen Wunsch verweigert hat.

Und ein Profiler würde sich vermutlich das Lachen sehr verkneifen müssen… Der würde nämlich ahnen, dass es das hier schon längst gibt. Dass diese Story schon längst irgendwo öffentlich ist. Und dass es eine ganze Weile dauern wird, bis die das finden. Und dass es bis dahin hier soviel Stoff  zum Nachdenken und lächerlich machen – und so viele Beweise dafür, dass das alles nur ein ziemlich makabrer Scherz ist – gibt, dass die, wenn sie das eines Tages finden, im Boden versinken werden. Falls die sowas wie ein Schamgefühl überhaupt noch kennen, was ich ja zu bezweifeln wage.

PS: Welches der vielen Systeme, die ich hier reingepackt hab, meinst du? 🙂 🙂 🙂

PPS: Und du glaubst nicht, wie glücklich ich bin, dass du es endlich hierher geschafft hast. Ich brauche dich doch, damit du ab und zu mal die Höhe checkst. Sonst hebe ich noch in Regionen ab, in die mir wieder keiner folgen kann. Du hast doch entschieden mehr Bodenhaftung als ich. 😉 Und das vereinfacht die Dinge ungemein.

PPPS: Was mich zur Zeit am meisten interessiert: was macht eigentlich das Spieglein an der Wand? Hört das nur seine eigene Schand, oder lacht sich da jemand gerade scheckig, fragen die sich immer noch, worauf das Ganze hinausläuft – oder haben die das an die Leserbriefredaktion weitergeleitet. Gemeldet haben die sich auch noch nicht. Die haben aber den Link. Und ich nehme stark an, dass die hier auch schon mal reingeschaut haben. Ich könnte mir vorstellen, das tun die täglich.

Hallo, Jungs. Man sieht sich. 😉

Ich zumindest habe hier sehr viel Spaß. Winke, winke.

Ode … oder so

Gute Nacht, meine Liebe! Die schönsten Träume mit Erinnerungsgarantie schicke ich dir heute, ehe ich mich jetzt todmüde endlich richtig ins Bett aufmache.
Morgen ist Freitag, der Tag deiner Mail. Ich warte sehnsüchtig auf eine Antwort von den Matschbirnen, wenn sie sich denn trauen. Aber sie können sich nicht für immer in ihrer Burg aus geborgtem Luxus und im-Auftrag-Arbeitern verschanzen. Irgendwann wird ihre Zugbrücke fallen und dann heißt es „Glück auf“ bei deiner Jagd.
Und der Winter wintert noch so sehr, bis es Sommer ist und warm genug, wirst du dein Kleid besitzen.
Ich mag Honig. Bin ich süß?
Kuss,
deine Magdalena, die endlich begriffen hat, wie dieses System funktioniert. Zumindest glaube ich das.
Und jetzt wirklich ins Bett.

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