What the… 7

http://infoblogmedia.wordpress.com/2010/02/15/spiegel-online-wtc-7-wegen-branden-eingesturzt/

Ist doch immer wieder schön, das Märchen… Spieglein online, na sowas. Mit jeder Menge Weichspüler… Sag ich doch. 🙂

http://brieselangerpirat.wordpress.com/2010/02/17/kohler-hat-das-gesetz-zur-netzperre-unterzeichnet/

Der ist auch hübsch. Wer heute noch Massenmedien braucht/glaubt/kauft, ist selber schuld. Und wer heute noch Politiker braucht, ihnen glaubt und sie nicht kurzerhand kauft, der auch. Wohl als Kind mal zu heiß gebadet worden, was? Ist das eigentlich ansteckend?

Todsünden und andere Kleinigkeiten

Heute war ich mal wieder Spiegel lesen – ich kann mir ja keine Abos leisten, also muss ich den immer woanders lesen. Es gab da einen sehr interessanten Artikel über die sieben Todsünden. Ich hab herzlich gelacht, da kann man natürlich noch viel schöner drüber ablästern als über die Gebote, das gibt viel mehr her. Da geht es ja nun richtig zur Sache, das ist nicht so ein läppisches Wischiwaschi. Nein, da tobt dann richtig der Bär – wobei der im Spiegel natürlich zahm ist, keine Sorge. Die wilden haben keine Spiegel, die fischen lieber im reißenden Fluss. Und der spiegelt nun mal nicht. Der schäumt nur manchmal ein bisschen.

Ansonsten geht auch da (im Spiegel, nicht im Fluss) mehr oder weniger die Welt unter, allerdings gepflegt, duftend und weichgespült. Die eher dreckigen Wahrheiten will ja eh keiner wissen. Ich soll mich auch schon wieder überall rechtfertigen, an allen Ecken und Enden, und da ich eh schon wütend genug bin, werde ich hier mal lieber eine Weile die Klappe halten – ich red mich sonst noch um Kopf und Kragen. Oder schreibe mich um selbige. Was aber relativ egal ist, auch auf das geschriebene Wort kann man heute nichts mehr geben. Selbst das dreht dir ein geschickter Winkeladvokat in der Feder rum. No Problem.

Also bis demnächst mal.

Über den Wolken
muss die Freiheit… ich hasse den Kerl, warum fällt mir denn grad dieser Scheiß ein?

Und meine Identität behalte ich heute mal lieber für mich. Vielleicht sollte ich die auch mal überschlafen, morgen sieht die schon wieder ganz anders aus.

Frontbericht

Die Ruhe vor dem Sturm oder Das Schweigen im Walde?

Damit niemand denkt, ich hätte vergessen, worum es hier eigentlich geht: Dem ist nicht so. Ich kaufe immer noch ein Kleid. Ich hatte die Tage aber ein wenig anderweitig zu tun.

La Madeleine ignoriert mich nach wie vor. Warum das so ist, ist mir eigentlich ziemlich egal, so wichtig sind die nun auch wieder nicht, dass ich mir darüber ernsthafte Gedanken mache. Sie können mir

1. gar nichts am Zeug flicken.

Was auch immer ich gesagt habe, das ist bestenfalls grober Unfug. Vielleicht hab ich auch noch eine kleine Beleidigung mit reingemogelt, aber das war es auch schon. Sollten sie mich dafür verklagen, dürfte ihnen aber auch klar sein, dass ich ihnen ein paar Dinge aufs Butterbrot schmiere, die sie sicher nicht so gern hören möchten. Schon gar nicht öffentlich, und diese Verhandlung, wenn es denn eine geben sollte, wird wohl kaum unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Mit welcher Begründung denn? Und sollte ihnen das immer noch nicht klar sein, dann werde ich sie schon daran erinnern.

2. gar keinen anderen Ärger machen.

Glaubt ihr ernsthaft, ich ärgere mich noch darüber? Als ob ich keine anderen Sorgen hätte… Nö, das ist bloß ein kleines Gesellschaftsspiel am Rande, das ich spiele, wenn mir mal langweilig ist. Das hat Zeit, und ich hab gar kein Interesse, da mit aller Gewalt eine Menge Kraft und Nerven zu investieren. Warum denn? Das rennt doch nicht weg. Das erledigt sich im Zuge meiner anderen Aktivitäten ganz von allein. Ich hab doch noch das ganze Jahr Zeit, um meine Prophezeiung wahr zu machen. Das pressiert überhaupt nicht.

3. mal dankbar sein, dass ich ihnen eine kurze Verschnaufpause lasse. Frau i.A. wird noch früh genug ihren persönlichen Albtraum wieder im Mailkasten haben. Momentan denke ich über eine kurze Abwesenheit nach, also wäre das kein so gutes Timing, jetzt dort Stress zu machen, wenn ich ohnehin zwischenzeitlich nicht erreichbar bin.

Was da bei denen intern los ist, ist so spannend nun wirklich nicht. Entweder ist M. online wirklich nur eine Garage mit zwei Schreibtischen, wo irgendwelche Pauschalkräfte stundenweise auf Bananenkartons hocken und versuchen, E-Mails zu beantworten – das, was die da zusammenkopieren, könnte man sicher auch automatisieren, dafür braucht man heute niemanden mehr. Das hätte dann sogar den Vorteil, halbwegs fehlerfrei zu sein.

Oder Frau i.A. hat das wirklich weitergeleitet und man will jetzt ein Exempel statuieren. Frei nach der Devise: wo kommen wir denn da hin, wenn wir uns von solch dreckigen Rothäuten, ähm, Verzeihung, Terroristen, ähm, nein, Insolventen, ähm, wie jetzt, was jetzt, ich glaub, ich bin grad ein wenig verwirrt… Also, ja, jedenfalls lassen wir uns doch von denen hier nicht die Spielregeln diktieren. Wo kommen wir denn da hin?

Und mir ist das doch total egal, was die glauben, wo die hinkommen. Ich weiß doch, wo ich die hinhaben will. Und zwar ins Rampenlicht. Jaja. Ich will, dass alle die sehen, und dass alle ganz genau erkennen können, was die so machen. Das will ich. Da mache ich auch gar kein Hehl draus. Im Gegensatz zu denen hab ich nämlich gar nichts zu verbergen. Ich glaube nämlich nicht, dass ich irgendwelchen Dreck am Stecken hab – und ich finde ja diese Sprüche immer so… ihgitt. Ich frag mich, wer sich das eigentlich ausgedacht hat. Ich jedenfalls nicht. Ich finde im Gegenteil, dass die immer ganz tief blicken lassen. Das sind Aussagen von geradezu Freudschen Ausmaßen.

Das Spieglein an der Wand interessiert sich für Freudsche Aussagen offenbar auch nicht. Auch gut. Das nehme ich doch huldvoll lächelnd zur Kenntnis. Momentan haben wir ja, wie gesagt, wirklich dringenderes zu tun, als uns hier um solche Nebensächlichkeiten zu kümmern. Alles zu seiner Zeit.

Vermutlich haben die hier mal reingeguckt und festgestellt, dass das alles viel zu krass für ihre Leser ist. Und wenn man das so etwa 10-15 Mal durch den Flauschig-Weichspüler zieht, ist ja nun nicht mehr so viel davon übrig. Und es kapiert auch niemand mehr, worum es eigentlich geht. Also hat der Spiegel natürlich kein Interesse an der Story. Kann er ja gar nicht, muss sich ja auch nach der Decke strecken. Ist ja schließlich nicht blöd, der Spiegel.

Und sollte der Spiegel doch noch mal durchs Schlüsselloch gelinst haben, wird er vermutlich festgestellt haben, dass sich das hier alles zunehmend verzettelt. Ziemlich wirres Zeug, das alles hier. Da sieht ja nun keiner mehr durch. Die hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank – man weiß ja noch nicht mal, wie viele das hier eigentlich sind. Alles so ziemlich ohne Sinn und Verstand.

Tja, und auch das ist mir so ziemlich egal. Ob anderen das nun klar ist oder nicht, ich bin mir sehr wohl im Klaren darüber, was ich tue, und es gibt sogar einen Plan. Den ich natürlich nicht jedem auf die Nase binde, ich bin ja noch zu retten. Zur Abwechslung arbeitet die Zeit mal für mich, und ich finde das ausgesprochen beruhigend. Und kommt Zeit, kommt Rat. Wobei mir ein bisschen Knete ja lieber wäre, gute Ratschläge sind zwar auch willkommen, aber ich glaub, ich blicke ganz gut durch.

Man hat mir schon vieles vorgeworfen, nur das nicht: bisher ist noch niemand auf die Idee gekommen, mir einen Mangel an Verstand oder sinnloses Gelaber zu unterstellen. Nicht ernsthaft. Größenwahn, Überheblichkeit und Arroganz waren da häufiger im Spiel. Allerdings hab ich die dann meist in die Schublade „Kleingeister“ eingetütet.

Chumana

Gerupfte Hühner

Neulich ist doch tatsächlich einer über den Tag Paranoide Wahnvorstellungen hier gelandet. Ob der danach gesucht hat? Sollte uns das zu denken geben? Machen wir was falsch? Na, eigentlich ist uns das ziemlich egal, wir machen sowieso, was wir wollen. 😉

Auch neulich hat meine Vermieterin angerufen. Und am Ende waren wir uns wieder mal einig, dass die Welt zwar nicht gleich untergeht, aber dass es momentan ziemlich schlecht aussieht. Und dass uns eigentlich gar nicht so viel passieren kann – ich wohne nämlich in einem Bauernhaus. Ich war für Kaninchen. Meine Vermieterin fand das keine gute Idee, die muss man nämlich schlachten. Und dabei durfte sie als Kind nie zugucken.

Ich schon, allerdings hatten wir keine Kaninchen, sondern Hühner. Das ist praktischer, die legen auch noch Eier. Und ich fand das als Kind immer voll spannend, wie die Hühner ohne Kopf noch laufen können. Die sehen doch gar nicht mehr, wo sie hinlaufen. Ich finde das auch immer voll spannend, wie Leute auf sowas reagieren. Die meisten fangen an, ganz fürchterlich zu zetern. Wie kann man denn den armen Kindern sowas zumuten?

Also, ich fand das damals gar nicht unzumutbar, im Gegenteil, das sind die wenigen Dinge aus meiner Kindheit, an die ich mich ganz gern erinnere. Das war eigentlich recht spaßig. Der Rest eher nicht so. Und ich verstehe immer nicht so ganz, wie Leute mit wachsender Begeisterung Fleisch essen können, aber jedesmal, wenn es ans Schlachten geht, schon in der Theorie die Totalkrise proben.

Ich will ja nicht behaupten, dass ich jetzt mal eben schnell ganz locker flockig ein Huhn köpfen würde. Nö, glaub ich jetzt auch eher nicht so. Aber wenn ich einen Fisch fange, dann kann ich den töten, ich kann den schuppen und ausnehmen, und ich denke mal, ein Huhn rupfen krieg ich auch noch hin, wenn mir jemand sagt, wie. Und eigentlich ist es total albern, dann zu behaupten, ich könnte kein Huhn töten. Warum nicht? Was ist an einem Huhn so anders als an einem Fisch?

Ich finde auch die Aussage immer sehr lustig, dass die Leute heute angeblich niemals nicht töten könnten. Nein, nein, nein.

Ach, wirklich? Ist ja interessant. Ich frag mich immer, zu welcher Spezies die eigentlich gehören, Mensch kann das ja nun nicht sein. Der Mensch ist schon seit deutlich mehr als drei Millionen Jahren physisch dazu ausgestattet, andere Lebewesen zu töten, und genauso lange tut er das auch. Er hat auch nie damit aufgehört, bis heute nicht. Im Gegenteil, das Töten hat heute ganz andere Dimensionen angenommen.

Aber wenn es um Hühner geht, dann machen sich plötzlich alle ins Hemd. Ich versteh das gar nicht. Aber ich frühstücke jetzt erstmal, vielleicht ist das ja mit vollem Magen einfacher zu kapieren. Bei Lidl – jaja, die Schleichwerbung – gibt es übrigens einen total leckeren Ziegenkäse. Kann ich wärmstens empfehlen.

Chumana

Lagebericht – nicht verwechseln ;)

Da ich nach wie vor nicht so sehr gern Selbstgespräche führe, werde ich mal wieder eine … ‚wohlverdiente? Häh? Ja, verstanden.‘ … Okay, sehr wohlverdiente Pause einlegen. Andere Blogs sind nicht ganz so gesprächig. Und ich hab ja nun wahrlich noch mehr zu tun, als meine geneigten Leser zu unterhalten. Auch wenn das langsam aber sicher immer mehr werden – stay tuned, es lohnt sich! Hinter den Kulissen passiert ja auch noch was.

So langsam kristallisieren sich Sachen heraus… Sachen… Sachen, sag ich euch. Dinge, davon träumt ihr. Wie schon von Anfang an prophezeit, brauch ich nur noch Knete. Alles andere steht mittlerweile. Und wie das steht, mein lieber Herr Gesangsverein. 🙂

Nein, ein Narr, wer Böses dabei denkt. Wir sind ganz artig und lieb. Meistens.

Ähm ja… wie denn nun?

Okay: H. Oder so.

Frontbericht

Guten Tag,

unser Logistikzentrum hat die unten aufgefuehrten Artikel verschickt!

Unser Hinweis:
Sie koennen Ihr Kundenkonto jederzeit ueber „Mein Konto“
http://www.amazon.de/mein-konto einsehen und verwalten.
Ihre Bestellnummer xxx (eingegangen Februar 10, 2010)

—————————————
Bestellt  Titel                          Preis    Versandt      Zwischensumme
———————————————————————
Artikel vonAmazon.de (verkauft durch Amazon EU S.a.r.L.):
1   M Is for Magic     EUR 4,84           1 EUR 4,84
1   Neverwhere     EUR 5,90           1 EUR 5,90
1   The Story of B    EUR 12,55           1 EUR 12,55
1   Death: The Time of Your Life     EUR 9,30           1 EUR 9,30
1   Death: the high cost of li…    EUR 11,18           1 EUR 11,18
Versendet mit Deutsche Post DHL (Lieferung voraussichtlich: Februar 13,
2010).

Soviel zu: Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir mit Ihnen leider überhaupt nichts mehr zu tun haben wollen. Für Amazon scheint mein Geld nicht zu stinken – die verkaufen mir sogar ein Balance Board. Dauert bloß noch ein bisschen.

Jaaaa! Gaiman rulez. 😉

Federico

Federico: Roman: Ein Roman über Friedrich II. und seine Zeit (Taschenbuch)

von Waldtraut Lewin (Autor)

Und wenn ich mir das Cover so ansehe… Wie kann man so ein Buch so lieblos hinrotzen? Das sieht aus wie für den Grabbeltisch produziert… Wenn man Bücher nicht verkaufen, sondern verramschen will, dann sieht das so aus. Ich finde, das ist Leichenfledderei.

Aber die Stimmen sagen ja auch alles. (Quelle Amazon.de)

Der Verlag über das Buch

»Wie Macht unmoralisch macht, wie eine Folge von Mordbrennereien Geschichte macht – hier ist man live und mitleidend dabei.« Ellen Pomikalko im ›Buchmarkt‹

»Eine faszinierende Lektüre.« Audimax

»Federicos Bild leuchtet beherrschend durch der Zeiten Dunkel. Die Leuchtkraft solcher Art zu schreiben ist vielleicht das Eigentliche des Buches, es ist so unterhaltend wie gediegen. […] Ein großer Stoff, erzählt mit großem Atem.« Henryk Goldberg in der ›Jungen Welt‹ — Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

In der „Jungen Welt“ durfte man offenbar von dem Buch noch begeistert sein – und die DDR-Führung war ganz sicher nicht begeistert von Truda, der Botin. Der „Buchmarkt“ sieht da schon bedeutend schwärzer, der unmoralische Mordbrenner mit jeder Menge Selbstmitleid, der so gerne live dabei wäre – und doch immer das Beste verpasst, weil er nicht weiß, wo die Musik spielt.

Was ich selber denk und tu… Ich finde solche Aussagen ja wie immer sehr erhellend.

<Rezensionen bei Amazon>

Weil es immer etwas nervt, wenn man erst klicken muss, kopiere ich mal die aussagekräftigsten.

1.0 von 5 Sternen Entäuschent, 29. Januar 2004
Von „blondchen87“Alle meine Rezensionen ansehen
Diese Rezension stammt von: Federico. (Taschenbuch)

Nachdem ich den Text auf der Rückseite des Buches gelesen hatte, war ich gespannt, was mich erwarten würde. Ich wurde maßlos entäuscht. An sich ist es ein interessanter Stoff, den das Buch beschreibt, aber wie das Buch geschrieben ist, ist absolut sch… Schon der Anfang ist schwer zu verstehen, denn das Buch fängt im Wohnwagen einer Frau im 19. Jahrhundert an und man versteht erst mal gar nicht worum es gersde überhaupt geht. Auch wird das Buch aus verschiedenen Sichten erzählt, wobei manche Personen die Situation anders darstellen.

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Zu viel Nebel, 29. Dezember 2007
Von BeatriceAlle meine Rezensionen ansehen

Ich tue mir schwer mit einem endgültigen Urteil. Nachdem ich den 640-Seiten-Wälzer zum zweiten Mal gelesen habe, bin ich noch immer unentschieden: etwas an diesem Buch passt einfach nicht.

Worum geht es: die Kindheit Friedrichs II. in den Straßen und Gassen von Palermo, der Kampf um die Anerkennung als König von Sizilien, die erste (glückliche) Ehe als Vierzehnjähriger mit der zehn Jahre älteren Konstanze von Aragon, die weiteren (mehr oder weniger glücklichen) Ehen, die deutsche Kaiserkrone, Kämpfe mit Papst und den weltlichen Gegnern, schließlich das Ende: Aufstieg, Zenit und Niedergang eines bedeutenden Herrschers.

Die Rahmenhandlung, leider: Truda als Erzählerin, wissend und wandernd zwischen Oberwelt und Unterwelt. Zu sehr im Vordergrund: wer gerade über Friedrich II. lesen will, empfindet ihre Rede als langatmig. Zu sehr im Ungefähren: was sie uns erzählen will, kommt nicht deutlich rüber.
Ein Beispiel, S. 282: Ich habe das Beben der Erde vergessen über der heiteren Stille dieser Septembertage. Nun ereilt es mich. Es geht nicht so weiter, ich habe schon die ganze Zeit gewußt, daß es so nicht weitergehen kann. Ich muß auf Pietros Dienst verzichten für den Rest des Wegs.“
Das ist wunderschön geschrieben, aber was damit gesagt werden soll, bleibt nebulös.

Die Handlung als solche: ein bißchen abgehackt, ein bißchen episodenhaft. Manchmal zu aufgelöst der historische Zusammenhang. Die Erzählerin als zeitloses Wesen setzt andere Prioritäten als Schilderung von Ereignissen in ihrer zeitlichen Abfolge. Ursache und Wirkung verschwimmen im nicht Nachvollziehbaren. Ein richtiges Ende der Geschichte: unterschlägt sie uns.

Trotzdem: historisch gut recherchiert, ein moderner, fast schwebender Erzählstil, der – außer in der Truda-Rahmenhandlung – keine Langeweile aufkommen lässt.

Aber etwas schärfere Konturen, etwas weniger diffuser Verschwommenheit, beides hätte dem Buch gut getan.

5.0 von 5 Sternen interessantes Friedrich II-Bild, 6. November 1998
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Federico. (Broschiert)

Ich habe sehr viele Biographien über Friedrich II gelesen, und auch alle Romane, die ich über ihn finden konnte. Lewins Friedrich II gefällt mir von allen am besten. Zweifellos ist es der irrealste unter den ihn betreffenden Romanen, und doch liefert es ein Bild von ihm, das mir persönlich als das Wahrscheinlichste erscheint. Auch Lewins Stil ist mehr als ansprechend. Ein großartiges Buch.

</Rezensionen Ende>

Scheinbar haben die mit der positiven Meinung über das Buch alle ein Problem damit, sich zu outen, denn im Gegensatz zu „Blondchen“ heißen die alle Kunde. 😉 Was uns der Dichter damit wohl sagen will?

Ich persönlich bin natürlich ganz und gar nicht unentschieden, und ich denke schon, dass ich verstanden hab, was die Dichterin uns damit sagen will. Und ich finde auch nicht, dass sie irgendwelche Probleme mit den Kausalitätszusammenhängen hat. Ich finde eher, das Ganze macht eine ganze Menge Sinn. Ein bisschen zuviel Sinn für manche, wie es scheint. Aber nur, weil man etwas nicht nachvollziehen kann, heißt das ja noch lange nicht, dass es nicht doch einen Sinn ergibt. Oder sehe ich da was falsch?

Society

Liebe Magdalena,

Da ich immer über alles noch mal eine Nacht schlafen sollte und ich sowieso noch ein paar Sachen ins Konzept einfügen will, die ich dir geschickt hatte – es wird dauern, das in dem Berg Zeugs auch nur zu finden 😉 -, folgt das noch. Aber ich glaub, wir haben jetzt das Ende der Ahnenstange (was für ein schöner Verschreiber, den lass ich) erreicht, das ergibt nämlich jetzt am meisten Sinn – mehr fällt mir dazu, glaub ich, nicht ein. 🙂

Wir gründen keinen Verlag, wir gründen einen Stamm. Das wollte ich schon immer tun, schon als kleines Kind. Naja, okay, da wollte ich den nicht gründen, da wollte ich Häuptling sein. 🙂 Später, nachdem ich mich von dem Ärger erholt hab, dass ich als Mädchen kein Häuptling sein kann, war es die Schamanin. Und da wir mittlerweile, denke ich, all das im Angebot haben – wozu ist man schließlich multipel, das muss auch Vorteile haben, sonst hätte die Natur sich das ja nicht ausgedacht – sollten wir das auch nutzen. Ich hab auch Kerle im Angebot, also kann ich doch Häuptling sein. Ist das nicht toll? 🙂 🙂 🙂

Und da es bei den Indianern ja auch nicht bloß einen Häuptling gibt und nicht nur einen Schamanen, suche ich da noch ein paar. Als Kriegshäuptling stelle ich mich freiwillig zur Verfügung, ich glaub, das kann ich ganz gut. 8) Aber da wir es hier ja nicht mit Alaska oder dem Regenwald, sondern mit dem gefährlichen Dschungel der Zivilisation zu tun haben, brauchen wir dringend noch einen Häuptling für Verträge und Finanzen und Steuern und all das Zeugs. Für Finanzen hätte ich einen, den hab ich zwar auch total verschreckt, als ich ihm das angeboten hab, und ich glaub, so ganz glaubt er mir das nicht, aber ich glaube trotzdem, wenn es das Geld zulässt, hab ich nen studierten FinanzirgendwaskeineAhnungichmerkmirsowasnie an der Hand. Und der ist sehr nett. Kenn ich zwar auch nur aus dem Internet, aber das stört mich ja nun nicht wirklich.

Ich hab viel mehr Probleme mit meinem realen Umfeld, das mal wieder mit meiner Veränderung nicht klarkommt. Solange ich lieb und nett und artig und halbwegs angepasst bin, ist ja alles okay, aber wehe, wenn sie losgelassen… Sie ist mal wieder entschieden zu krass unterwegs und erschreckt scheinbar alles, was sich im Umkreis von 50 km befindet. Sind irgendwie alle auf Tauchkurs gegangen.

Aber zurück zum Stamm: vor 10 Jahren wollte ich das schon, ich hatte auch schon ein paar Ideen. Dummerweise ist das aber damals an genau demselben Problem gescheitert: an meinem Umfeld. Das auf Tauchstation gegangen ist. Einige sind ja auch gleich ganz ersoffen. Und da die einzigen, die das leider nicht machen, meine lieben Hauptmanipulierer, sprich meine Erzeuger – manche nennen das auch Familie – sind, nahm das, wie du ja weißt, kein so gutes Ende. Natürlich weiß ich, dass ich selbst daran nicht unschuldig bin. Das ist mir sonnenklar. Aber diesmal wird das Muster sehr viel klarer – und es sieht nicht gut aus.

Dass ich während meiner Selbstständigkeit alle Freundschaften vernachlässigt hab, das ist meine Schuld, das werfe ich nun wahrlich niemandem vor. Und es gibt auch Leute, die habe ich wirklich auf Abstand gehalten, weil ich mir nicht sicher war, in welcher Beziehung die zu mir stehen wollten – oder weil ich mir sicher war, dass das nicht die Art Beziehung war, die mir so vorschwebte. Oder weil ich mal wieder… was weiß ich. Lieber ein Ende mit Schrecken oder so.

Da gibt es einen, wenn ich dessen besten Freund alle paar Jahre mal zufällig treffe, sagt der heute noch, ich soll mich doch mal wieder melden, Stefan würde sich freuen. Ist mir aber wohl zu peinlich, ich hab da ein schlechtes Gewissen, das ist wirklich ein ganz lieber, und wir waren auch mal gut befreundet… Vielleicht sollte ich es jetzt endlich mal tun, aber ich hab so viele Altlasten, ich weiß gar nicht, was ich zuerst machen soll.

In den letzten Jahren hab ich mich von buchstäblich Null wieder aufgerappelt, nur Christiane ist übrig von damals. Aber Christiane ist 25 Jahre älter als ich, hat mit ihren Reisen und ihrer Familie und ihrem Lebensgefährten genug zu tun – und somit genügend Abstand, um nicht auch die Flucht zu ergreifen wie alle anderen. Zudem ist sie eh nie da. Und egal, wie ich es auch drehe und wende, es gibt wirklich verdammt wenig Leute, die keine Angst vor mir hatten. Und wenn ich es mal ganz genau nehme… Naja, du weißt ja, wie ich darüber denke. Ist nicht gerade üppig, oder? Und irgendwie bezeichnend, dass die zwei Leute, die nicht den Schwanz eingeklemmt haben, mich gerade mal ein paar Tage kannten, bis sie sich auf mich eingelassen und mir vertraut haben. Mit dir war das ja genauso, und überleg mal, wie schnell das alles gegangen ist. Und wie es scheint, ist das übers Netz tatsächlich einfacher.

Im RL sieht das viel, viel schwieriger aus. Da sind die Hemmschwellen – und Vorurteile – offensichtlich größer. Und es werden mich mal wieder alle ganz furchtbar ungerecht finden. Okay, das haben sie für umsonst. Ich verstehe unter Freundschaft aber nicht, dass man sich umdreht und sich verpisst, wenn es wirklich ernst wird. Ich verlange ja nun nicht, dass man mir 24 Stunden am Tag Händchen hält. Eigentlich erwarte ich nur, dass man mir ab und zu mal signalisiert, dass es noch Leben in diesem Teil der Galaxis gibt. Aber das scheint bei einigen wirklich zuviel verlangt zu sein. Kommunikation ist irgendwie nicht gerade eine Stärke des zivilisierten Teils der Menschheit.

Es ist wirklich lustig, ich denke tatsächlich, der Stamm hat schon vier Angehörige, die wissen bloß noch nichts von ihrem Glück. Aber die leben zur Zeit alle noch im Internet, und ich hab keine Ahnung, wie das mit denen aus dem RL aussieht, die ich gern dabeihaben würde. Das, was ich weiß, sieht ziemlich kompliziert aus. Aber bei den Leuten aus dem Netz bin ich soweit, dass ich denke, wir müssen nur noch Informationsgleichstand herstellen. Da bin ich gerade am Erlaubnis einholen – ich schick ja nun nicht einfach so private Mails durch die Gegend, ohne zu fragen. Du kennst die beiden auch, und ich denke, wenn sie das hier lesen, wissen sie auch, dass sie gemeint sind. Und eine ahnt schon, was ich meine mit dem Stamm. Du bestimmt auch.

Dass das Ganze nonhierarchisch werden soll, das sagte ich ja schon – das ist ein Stamm. Und entgegen den landläufigen Vorstellungen, dass ein Häuptling sowas wie ein König ist, ist er das natürlich nicht. Ein Häuptling ist ein Chef, der heißt ja auch eigentlich Chief. Und dem geht es nur so lange gut, wie es dem Stamm gut geht. Trifft bei Firmen ja genauso zu, nur dass die heutigen Chiefs dafür sorgen, dass es erstmal allen anderen schlecht geht, so lange wie nur irgend möglich, schlecht und immer schlechter, so schlecht, dass sie irgendwann zusammenbrechen.

Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab. – Dakota

Indianer machen das aber gar nicht so, die machen das ganz anders, und dann funktioniert das auch. Wollen wir das nicht auch so machen? Also, ich hätte da schon Lust dazu. Ich suche noch ganz viele kleine Häuptlinge, die ein bisschen Verlag spielen wollen. Und je mehr Verantwortung und Anteil jeder Häuptling übernehmen will, umso mehr Macht und Einfluss wird er auch haben, weil er dann nämlich mehr Achtung genießt – das ist in Stämmen nun mal so. Ishmael hat das so formuliert: Give support – get support. Das Konzept ist simpel und viel älter als Asbach, aber immer noch sehr wirkungsvoll. Ist alles nur eine Frage des Vertrauens.

Und wenn wir genug kleine und große Häuptlinge zusammen haben, dann bauen wir eine Maschine: eine Buchmaschine. Wir produzieren gemeinsam Bücher am laufenden Band. Am Fließband sozusagen. Und ich bin sicher, da wir ja nicht gierig werden, werden wir die auch los. So ungefähr dachte ich mir das. 😉

Also, ich find das Konzept cool. Du auch? Und das allercoolste ist, dass wir das alles erstmal mehr oder weniger nebenbei machen können. Das vereinfacht die Dinge ungemein, finde ich. Und das reduziert den Finanzbedarf auch erheblich. Ich brauche eigentlich nur noch einen anständigen Rechner und Software, und dann könnte ich schon mal anfangen, ein paar Bücher zu machen. Zumindest können wir schon mal ausprobieren, wie wir die machen, du kennst ja meine Idee. Das müssen wir testen, ob das so geht, wie ich mir das vorstelle. Aber ich denke schon, dass das klappt – ich hab davon ja nun ein bisschen Ahnung. 😉

Ich bin so überzeugt davon, dass das geht, dass ich nicht mal ein Problem damit hab, wenn mir jemand die Idee klaut. Na und? Ich bin dafür, ganz viele kleine Stämme zu gründen, ich hab damit so gar kein Problem.

Society, crazy indeed,
hope you’re not lonely without…

us?

Chumana 😉

Fundstücke

Für Magdalena:

Ishmael Plagiat

Wenn ich schon den Titel lese… Oh Mann, was für ein Bullshit. Da will doch wirklich einer, der Quinn nun mit 250%iger Sicherheit nicht verstanden hat, ernsthaft für 76 Seiten unausgegorener Ergüsse richtig viel Kohle haben? Und mir wollen die nicht mal ein Kleid verkaufen? Ey, und ihr wundert euch, dass ich sauer bin? Nee, oder?

http://www.quietcompanymusic.com/video/

Mir sind diese Jungs natürlich viel zu zahm, aber ich finde es lustig, dass Ishmael offenbar von seinem Ausflug in den Regenwald zurück ist. 🙂

Und du musst jetzt bald mal die Ishmael-Bücher lesen, sonst verstehst du ja meine Späße gar nicht. 😉 Instinkt kann man auch nicht verstehen, ohne die Bücher zu kennen, der echte Spaß ist ja nun sehr gut versteckt.

Ansonsten verabschiede ich mich für heute, ich hab keine Lust mehr zu schreiben. Muss noch was anderes tun. Ich bastele gerade das Konzept zusammen, ich denke, das ist schon ziemlich rund. Wir brauchen jetzt nur noch Geld, alles andere ist soweit fertig. Und ich finde es gut, das Konzept, das wird ganz toll, es wird dir gefallen. Ich schick dir das heute noch, aber das wird wieder seeeeehr lang.

PS: Warum kann ich das Video eigentlich nicht richtig einfügen? Geht nur als Link… Ich hätte das aber gern hier drin, wie die UTube-Videos auch… Weißt du, wie das geht?

Ideen von Menschen und Ewigen

Liebe Magdalena,

dein Kommentar von gestern geht mir heute noch im Kopf rum, der war ja mal wieder so ein Stichwort, zu dem mir soooo viel einfällt. Und ich meine das ernst – ich meine ja immer alles ernst -, das mit der Ideenlehre in den Comics.

Das ist doch der Sandman, das ist überhaupt nichts anderes. Nein, doch, natürlich ist das was anderes, was ganz anderes sogar: das ist gelebte Ideenlehre. Die alten Griechen sind leider tot. Das waren sie auch schon immer, deshalb verschmäht Gaiman sie ja. Nicht nur, dass ihre Götter zu menschlich sind – bei Gaiman sind ja sogar die Mensch gewordenen Götter göttlicher als der griechische Olymp, das ist echt ein Witz, was sich da abspielt – ihre ganzen Lehren sind tot, die haben mit der gelebten Realität nicht das Geringste zu tun. Alles Lüge, wie mein Freund Rio zu sagen pflegte. ;)

Da fing das doch alles an, dass die Götter immer mehr von den Menschen auf einen Thron gehoben wurden, der heute verdammt nach einem Wolken-Kuckucksheim aussieht. Die Griechen haben sie vermensch(weich)licht, die Römer haben ihnen den Krieg erklärt, und dann… naja, das kennt ja nun jedes Kind, die Juden haben ihn getötet. Oder waren es die Römer? Nein, das ist auch eine Lüge, das war eine politische Entscheidung, und die haben die Juden getroffen, nicht die Römer. Die Juden haben das verlangt. Kannst du nachlesen, “The Master and Margaritha” von Bulgakov. Gibt es auch auf Deutsch, zur Abwechslung mal nicht mit kastriertem Titel, aber ich lese sowas lieber auf Englisch, das wird dem Russischen dann doch noch eher gerecht. Die deutsche Sprache ist so tot. Hart, kalt und tot. Aber jeder kriegt, was er verdient, nicht wahr?

Und du bist, was du isst, und wenn ich mir ansehe, was der Gemeine Deutsche in seinem Spatzenhirn hat, dann fällt mir nur noch eins dazu ein: ich verstehe, warum die Muslime den Genuss von Schweinefleisch verboten haben. Du nicht? Na klar, du auch, du isst ja gleich gar kein Fleisch mehr. Aber ich finde nach wie vor, dass mich ein bisschen Lachs oder Wild nicht gleich umbringt. Im Gegenteil, was uns nicht umbringt, macht uns stärker. Kraftnahrung nennen Indianer sowas. Gibt es heute übrigens zum Mittag, Lachs und Chicorree, halbiert, blanchiert und mit ein wenig Balsamico in Olivenöl gebraten, lecker, sag ich dir. ;)

Die armen Schweine können natürlich wie immer nichts dafür, die sind ja überhaupt nicht dreckig, das ist auch bloß wieder Über(t)ragung, wie der Gemeine Psychologe sagen würde – ich nenne das Schwanzneid. Es sind die Menschen – und ganz besonders die Menschen, die sich für was ganz Besonderes halten -, die dreckig sind. Die, die von den dreckigen Rothäuten reden – die dreckigen Rothäute allerdings finden, dass die Weißen 10 km gegen den Wind stinken, weil sie nie baden. Was Indianer sehr häufig tun, auch in eiskaltem Wasser, die sind ja nicht so verpimpelt.

Womit ich ja nun wieder prima die Kurve zu gestern gekriegt hab, damit fing das ja an. Into the Wild… Und die Deutschen.

„‚In die Wildnis‘ ist Penns bisher stärkster Film. Er hat in allen Rollen die richtigen Darsteller […]. Allerdings: Wer die Musik Eddie Vedders, einst Pearl Jam, nicht mag, muss weghören. Ein bisschen Stille hätte dem Film nicht geschadet.“

– Verena Lueken: FAZ (Quelle: Wiki.de)

Ach ja, die Musik Eddie Vedders… Den die gute Verena mal eben schnell für tot erklärt. Ähm, nein, natürlich nicht, aber Pearl Jam erklärt sie für tot, denn ohne Eddie gibt es Pearl Jam nicht. Nichts gegen die Jungs, aber die wissen das auch. Und Pearl Jam sind, ob es Verena nun passt oder nicht, immer noch „still alive“. Die sind einfach nicht totzukriegen. 😉

Und sie scheint auch ein wenig verwirrt zu sein: wie steht es denn mit ihr, mag sie ihn nun oder mag sie ihn nicht? Ist er ihr etwa zu laut? Das kann ja nun nicht sein, denn gerade Into the Wild ist sein bisher ruhigstes Album, und das mit Abstand, besonders zu empfehlen: the hidden track – der Film fängt damit an. Ohne Worte, die braucht er auch nicht mehr – hat er nie gebraucht, schon auf Ten nicht, und auch dort war’s, wenn ich mich recht erinnere, der hidden track. Und nix angry young man, die Zeiten sind ja nun ganz offensichtlich vorbei. Und das ist schon ganz lange so, seine Solo-Sachen waren schon immer sehr ruhig. Krach macht er nur mit Pearl Jam. Die können allerdings selbst akustisch richtig Radau machen, das ist schon wahr. Aber dass er bei Pearl Jam oft ein Schreihals ist, hat nun nichts mit der Filmmusik zu tun.

Klein Eddie ist wirklich erwachsen geworden, und das wird nie so deutlich wie in dem Film. Okay, sie hat nicht so ganz unrecht, die Stille unterstreicht den Film besonders gut. Deshalb ist das Album ja auch akustisch – und über weite Strecken ist der Film still, da gibt es viel mehr als nur das „bisschen“ Stille, das sie fordert. Aber scheinbar ist ihr diese Art Stille entschieden zu laut. Also sollte doch die Musik für sie eher eine Erleichterung sein. Ist sie nicht? Nein? Echt nicht? Warum nur?

Das Geheimnis des Films liegt in dem Kontrast, und der macht sehr deutlich, was da geschieht. Aber was besonders die Deutschen eindeutig an Eddie Vedder nicht mögen, das ist nicht die Lautstärke, damit kommt der Deutsche ganz gut klar, siehe Rammstein und Konsorten. Nein, das ist es ganz gewiss nicht. Das Problem ist, für die Deutschen ist Eddie kein richtiger Kerl. Sowas tut Mann nicht. Das ist viel zu intim.

Tja, aber für mich sind die Langen Kerls auch nichts weiter als Warmduscher.

„Überhaupt kann man einige Regieeinfälle nur für gründlich misslungen halten, insbesondere wenn sich zur rebellischen Grußkarten-Weisheit die entsprechende Bildsprache gesellt. Vielleicht fühlte sich Penn vom energischen Idealismus seines Helden einfach zu sehr angezogen, um dessen Wegen nicht auch dann noch mit Hingabe zu folgen, wenn sie in die Irre führen. Auf diese Weise hält er den inspirierenden Funken der Romantik immerhin eine Weile am Leben. Das ist nicht wenig, aber es ist nicht genug.“

– Michael Kohler: Filmdienst (Quelle: Wiki.de)

Der ist ja nun noch viel, viel besser. Dazu fällt mir nichts mehr ein außer: Danke, sehr gut, setzen, sechs. Ich versetze Sie in den Kinderwagen, da gehören Sie hin. Besser hätte ich es jetzt auch nicht formulieren können. Und für meinereiner spricht das ja nun Bände. Ganze Enzyklopädien… der Selbstherrlichkeit. Friss doch deine Katze, du Arsch.

w.z.b.w.

Chumana

PS: Wie findest du das? Ich finde das auch ziemlich verblüffend. Cumaná

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