Frontberichterstattung

Auch Frontberichte hat es hier lange nicht gegeben, also wird es mal wieder Zeit. La Madeleine liegt weiterhin auf Eis – es hat sich doch tatsächlich ein viel lohnenderes Ziel ergeben. Der heiligen Kirche, der nicht minder heiligen Psychologie und dem mittlerweile überhand nehmenden Schmierenkomödiantentum mit Doktortitel gleichzeitig ans Bein pinkeln zu können, das war einfach viel zu verlockend. Ich fürchte, mein Anwalt wird den Tag verfluchen, an dem er mich getroffen hat. Oder mich zwangseinweisen lassen, um mich vor mir selbst zu schützen. 🙂 Das hat schon irgendwie was selbstzerstörerisches. Wobei ich ja doch eher Größenwahn diagnostizieren würde.

Den Lang-lang-ist’s-her-Beitrag haben wir nicht nur an den Verlag geschickt, der das unsägliche Propagandamachwerk herausgegeben hat. Der Text ist sowohl an die Antipsychiatriebewegung, Stern, Focus, TAZ, FAZ, Titanic, Magazin, Eulenspiegel gegangen – man gönnt sich ja sonst nichts. Mal sehen, wer reagiert. Derselbe sowie Auszüge des folgenden sind außerdem an die Sklaven-Verwaltungsgesellschaft in Köln gegangen, die diesen hochwohlgeborenen Herrn in Lohn und Brot hat. Da ja über Ostern niemand von den Obrigkeiten im Hause sein dürfte – man muss ja den jüdischen Hexer zünftig hochleben lassen – hat das Pamphlet hoffentlich Zeit, sich fröhlich zu vervielfältigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der hochnäsige Herr nicht den einen oder anderen Untergebenen hat, der sich diebisch über diese Ohrfeigen freut.

Frontbericht

Die Ruhe vor dem Sturm oder Das Schweigen im Walde?

Damit niemand denkt, ich hätte vergessen, worum es hier eigentlich geht: Dem ist nicht so. Ich kaufe immer noch ein Kleid. Ich hatte die Tage aber ein wenig anderweitig zu tun.

La Madeleine ignoriert mich nach wie vor. Warum das so ist, ist mir eigentlich ziemlich egal, so wichtig sind die nun auch wieder nicht, dass ich mir darüber ernsthafte Gedanken mache. Sie können mir

1. gar nichts am Zeug flicken.

Was auch immer ich gesagt habe, das ist bestenfalls grober Unfug. Vielleicht hab ich auch noch eine kleine Beleidigung mit reingemogelt, aber das war es auch schon. Sollten sie mich dafür verklagen, dürfte ihnen aber auch klar sein, dass ich ihnen ein paar Dinge aufs Butterbrot schmiere, die sie sicher nicht so gern hören möchten. Schon gar nicht öffentlich, und diese Verhandlung, wenn es denn eine geben sollte, wird wohl kaum unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Mit welcher Begründung denn? Und sollte ihnen das immer noch nicht klar sein, dann werde ich sie schon daran erinnern.

2. gar keinen anderen Ärger machen.

Glaubt ihr ernsthaft, ich ärgere mich noch darüber? Als ob ich keine anderen Sorgen hätte… Nö, das ist bloß ein kleines Gesellschaftsspiel am Rande, das ich spiele, wenn mir mal langweilig ist. Das hat Zeit, und ich hab gar kein Interesse, da mit aller Gewalt eine Menge Kraft und Nerven zu investieren. Warum denn? Das rennt doch nicht weg. Das erledigt sich im Zuge meiner anderen Aktivitäten ganz von allein. Ich hab doch noch das ganze Jahr Zeit, um meine Prophezeiung wahr zu machen. Das pressiert überhaupt nicht.

3. mal dankbar sein, dass ich ihnen eine kurze Verschnaufpause lasse. Frau i.A. wird noch früh genug ihren persönlichen Albtraum wieder im Mailkasten haben. Momentan denke ich über eine kurze Abwesenheit nach, also wäre das kein so gutes Timing, jetzt dort Stress zu machen, wenn ich ohnehin zwischenzeitlich nicht erreichbar bin.

Was da bei denen intern los ist, ist so spannend nun wirklich nicht. Entweder ist M. online wirklich nur eine Garage mit zwei Schreibtischen, wo irgendwelche Pauschalkräfte stundenweise auf Bananenkartons hocken und versuchen, E-Mails zu beantworten – das, was die da zusammenkopieren, könnte man sicher auch automatisieren, dafür braucht man heute niemanden mehr. Das hätte dann sogar den Vorteil, halbwegs fehlerfrei zu sein.

Oder Frau i.A. hat das wirklich weitergeleitet und man will jetzt ein Exempel statuieren. Frei nach der Devise: wo kommen wir denn da hin, wenn wir uns von solch dreckigen Rothäuten, ähm, Verzeihung, Terroristen, ähm, nein, Insolventen, ähm, wie jetzt, was jetzt, ich glaub, ich bin grad ein wenig verwirrt… Also, ja, jedenfalls lassen wir uns doch von denen hier nicht die Spielregeln diktieren. Wo kommen wir denn da hin?

Und mir ist das doch total egal, was die glauben, wo die hinkommen. Ich weiß doch, wo ich die hinhaben will. Und zwar ins Rampenlicht. Jaja. Ich will, dass alle die sehen, und dass alle ganz genau erkennen können, was die so machen. Das will ich. Da mache ich auch gar kein Hehl draus. Im Gegensatz zu denen hab ich nämlich gar nichts zu verbergen. Ich glaube nämlich nicht, dass ich irgendwelchen Dreck am Stecken hab – und ich finde ja diese Sprüche immer so… ihgitt. Ich frag mich, wer sich das eigentlich ausgedacht hat. Ich jedenfalls nicht. Ich finde im Gegenteil, dass die immer ganz tief blicken lassen. Das sind Aussagen von geradezu Freudschen Ausmaßen.

Das Spieglein an der Wand interessiert sich für Freudsche Aussagen offenbar auch nicht. Auch gut. Das nehme ich doch huldvoll lächelnd zur Kenntnis. Momentan haben wir ja, wie gesagt, wirklich dringenderes zu tun, als uns hier um solche Nebensächlichkeiten zu kümmern. Alles zu seiner Zeit.

Vermutlich haben die hier mal reingeguckt und festgestellt, dass das alles viel zu krass für ihre Leser ist. Und wenn man das so etwa 10-15 Mal durch den Flauschig-Weichspüler zieht, ist ja nun nicht mehr so viel davon übrig. Und es kapiert auch niemand mehr, worum es eigentlich geht. Also hat der Spiegel natürlich kein Interesse an der Story. Kann er ja gar nicht, muss sich ja auch nach der Decke strecken. Ist ja schließlich nicht blöd, der Spiegel.

Und sollte der Spiegel doch noch mal durchs Schlüsselloch gelinst haben, wird er vermutlich festgestellt haben, dass sich das hier alles zunehmend verzettelt. Ziemlich wirres Zeug, das alles hier. Da sieht ja nun keiner mehr durch. Die hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank – man weiß ja noch nicht mal, wie viele das hier eigentlich sind. Alles so ziemlich ohne Sinn und Verstand.

Tja, und auch das ist mir so ziemlich egal. Ob anderen das nun klar ist oder nicht, ich bin mir sehr wohl im Klaren darüber, was ich tue, und es gibt sogar einen Plan. Den ich natürlich nicht jedem auf die Nase binde, ich bin ja noch zu retten. Zur Abwechslung arbeitet die Zeit mal für mich, und ich finde das ausgesprochen beruhigend. Und kommt Zeit, kommt Rat. Wobei mir ein bisschen Knete ja lieber wäre, gute Ratschläge sind zwar auch willkommen, aber ich glaub, ich blicke ganz gut durch.

Man hat mir schon vieles vorgeworfen, nur das nicht: bisher ist noch niemand auf die Idee gekommen, mir einen Mangel an Verstand oder sinnloses Gelaber zu unterstellen. Nicht ernsthaft. Größenwahn, Überheblichkeit und Arroganz waren da häufiger im Spiel. Allerdings hab ich die dann meist in die Schublade „Kleingeister“ eingetütet.

Chumana

Nichts Neues an der Front

Abgesehen von allgemeiner Sprachlosigkeit hab ich wohl erstmal alle Vögel Strauß hoffnungslos verschreckt. Alle Köpfe stecken noch im Sand, und ein paar ziemlich blasse, knittrige und schlaffe Ärsche schweben in ziemlich großen Höhen. Auf jeden Fall ist der Anblick nicht gerade berauschend.

Und ich wollte mal wieder was kaufen: eine Wii. Ich muss dringend was für meine Fitness tun, und das Ding ist ja nun total genial. Freunde haben sich die gekauft, und ich war begeistert. Und wollte mir das bei eBay ersteigern, ich hab’s ja nun nicht so dicke.

Also wollte ich mich bei eBay anmelden, das muss ja nun mal sein. Für Leute mit ganz leichter Paranoia ist das natürlich schon ein bisschen zuviel, was die alles so wissen wollen, aber andererseits auch verständlich, es geht ja um Geld. Okay, ich also alles brav ausgefüllt. Und dann kam das letzte Formular: wir bitten um Verständnis… der Spruch macht mich nun schon mal gleich wieder misstrauisch. Und richtig: Schufa-Auskunft. eBay holt eine Schufa-Auskunft ein. Immerhin kann ich hoffen, dass meine „Vorstrafe“ in den nächsten Jahren dort mal gelöscht wird – aber jetzt steht das garantiert noch drin, das ist ja gerade mal ein Vierteljahr her.

Also kann ich das mit eBay auch gleich vergessen. Und ich werde irgendwie immer wütender. Ich hab das Gefühl, ich werde behandelt, als hätte ich das World-Trade-Center gesprengt. Ach nee, das waren ja Flugzeuge, ts, ts, ts…  Dabei hab ich nur irgendwann mal ne Bürgschaft unterschrieben. Und als die Firma krachen ging, da war ich schon zwei Jahre gar nicht mehr dabei, ich hatte mit diesem strunzdämlichen Konkurs überhaupt nichts zu tun.

Ich darf aber offensichtlich bei einigen Vertretern dieser tollen Gesellschaft dafür bis an mein Lebensende geradestehen. Oder soll ich vielleicht strammstehen? Und mich auch noch dafür bedanken, dass ich behandelt werde wie der letzte Terrorist? Okay, aber ich drehe den Spieß einfach um. Wie wohl Terrorist am Spieß schmecken mag? Oder waren das gar keine Terroristen? Ist mal wieder die Regierung an allem Schuld?

Tja, Fragen über Fragen. Aber ich guck mir lieber nochmal die Sandmalerei an, das ist netter.

H.

You’re welcome :)

Ja, meine Liebe, unser Timing ist doch perfekt – uns trennen nur 7 Minuten. Eben hab ich in den Blog geschaut, und siehe da: Voilà. Dein erster Beitrag. Hat also geklappt. Und das macht doch gleich viel mehr Spaß.

Deine Träume sind aber leider nicht hier angekommen, das klappt noch immer nicht. Aber mich wundert das jetzt nicht so sehr, ich denke, du kannst dir vorstellen, warum ich nicht so sonderlich scharf darauf bin, das alles auch noch live und in Farbe zu erleben. In der ersten Reihe, okay, aber ich halte mir doch lieber noch die Augen zu. Es gibt da so einiges, das sieht nicht so toll aus. Finde ich. Aber du bist da ja anders, du bist wohl wirklich mutiger als ich. Bei den Dingen, auf die es ankommt.

Und die Matschbirnen? Lass mal sehen: das letzte Schreiben sieht nur oberflächlich wie eine automatische Antwort aus. Es sind wieder Textbausteine, aber diesmal wimmelt es von Fehlern – man hat sie offenbar nicht richtig zusammengesetzt. Der Ton ist auch wesentlich dringender als bei den letzten beiden Antworten. Und hinten dran hängen meine letzten beiden Mails, die haben sie also zusammen. Die erste fehlt, die sind wirklich total desorganisiert. Ich muss aber noch mal checken, ob ich vielleicht versehentlich den Kram selbst wieder zurückgeschickt hab, normalerweise lösche ich ja die alten Mails – ich mag solche Kettenbriefe nicht.

Ich hab an anderer Stelle schon prophezeit, dass die sich einen geholt haben, der ihnen sagen kann, was das alles soll. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Typen wie die das einfach so auf sich sitzen lassen – ich hab sie ja nun sehr böse herausgefordert. Noch mehr geht nicht, alles weitere wäre definitiv strafbar, das ginge dann schon in Richtung Bomben schmeißen. Und das liegt mir ja nun sowas von fern.

Sowas machen nur die pöhsen Terroristen. Und die Regierungen. Aber nur, wenn Krieg ist. Aber dazu haben sie ja schon vor langer Zeit aufgerufen, wenn ich mich recht erinnere. Seit 9/11 herrscht Krieg, weltweit, und man schmeißt auch wieder Bomben. Ganz legal. Und ein Narr, wer Böses dabei denkt.

Und ich denke, irgendwie so ist das dort auch angekommen – und eben nicht, dass es mir nur um das Kleid geht, die denken, es geht um sehr viel mehr. Und so paranoid, wie diese Typen immer sind, weil sie von sich auf andere schließen und an die Decke gehen, wenn ihnen jemand – scheinbar – mit Dingen droht, die in ihren Kreisen so beliebt sind, phantasieren die sich vermutlich wirklich noch viel mehr zusammen. Ich würde mich gar nicht wundern, wenn die tatsächlich schon Anzeige erstattet haben.

Oder auch nicht. Ich kann mir nämlich auch vorstellen, dass die Angst haben, sich lächerlich zu machen. Und dass die sich deshalb erstmal jemanden ranholen, von dem sie sich erhoffen, dass er ihnen sagt, was ich eigentlich von ihnen will. Und wozu ich fähig bin. Wenn sie schlau sind, holen sie sich einen richtigen Profiler. Aber sie sind ja nicht schlau, und deshalb mache ich mir da gar keine Sorgen. Sie sind dazu viel zu geizig, und sie unterschätzen mich. Typen wie die glauben ja nicht mal, dass es sowas wie Profiler wirklich gibt, das sind doch Hollywood-Hirngespinste. Tja, wenn sie meinen…

Sie werden sich niemals einen echten Profiler holen. Da bin ich mir völlig sicher. Der könnte ihnen nämlich genau das sagen, was sie nicht hören wollen: dass sie es sind, die paranoid sind. Dass ich nichts von alledem getan hab, was sie sich zusammenphantasieren. Dass hier auf der Anderen Seite kein wahnsinniger Psychopath sitzt, der zu allem fähig ist. Dass hier wirklich nur eine Frau sitzt, die ganz naiv nach Ablauf ihrer 6 Jahre Wohlverhaltensphase und Zustellung des Bescheides des Endes der Insolvenz ein Kleid kaufen wollte. Um sich nach 6 Jahren zum ersten Mal wieder etwas zu gönnen. Sich einen Wunsch zu erfüllen. Und der man diesen Wunsch verweigert hat.

Und ein Profiler würde sich vermutlich das Lachen sehr verkneifen müssen… Der würde nämlich ahnen, dass es das hier schon längst gibt. Dass diese Story schon längst irgendwo öffentlich ist. Und dass es eine ganze Weile dauern wird, bis die das finden. Und dass es bis dahin hier soviel Stoff  zum Nachdenken und lächerlich machen – und so viele Beweise dafür, dass das alles nur ein ziemlich makabrer Scherz ist – gibt, dass die, wenn sie das eines Tages finden, im Boden versinken werden. Falls die sowas wie ein Schamgefühl überhaupt noch kennen, was ich ja zu bezweifeln wage.

PS: Welches der vielen Systeme, die ich hier reingepackt hab, meinst du? 🙂 🙂 🙂

PPS: Und du glaubst nicht, wie glücklich ich bin, dass du es endlich hierher geschafft hast. Ich brauche dich doch, damit du ab und zu mal die Höhe checkst. Sonst hebe ich noch in Regionen ab, in die mir wieder keiner folgen kann. Du hast doch entschieden mehr Bodenhaftung als ich. 😉 Und das vereinfacht die Dinge ungemein.

PPPS: Was mich zur Zeit am meisten interessiert: was macht eigentlich das Spieglein an der Wand? Hört das nur seine eigene Schand, oder lacht sich da jemand gerade scheckig, fragen die sich immer noch, worauf das Ganze hinausläuft – oder haben die das an die Leserbriefredaktion weitergeleitet. Gemeldet haben die sich auch noch nicht. Die haben aber den Link. Und ich nehme stark an, dass die hier auch schon mal reingeschaut haben. Ich könnte mir vorstellen, das tun die täglich.

Hallo, Jungs. Man sieht sich. 😉

Ich zumindest habe hier sehr viel Spaß. Winke, winke.

Ode … oder so

Gute Nacht, meine Liebe! Die schönsten Träume mit Erinnerungsgarantie schicke ich dir heute, ehe ich mich jetzt todmüde endlich richtig ins Bett aufmache.
Morgen ist Freitag, der Tag deiner Mail. Ich warte sehnsüchtig auf eine Antwort von den Matschbirnen, wenn sie sich denn trauen. Aber sie können sich nicht für immer in ihrer Burg aus geborgtem Luxus und im-Auftrag-Arbeitern verschanzen. Irgendwann wird ihre Zugbrücke fallen und dann heißt es „Glück auf“ bei deiner Jagd.
Und der Winter wintert noch so sehr, bis es Sommer ist und warm genug, wirst du dein Kleid besitzen.
Ich mag Honig. Bin ich süß?
Kuss,
deine Magdalena, die endlich begriffen hat, wie dieses System funktioniert. Zumindest glaube ich das.
Und jetzt wirklich ins Bett.

Ode an die Schöne – oder war es das Biest?

So, meine Süße, ich hab mal einen Teil unserer Unterhaltung hierher verlagert. Ich hoffe, du verzeihst mir das. Aber wir wissen ja beide, dass gewisse Schöne immer gefordert werden müssen, damit sie vergessen, dass sie Angst haben, nicht wahr?

So wie der Rest meiner Umwelt. Es ist schon bezeichnend, die Sache mit den Reaktionen. Es ist ja nicht so, dass keiner reagiert, nein, es gibt schon ein paar Leute, die zu mir halten. Hinter den Kulissen. Oder die zumindest noch mit mir reden. Ab und zu.

Aber es ist so ziemlich genau so wie vor zehn Jahren: Vor allem öffentlich will eigentlich lieber keiner was mit mir zu tun haben, das ist irgendwie mal wieder alles… zu verrückt. Es ist egal, ob da irgendjemand mal wieder versucht, mich fertigzumachen, das ist ja alles irgendwie gar nicht so schlimm, ich übertreibe ja mal wieder maßlos. Ich sehe das alles mal wieder viel zu eng, so dramatisch ist das doch alles gar nicht.

Komisch, wie sich die Dinge wiederholen. Das kenne ich doch alles irgendwoher. Das hab ich sogar schon ein paarmal erlebt.
Und komisch, dass das von meiner Warte aus betrachtet irgendwie alles doch immer ziemlich finster aussieht. Und dass sich meine Prophezeiungen aus welchen Gründen auch immer so ziemlich alle bewahrheiten. Früher oder später. In letzter Zeit meistens früher.

Und noch komischer ist, dass ich vor vielen, vielen Jahren mal das hier in einem Buch gelesen hab:
„Wenn du die Stimme von Mutter Kultur erst einmal bewusst hörst, wie sie im Hintergrund summt und den Menschen deiner Kultur immer wieder dieselbe Geschichte erzählt, dann hörst du sie immer. Wohin du in deinem weiteren Leben auch gehst, du wirst immer versucht sein, zu den Menschen um dich zu sagen: ‚Wie könnt ihr das hören und es doch nicht durchschauen?‘ Und wenn du das fragst, werden die Menschen dich schief ansehen und sich fragen, wovon um Himmels Willen du sprichst. Anders ausgedrückt, wenn du diese Reise mit mir unternimmst, wirst du dich den Menschen deiner Umgebung entfremden – deinen Freunden, deiner Familie, deinen früheren Bekannten und so weiter.“
„Das kann ich aushalten“, sagte ich.

Ich habe es einmal ausgehalten, und ich werde es auch ein zweites Mal aushalten. Ich habe noch ganz andere Dinge ausgehalten. Das ist lächerlich. Ich hab doch dich, und du hältst das auch aus. Das hast du mir ja schon längst bewiesen. Du musst es dir nur noch selbst glauben, dann gehst du auch noch den kleinen Schritt, der dir noch fehlt.

Ansonsten werde ich jetzt erstmal meine Klappe halten, ich führe nicht so gerne Selbstgespräche. Sonst denken die Leute noch, ich bin verrückt. Und ich hab doch so Angst davor, was die Leute von mir denken könnten…

Und ich werfe dir nicht vor, dass du hier noch nicht geantwortet hast, keine Bange. Ich weiß ja, dass ich nicht ganz unschuldig daran bin, dass du keine Zeit hast. Ich weiß auch, dass du nicht den ganzen Tag Zeit hast, dir meine geistigen Ergüsse zu Gemüte zu führen, du studierst, du arbeitest, du hast Freunde, eine Familie, und eine Beziehung hast du ja auch  noch. Und eine Katze. Und ein Hobby, das auch recht zeitaufwändig ist. Und trotzdem findest du noch die Zeit, dir alle meine endlosen eMails durchzulesen. Und sogar noch darauf zu antworten. Mir ist vollkommen schleierhaft, wie du das alles schaffst.

Aber eins muss ich dir noch schnell sagen: Guck dir unbedingt Grüne Tomaten an, du wirst ihn lieben. Und ich hab mal wieder das Gefühl, du kennst den Film nicht. Ist nicht deine Generation. Aber hol dir den am Wochenende mal aus der Videothek. Oder der DVDek oder wie man das nennt.
Ich verspreche dir, du wirst Rotz und Wasser heulen. Denn wer bei dem Film nicht Rotz und Wasser heult, der hat ein Herz aus Stein. Und du wirst auch lachen, dass dir der Bauch wehtut. Wer dabei nicht lachen kann, der sollte sich einsargen lassen. Und ich verspreche Dir noch etwas: Wenn du diesen Film gesehen hast, dann wirst du auch über Hannibal den Kannibalen ein bisschen anders denken.

Abgesehen davon bin ich sicher, dass du uns beide wiedererkennen wirst. Du bist… jedenfalls nicht Towanda. Oder doch? Nein. Doch. Naja, sag selbst. Du wirst schon wissen, wer du bist.

Chumana 🙂

Zauberhafte Aussichten

Gestern kam dann doch tatsächlich noch ein Kommentar, und jemand sagte mir, dass ich in diesem Kleid ganz bezaubernd aussehen werde. Und er muss es wissen, er hat es gesehn. 😉

Natürlich nicht an mir – man will es mir ja nicht verkaufen – aber es soll Leute geben, die eine gewisse Vorstellungskraft haben. Als Grafiker hat man die eben. Ich kann das ja auch. Mir das vorstellen. Wie das dann aussieht, wenn ich das im Sommer trage… Toll, sag ich nur.

Und da ich die Absicht habe, in diesem Sommer ganz bezaubernd auszusehen, war das irgendwie keine gute Idee von La Madeleine. Immerhin wissen wir alle seit Pretty Woman, dass es gar keine gute Idee ist, einer Frau ein Kleid zu verweigern. Was Frau will, das soll Frau bekommen, und wenn Frau das Kleid auch noch dringend braucht…

Ich brauche das zwar nicht dringend, ich ticke da ein wenig anders als Julia Roberts, denke ich. Ein Abendkleid hab ich auch noch, das ist nicht mein Problem, mir fehlt eben nur ein Sommerkleid. Ich hab mir nun mal dieses in den Kopf gesetzt, und ich hab keinen Milliardär an der Angel. Also muss ich mir was einfallen lassen. Aber mir was einfallen lasse ich mir schon seit vielen Jahren hauptberuflich, das übt ungemein.

Abgesehen davon hab ich nicht das Problem von Julia. Ich halte mich nicht für Abschaum. Im Gegensatz zu gewissen Herren, die immer der Meinung sind, alles, was nicht Millionen auf dem Konto hat, ist erstens selbst Schuld und zweitens nichts wert. Ich persönlich halte diese Herren persönlich, so als Menschen, für dumm, einfach nur dumm. Matschbirnen.

Und es würde mir sehr gefallen, wenn sich herausstellen würde, dass sie nicht nur menschlich erhebliche Defizite haben. Sondern dass es auch ansonsten mit ihrer ach so tollen Cleverness gar nicht so weit her ist. Es muss nur mal jemand kommen, der sich nicht von ihnen einschüchtern lässt. Und der tatsächlich so dreist ist, einfach mal zurückzupinkeln. Weil er das vielleicht alles schon kennt, und weil ihm das Spiel schon beim ersten Mal nicht ganz so gut gefallen hat. Und weil er einen Weg gefunden hat… wie man an ein Kleid kommt, das gewisse Herren einfach so für sich behalten wollen.

Wieso bloß? Glauben die ernsthaft, das steht ihnen genausogut wie mir? Das glaube ich aber nicht. Die haben einfach nicht meine Figur. Und da ja nicht Kleider Leute machen, sondern umgekehrt ein Schuh draus wird, wird sich dieses Kleid an meiner Figur besonders gut machen. Finde ich.

Eigentlich bin ich ja gar nicht eingebildet. Aber wenn man mich herausfordert… Die Waffen der Frauen sind ja nun auch schon seit ein paar Tagen bekannt.

Aminte…

…die sich vielleicht mal wieder umtaufen sollte: Eva. Auf der Suche nach einem Feigenblatt für Adam. Die Blöße, die der sich wieder mal gibt, sieht gar nicht gut aus. Irgendwie… naja. Nicht ganz so prickelnd. Eher sehr enttäuschend. Aber das kennt man ja, Geld ist eben doch nicht alles.

PS

Es gab ja noch eine Reaktion, aber die war so lapidar, dass ich sie glatt vergessen hab. Aber da die eMails des Spiegel offenbar nicht unter nationale Sicherheit und Geheimhaltungsstufe Rot fallen – das heißt, sie verbieten mir nicht, sie unbefugt weiterzuzeigen – zieitiere ich die hier mal:

Sehr geehrte Frau R.,

vielen Dank für Ihre Zuschrift; sie wurde an unsere zuständige
Fachredaktion weitergegeben.
Sollte die Redaktion das Thema aufgreifen wollen, wird sie sich mit Ihnen
in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Mal sehen, wie das weitergeht. Ich hab ihnen den Link hier geschickt.

Oh, ich hab gerade mal wieder einen Volksbefrager verärgert. Leck mich am Arsch, hat der gerade zu mir gesagt – das hätte er wohl gern. Und das alles nur, weil ich mich nicht ausfragen lassen will von irgendwelchen Wirtschaftsinstituten, die mir nicht mal ihren Namen verraten wollen. Und schon gar nicht den desjenigen, der sie bezahlt. Nette und freundliche Mitarbeiter, die die da haben.

Bei den letzten paar Sätzen, als er ein wenig die Kontrolle über sich verloren hat, war dann auch deutlich zu hören, welcher Nationalität er angehört. Ist doch immer dasselbe: man muss sich nur weigern, nach deren Spielregeln zu spielen, und schon fällt die ganze Tünche ab – und zurück bleibt ein kleines aggressives Arschloch (das mir allen Ernstes anbietet, ihn an selbigem… okay, das ist nicht jugendfrei). Und das nur manchmal akzentfrei Deutsch spricht.

Womit ich allerdings nicht sagen will, dass ich was gegen unsere ausländischen Mitbürger hab. Ich mag es nur nicht, wenn sie mich beschimpfen.

Vogel Strauß

Im Blog selbst ist es ja immer noch sehr ruhig, aber das macht nichts, gestern war ja Montag. Montag ist immer ein Scheißtag, besonders wenn man arbeiten muss. Zumindest wenn Arbeit nicht so ganz das ist, was man sich für diesen Tag vorgestellt hat. Es soll ja Leute geben, denen ihre Arbeit Spaß macht, aber für die ist das dann ja keine Arbeit, sondern ein Vergnügen. Und das wäre ja echt entsetzlich, stellt euch das mal vor. Jeden Tag nur Spaß, von früh bis spät. Nicht auszudenken…

Oh, vielleicht sollte ich die Kategorie ändern, gerade hat das Telefon geklingelt. Wer auch immer dran war, er hat wieder aufgelegt. Paranoia? Hasch mich, ich bin der Frühling. 🙂

Aber zurück zu Vogel Strauß. Oder waren wir da noch gar nicht? Nein, aber da kommen wir hin, keine Sorge. Ich weiß schon, wo ich hin will, gebt euch da bloß keinen Illusionen hin. Ich weiß genau, was ich tue. Alles unter Kontrolle, auch wenn es für manche vielleicht nicht so aussieht.

Real gesehen gibt es bisher nur eine einzige Reaktion, die von meiner lieben L., aber die steht hier noch nicht. Okay, L. hat viel zu tun, die studiert. Ich hoffe ja, dass sie es tut und das hier reinsetzt. Der Kommentar war nämlich mal wieder ziemlich schlau. L. ist ziemlich schlau. Die studiert ja auch was mit Wirtschaft.

Aber was manche Leute so als real ansehen, interessiert mich ja nun nicht wirklich, also gibt es für mich eine ganze Menge mehr Reaktionen. Ich hab den Link nicht, wie eigentlich geplant, wild in der Gegend rumgeschickt – das ist Spam, und sowas mache ich nicht. Ich hab lediglich mein Adressbuch durchforstet und mir die rausgesucht, von denen ich denke, dass die Spaß dran haben, meine wilde Jagd zu verfolgen. Viele waren das nicht, so sehr voll ist mein Adressbuch nicht.

Die Business-Ladies haben keine Zeit für Freunde, was das angeht, erfülle ich voll das Klischee. Und da ich vor 10 Jahren einen herben Schlag einstecken musste und nach einigen Wirrungen beschlossen hab, die Selbstständigkeit vorläufig an den Nagel zu hängen, habe ich im Zuge dessen die falschen Freunde auch gleich an selbigem aufgeknüpft – so viele waren das allerdings nicht, ich war da immer sehr wählerisch. Freunde kann man sich ja aussuchen… Dann gab es noch einige Tote und Verwundete bei einer anderen Schlacht, und das Ende vom Lied ist, dass heute eigentlich nur noch zwei Leute übrig sind, die mich länger als 10 Jahre kennen.

Was bedeutet, dass niemand in meinem Umfeld versteht, was hier abgeht, weil keiner die Hintergründe kennt. Ich bin für die Leute sowas wie Terra Incognita. Und irgendwie entbehrt das nicht einer gewissen Ironie. Im Gegenteil, ich finde das sogar recht passend. Meine Vermieterin kennt mich vermutlich besser als mein derzeit bester Freund. Die hab ich vergessen, die kennt mich auch schon seit damals. Und die ist recht neugierig.

Das liegt nun nicht daran, dass ich irgendwas vor meinen besten Freunden verheimliche, so eine bin ich nicht. Im Gegenteil, ich rede immer entschieden zuviel. Findet jedenfalls mein zukünftiger Ex-Chef. Nein, mein lieber bester Freund hat irgendein Problem. Und ich fürchte, nicht mit mir. Ich befürchte ganz was anderes, aber ich bin ja auch ein bisschen paranoid. Nur ein ganz kleines bisschen. Aber das scheint schon zuviel zu sein.

Egal, jedenfalls hat er mir prophezeit, dass la Madeleine gar nichts machen wird. Weil er das nämlich so machen würde. Wenn er so ein Schreiben kriegen würde, dann würde er die ersten paar Zeilen lesen und das Ganze im Spam-Ordner versenken. Und ich habe ihm wahrgesagt, dass das der Grund ist, warum er sich niemals selbstständig machen sollte. Weil la Madeleine sich das gar nicht leisten kann, meine Mails einfach so im Spam zu versenken und Vogel Strauß zu spielen.

Wenn die nämlich den Kopf in den Sand stecken, dann recken sie den Arsch in schwindelerregende Höhen. Und das würde ich irgendwie immer keinem empfehlen, da könnten ganz seltsame Dinge mit dem Arsch passieren.

Reaktionen

Hallo L.,
was, du findest das gar nicht so lustig wie ich? Kann ich ja gar nicht verstehen… Und natürlich will ich das Kleid noch, das hab ich ja geschrieben. Ich will es, und ich werde es bekommen, egal auf welche Weise. Das hat nun mal für mich symbolische Bedeutung, und es waren diese Herrschaften, die da einen Weitpinkelwettbewerb draus gemacht haben – nicht ich. Schon lange, bevor ich diese Bestellung ausgelöst hab, haben die die Spielregeln festgelegt. Und bisher haben sich vermutlich auch alle daran gehalten, weil sie glaubten, das muss so sein.
Tja, ich glaube das nicht. Ich glaube auch nicht, wie die meisten anderen, dass ich machtlos dagegen bin – und ich bin gerade dabei, das zu beweisen.
Und Du könntest mir einen Riesen-Gefallen tun. Hast Du den Mut, das, was du mir hier per Mail geschickt hast, als Kommentar im Blog zu hinterlassen? Genau solche Kommentare brauche ich. Und ich brauche unbedingt Resonanz, ansonsten hab ich nämlich ein Problem.
Die werden das nämlich überhaupt nicht lustig finden, was ich da mache. Die werden nämlich denken, dass ich sie erpressen will. Das machen die selbst ganz gern, diese Typen, ich weiß das, ich hab es erlebt. Aber ich lasse mich nicht erpressen. Und die reagieren da bestimmt auch ziemlich allergisch, die haben sich bloß deshalb noch nicht gemeldet, weil die noch gar nicht kapiert haben, was los ist und was sie machen sollen.

Aber die kommen noch drauf, an was sie das alles erinnert, da gebe ich mich keinen Illusionen hin. Und je mehr Traffic ich bis dahin auf dem Blog habe, umso besser stehen meine Chancen, dass ich da heil rauskomme. Ohne die Öffentlichkeit habe ich keine Macht, jedenfalls können die mir dann ziemlich viel Stress machen. Aber wenn sich viele Leute in genau der Form dazu äußern, wie du das getan hast, dann kann ich dir versprechen, dass ich zur Abwechslung mal denen ziemlich viel Stress mache. Und genau darum geht es.
Okay, im Grunde geht es natürlich nur um ein Kleid. 😉

Liebe Grüße
Aminte

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